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In this April 27, 2015 photo, a barista brews coffee at a Blue Bottle Coffee shop in Tokyo. Japan, famous for green tea, is welcoming artisanal American coffee roaster Blue Bottle with long lines that have at times meant a four-hour wait for a cup. (AP Photo/Shuji Kajiyama)

Blue Bottle Cafés gibt es inzwischen an beinahe 100 Standorten. Weitere werden folgen. Bild: AP/AP

Nestlé schnappt sich «Apple der Kaffee-Industrie» – das Geheimnis hinter dem Hipster-Kafi

Der Nahrungsmittelriese baut sein Koffein-Geschäft weiter aus mit Hilfe einer trendigen Firma aus Kalifornien. Und auch Hipster-Cafés will Nestlé neuerdings erobern – aus gutem Grund.

Benjamin Weinmann / ch media



Mit Nespresso hat es Nestlé geschafft, ein simples Konsumgut so zu verkaufen, dass sich viele Kunden ein klein wenig wie ein VIP fühlen. Edle Shops, gestylte Bedienung, Kapseln mit Kaffee aus Indien, Kolumbien oder Nicaragua - und ein hoher Preis. Für eine Kapsel verlangt der Konzern, der mit löslichem Nescafé-Pulver gross geworden ist, 50 Rappen oder mehr.

Doch es geht noch teurer, wie Nestlé-Chef Mark Schneider realisiert hat. 2017 hat der Deutsch-Amerikaner die Mehrheit an der hippen Kaffeekette Blue Bottle Coffee erworben, dem Vernehmen nach für knapp 500 Millionen Dollar. Die erst 2002 in Oakland, Kalifornien, gegründete Firma gilt als eine der trendigsten – und teuersten - Kaffeeketten der Welt. Sie wird zuweilen «Apple der Kaffeeindustrie» genannt. Der hochwertige Kaffee wird nach ursprünglicher Art in riesigen Glaskolben frisch aufgebrüht. Nestlé spricht von der Welt der «Super-Premium-Cafés».

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Blue Bottle verkauft teuren Hipster-Kafi. bild: zvg

Der Verkauf an den grössten Nahrungsmittelhersteller der Welt sorgte allerdings auch für kritische Stimmen unter Fans, insbesondere bei den Angestellten im Silicon Valley. Die hochbezahlten Millennials der Internetgiganten trauerten der Unabhängigkeit ihres Kult-Kaffees nach, der sogar mehr als ein Koffein-Kick bei Starbucks kostet. Einen Espresso gibt es für 3.25 Dollar, einen Milchkaffee für 4.75 Dollar. Blue Bottle habe seine Seele verkauft, so der Tenor. Für Nestlé besteht damit die Gefahr, dass der kleinen Firma ihr Kultstatus abhandenkommt.

«Die Leute standen über eine Stunde Schlange»

Nestlé will die kalifornische Kaffeehaus-Kette mit schlichtem Design richtig grossmachen und ihren Bekanntheitsgrad weiter verwerten, wie Geschäftsleitungsmitglied Patrice Bula im Gespräch mit «CH Media» erklärt. Er ist bei Nestlé für das Marketing, den Verkauf und Nespresso zuständig. Als die Westschweizer Blue Bottle übernahmen, gab es Blue-Bottle-Shops an 30 Standorten in den USA und in Japan. Heute sind es knapp 100. «Im vergangenen Jahr kam Südkorea mit vier Standorten hinzu.» Die Südkoreaner gehörten zu den anspruchsvollsten Kaffeetrinker der Welt. «Die Leute standen über eine Stunde Schlange bei der Eröffnung, so etwas habe ich noch nie gesehen», sagt Bula.

Der Kaffeehandel

Und dabei bleibt es nicht. Man sei in den Startlöchern für erste Filialen in China und in Hong-Kong, sagt Bula. In Taiwan habe man zudem einen Pop-up-Store, also eine temporäre Testfiliale aufgebaut. Entgegen einer Meldung der «Financial Times», wonach Blue Bottle auch Europa erobern soll, gibt sich Bula zurückhaltend: «Europa ist bereits heute mit seinen vielen Cafés ein sehr umkämpfter Markt.» So hat beispielsweise Coca-Cola 2018 die britische Kette Costa Coffee für fast 5 Milliarden Franken übernommen. Oder will Nestlé etwa seinem neuen Partner Starbucks nicht in die Quere kommen? Vor zwei Jahren erkaufte sich Nestlé mit einem Lizenzvertrag in der Höhe von 6.9 Milliarden Franken den Verkauf von Starbucks-Produkten in Supermärkten. «Nein, das hat damit nichts zu tun», sagt Bula. Nordasien sei zurzeit einfach interessanter für Blue Bottle.

