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Nintendo lanciert ein Fitnessspiel mit Abenteuer-Modus. Als Zubehör benötigt man den Ring.
Nintendo lanciert ein Fitnessspiel mit Abenteuer-Modus. Als Zubehör benötigt man den Ring.
bild: nintendo

Mit Fitnessübungen gegen Monster – Nintendo hat schon jetzt das schrägste Spiel das Jahres

Mit «Ring Fit Adventure» will Nintendo das Fitnesstraining in ein Spiel verwandeln. Wir haben es ausprobiert – und geschwitzt.
26.10.2019, 18:4126.10.2019, 19:55
Federico Gagliano / ch media

Nintendo ist immer für eine Überraschung gut. Bereits letztes Jahr bewiesen die Japaner mit ihrer «Labo»-Serie, die Videospiele mit Kartonsets zum Basteln verbindet, dass das ehemalige Spielzeugunternehmen seine Freude an Experimenten nicht verloren hat. Dieses Jahr folgt mit «Ring Fit Adventure» für die Konsole Nintendo Switch bereits die nächste Kuriosität: Ein Fitnessspiel, welches das Training in ein Fantasy-Abenteuer verwandelt.

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Zwei neue Zubehörteile, der Ring-Con und der Beingurt, erfassen die Bewegungen des Spielers und übertragen sie ins Spiel.

Ein Switch-Controller wird im neuen Ring-Zubehör befestigt...

... der andere steckt in einem Gurt am Bein.

Speziell ist nicht das Spiel, sondern die Bedienung: Ein Controller wird in einen Gurt am linken Bein befestigt. Der andere wird in eine ringförmige Erweiterung gesteckt. Der Ring kann Bewegungen wahrnehmen, aber auch die Stärke messen, mit der man es auseinanderzieht oder zusammendrückt. Auch ein Pulsmesser ist vorhanden.

Mit Fitnessübungen gegen Monster kämpfen. Warum nicht?
Mit Fitnessübungen gegen Monster kämpfen. Warum nicht?

Das Ziel des Spiels: Während man auf der Stelle joggt, erreicht man verschiedene Monster, die es zu besiegen gilt. Dies geschieht mittels verschiedener Übungen, denn jedes Monster hat eine Schwäche: Manche müssen mit Rumpfübungen besiegt werden, andere mit Krafteinsatz. Wie in klassischen Rollenspielen levelt man dabei auf und schaltet neue Übungen und Outfits für seinen Avatar frei.

Nintendo macht im Spiel klar, dass «Ring Fit Adventure» kein Ersatz für einen Besuch ins Fitnesscenter sein soll, sondern eine Ergänzung. Die einzelnen Levels dauern nur Minuten, erst nach drei oder vier kommt man ins Schwitzen. Erstaunlich ist, wie gut die Bewegungen vom Ring und vom Controller am Bein registriert werden.

Die richtige Haltung ist wichtig

Trotzdem gibt es kleine Mängel: Ob der Spieler bei den Übungen die richtige Form anwendet, kann der Ring leider nicht ganz sauber registrieren – regelmässige Warnungen im Spiel erinnern aber daran, wie wichtig die richtige Haltung bei solchen Übungen ist.

Dennoch ist der Ring ein grosser Schritt vorwärts, verglichen mit Nintendos letztem Fitnessexperiment, dem «Wii Balance Board». Das weisse Brett kam in Europa 2008 in den Handel und verkaufte sich bis 2012 über 42 Millionen Mal, was mit einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde als «meistverkaufte Personenwaage der Welt» belohnt wurde.

Während beim alten Gerät Balance, Koordination und der Gleichgewichtssinn im Fokus standen, geht es bei «Ring Fit» zusätzlich um Kraft- und Ausdauertraining. Es ist erstaunlich, wie viel der Ring aushält – obwohl er auf den ersten Blick etwas zerbrechlich wirkt, hält er auch längere Trainingseinheiten aus.

Motivierend dank der Level

Fraglich ist, wie effektiv das Training ist. Im Vergleich mit anderen Fitness-Videospielen, liefert «Ring Fit» aber nicht nur eine willkommene, bunte Abwechslung, sondern wirkt durch das Aufleveln und Freischalten neuer Welten auch motivierender.

So erklärt Nintendo «Ring Fit Adventure» im Promovideo.

Hinweis: Im Lieferumfang ist das Spiel, der Ring-Con und der Beingurt enthalten.

(aargauerzeitung.ch)

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