Virusausbruch auf Kreuzfahrt: WHO vermutet Mensch-Mensch-Übertragung
Das Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» wurde wohl von Mensch zu Mensch übertragen. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit. Dabei ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch eigentlich äusserst selten.
Zudem bestätigte die WHO einen weiteren Infektionsfall. Insgesamt gebe es nun zwei durch Labortests bestätigte und fünf mutmassliche Hantavirus-Fälle. Der erste auf dem Schiff erkrankte Passagier habe sich vermutlich infiziert, bevor er an Bord gegangen sei.
Das Kreuzfahrtschiff mit 61 Besatzungsmitgliedern hatte sich vor einigen Wochen auf den Weg von Argentinien nach Kap Verde gemacht. Unterwegs kam es dann zu mehreren Todesfällen. Bislang sind drei Passagiere der «Hondius» gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und ein Deutscher.
Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Auch die Nieren nehmen häufig Schaden. Zu Infektionen kann es beim Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren kommen. In seltenen Fällen wird der Erreger laut WHO auch von Mensch zu Mensch übertragen.
(hkl, mit Material von sda/dpa)