Besonders erfolgreich ist Blue Bottle in Japan einer Neuheit: Lösliche Portionen in abgepackten Sachets. Der Preis für 4 Gramm Instantpulver beträgt rund drei Dollar. Sechsmal mehr also als für eine Tasse Nespresso. Es ist der mit Abstand teuerste Kaffee in Nestlés Koffeein-Sortiment. «Die Sticks sind zeitweise ausverkauft, das hätte ich bei dem Preis nie erwartet», sagt selbst Bula. Zahlen will er nicht nennen. Ein Insider schätzt den Umsatzanteil der Sachets in Japan auf rund 10 Prozent.

Luxus-Kaffeemaschine für Hipster-Bars

Nebst Blue Bottle setzt Nestlé zudem auf eine eigene Innovation. Der Konzern will neuerdings Hipster-Kaffeebars erobern mit luxuriösen Kaffeemaschinen namens Roastelier. Dabei spielte Nestlé bisher in der Gastronomie keine grössere Rolle. Mit dem rund ein Meter grossen Luxus-Apparat können Café-, Bar- oder Bäckerei-Besitzer ihren eigenen Kaffee rösten, und per Touchscreen alles genau bestimmen, vom Mahlgrad bis zur Wasserhärte. Nestlé setzt darauf, dass die Kaffee-Profis dann auch gleich die Nestlé eigenen, regionalen Kaffee-Marken zum Einsatz bringen. Auch die Wartung der Maschine übernimmt der Konzern. Ähnlich wie bei Wirten, die langfristige Lieferverträge mit Bierproduzenten abschliessen, erhofft sich ähnliche Branchen-Deals mit «Roastelier». In Griechenland und Skandinavien sind die Maschinen bereits im Einsatz, dieses Jahr folgen weitere Märkte.

Nestlé ist heute der weltweit grösste Kaffeeproduzent. Allein Nescafé wird in mehr als 180 Ländern verkauft. Pro Sekunde werden davon 5500 Tassen getrunken. Dass es Schneider nach mehr Kaffee-Umsatz in der Gastronomie dürstet, kommt allerdings nicht von ungefähr. Konsumenten geben weltweit jedes Jahr rund 280 Milliarden Dollar für Kaffee aus, 40 Prozent davon in Cafés, Bars und Bäckereien. Dieses Ausser-Haus-Geschäft wächst jährlich um bis zu sechs Prozent.

Die Konkurrenz hinterlässt ihre Spuren

Kommt hinzu, dass Schneider im angestammten Kaffeegeschäft mit Herausforderungen konfrontiert ist. Die Phasen des zweistelligen Wachstums bei Nespresso sind vorbei. Vergangenes Jahr erzielte die Sparte ein mittleres, einstelliges Wachstum. Die Konkurrenz - alternative Systeme wie Keurig in den USA sowie diverse Kapselkopien – hinterlässt ihre Spuren.

Zudem stellt die aktuelle Umweltdebatte für die Kapselsysteme Nespresso und Dolce Gusto ein Image-Risiko dar. Zwar hat Nespresso in der Schweiz ein funktionierendes Recycling-System für seine Aluminium-Kapseln. Doch in ausländischen Märkten ist man davon weit entfernt. Die Dolce-Gusto-Kapseln bestehen gar komplett aus Plastik. Eine konkrete Lösung für dieses Problem konnte Schneider erst kürzlich bei der Präsentation der Jahreszahlen auf Nachfrage von CH Media nicht ankündigen. (aargauerzeitung.ch)

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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nafets 24.02.2020 11:24
    Highlight Highlight und wir können wetten, dass es in gewissen Grossstädten auch hier in der Schweiz ebenso hipp sein wird, für dieses Gebräu auch eine Stunde anzustehen. Da frage ich mich wirklich, was in diesen Köpfen wohl abgeht, dass man sich sowas antut.
    aber - zum Glück gibt's genügend Alternativen und so kann ich glücklich und zufrieden einem weiteren Trend, den nun wirklich niemand braucht, ausweichen :-)
  • MartinZH 23.02.2020 15:19
    Highlight Highlight Blue Bottle? Entweder bin ich farbenblind oder der Brand-Manager macht seinen Job stümperhaft..! 🤔😉😂
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    • Nosferal 24.02.2020 10:50
      Highlight Highlight Der Name ist wohl eher rückführend auf die blaue Flasche als Logo.
    • MartinZH 24.02.2020 17:32
      Highlight Highlight Das ist schon klar... Aber die Flasche auf dem Pappbecher ist doch grün..! 🙄🙈😂
  • Mia_san_mia 23.02.2020 11:22
    Highlight Highlight Haha alles Möchtegern Kaffee-Experten-Gourmets hier 👍🏻 Ich liebe die Kommentare zu solchen Artikeln 😉
    • MartinZH 23.02.2020 15:58
      Highlight Highlight Habe ich mir auch gedacht... 😉👍😂 Und am Montag schlürfen dann wieder alle die Plörre aus dem Kaffee-Automat am Arbeitsplatz – ist ja schliesslich gratis... 😉☕😂
  • Hans Jürg 23.02.2020 11:17
    Highlight Highlight Ueber eine Stunde für einen Kaffee anstehen? So gut kann kein Kaffee der Welt sein, um dafür so lange anzustehen.
  • wolge 23.02.2020 09:13
    Highlight Highlight Konsumenten sind des öfteren ziemlich bescheuert
  • Glenn Quagmire 23.02.2020 08:24
    Highlight Highlight Kapselst du noch oder geniesst du schon?

    Kapselkaffee ist wie Rotwein aus dem Tetrapack oder Bier aus der PET-Flasche. Man kann es trinken, wenn es sonst nix gibt. Kolbenmaschine mit Mühle. Eine ECM muss es nicht mal zwingend sein, auch wenn die einfach genial sind.
  • Fara-1 23.02.2020 07:35
    Highlight Highlight Everything I need.
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    • JonSerious 23.02.2020 15:56
      Highlight Highlight wow, das ist ja zu geil 🤩 man dreht es am schluss und hatt den Kaffee in der kanne? 👌
  • Booker 23.02.2020 06:21
    Highlight Highlight Ja dann macht doch und steht eine Stunde an um dann viel zu viel zu bezahlen für aufgebrühten Kaffee. Die Menschheit scheint kurz vor dem absoluten verdummen.
  • Heinzbond 23.02.2020 06:20
    Highlight Highlight Ich finde das solche Giganten nicht noch durch mehr Konsum in ihren Einkaufstouren bestärkt werden sollten, gerade so ethisch fragwürdige wie die Nestlé...
    Aber da ich eh keinen Kaffee trinke, ist mir der aufkauf herzlich egal, es wird nur wieder eine Marke mehr verschwinden.
  • Octavius 23.02.2020 01:50
    Highlight Highlight Nestlekaffee macht mir keine Sorgen,man kann es lassen.
    Sorgen macht mir,das Nestle die grössten Wasserrechte besitzt.
  • Guybrush Threepwood 23.02.2020 01:24
    Highlight Highlight Blue...what?
    • Val Boralis 23.02.2020 10:48
      Highlight Highlight Blue Mountain. Sehr leckerer Kaffee.
  • dho 23.02.2020 01:09
    Highlight Highlight Nestlé ist kein Kaffee-, sondern ein Plastikabfall-Hersteller.
  • sonwat 23.02.2020 01:08
    Highlight Highlight Wie sich alle hier als die wahren Kaffeekenner aufspielen, die niemals teuren "Nespresso-Mist" trinken würden 😂 Ja ich steh auf Nespresso und auch auf die neuen Starbucks-Kapseln (wie übrigens ganz viele Konsumenten auch, sonst würds ja wohl nicht so laufen), weil ich sicher nicht bereit bin bei einem wöchentlichen Kaffeekonsum von 10-20 Kapseln eine Siebträgermaschine mit all dem dazugehörigen Reinigungsgugus zu betreiben. Und jetzt roastet/röstet mich 😘
    • Freedom Fighter 23.02.2020 14:56
      Highlight Highlight Nur weil jemand keine Ahnung von gutem Kaffee hat, muss man ihn/sie doch nicht gleich roasten/rösten.
  • Der Kritiker 22.02.2020 22:50
    Highlight Highlight Super-Premium-Cafés in Pappbechern... na klar doch.
  • Statler 22.02.2020 21:39
    Highlight Highlight Und wieder ein Laden mehr, in den man nicht mehr gehen kann.
    • Hierundjetzt 22.02.2020 22:11
      Highlight Highlight Du brauchst demnach auch nie Fertigprodukte? Isst nie in der Kantine oder Restaurant? Keine Suppe, Boullion oder Getränke? Joghurt auch nicht? Tierfutter sowieso nicht.

      Daaaann bist Du wenigstens konsequent und ich glaub Dir das.

      Wie man sich ohne Nestlé oder Unilever ernähren oder waschen kann, würde mich aber schon noch interessieren.

      Du brauchst pro Tag mind. 1 Nestlé Produkt. Wetten?

      Nestlé ist überall 😏
    • Statler 22.02.2020 22:47
      Highlight Highlight Ja, ich weiss. Aber ich versuche es so gut als möglich zu vermeiden.
      Tiere hab' ich keine. Eingekauft wird in der Migros - deren Eigenprodukte dürften eher weniger Nestlé drin haben (und die Knorr - a.k.a. Unilever - Produkte bleiben im Regal).
      Bei Restaurants weiss man's leider oft nicht so genau, aber ich hoffe, dass die Saucen und Suppen, die ich bisher auswärts gegessen habe, selbst gemacht waren (man kann ja noch träumen).
      Ganz gelingen wird es einem kaum - aber wenn man schon weiss, dass Nestlé oder Unilever drin ist, sollte man's wirklich stehen lassen.
    • Garp 22.02.2020 23:19
      Highlight Highlight Das schmeckt man doch, Statler, ob die Saucen selbstgemacht sind im Restaurant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Optimist 22.02.2020 21:09
    Highlight Highlight Es gibt ja zum Glück genügend Alternativen zu den Kapseln von N.... und zum überteuerten Selfservice-Kaffee von Starbucks.
    • Heinzbond 23.02.2020 06:24
      Highlight Highlight Z. Bsp. Gar keinen Kaffee trinken...
  • Leider Geil 22.02.2020 21:07
    Highlight Highlight "Blue Bottle habe seine Seele verkauft, so der Tenor." Sagte man in Silicon Valley. 😂 Der war gut.
    • Locutus70 22.02.2020 23:18
      Highlight Highlight @Leider Geil - stimmt. Man könnte es auch das Tal der Seelenverkäufer nennen :xD
  • mrmikech 22.02.2020 21:00
    Highlight Highlight Interessant, die zielgruppe will sogern individuell sein, und irgendwie traditionell, aber verkaufen ihre seehle an der teufel. Korrektur: zahlen sogar dafür dass der teufel ihre seele nimmt.
  • Pafeld 22.02.2020 20:27
    Highlight Highlight Knapp fünf Euro für einen Becher Filterplörre übertrifft Apple sogar noch an Dreistigkeit. Aber wer 1000 Eier für einen Bildschirmfuss auf den Thresen legt, hat es auch verdient mit Filterkaffee über den Tisch gezogen zu werden.
    • PhilippS 22.02.2020 23:46
      Highlight Highlight Muss dich korrigieren. Filter muss nicht gleich Plörre sein. Wie beim Espresso gibts auch da enorme Unterschiede.

      Zudem ist die Zubereitung, wenn er den bei Bestellung frisch aufgebrüht wird, vergleichsweise aufwendig. Von da her sind 5 Stutz für einen guten Filter mit Specialty-Bohnen in CH-Verhältnis durchaus vertretbar.
    • Heinzbond 23.02.2020 06:27
      Highlight Highlight Vertretbar wäre dann 10 Fr. Oder was glaubst du bleibt bei 5 nach all den Lizenzgebühren und Mieten fürs Personal übrig?
  • Querulant 22.02.2020 20:23
    Highlight Highlight Hipster-Kafi... nur schon bei der Schlagzeile kommt einem der Kaffee hoch
  • Hierundjetzt 22.02.2020 19:45
    Highlight Highlight Off Topic: in Zürich kostet ein Kaffee 6,50. Dafür aus einer Cafina Maschine (etwas besserer Selecta-Kaffee).
    • [Nickname] 22.02.2020 20:14
      Highlight Highlight Unsinn gibt sehr Guten für CHF 4.20 aus den grossen italienischen Maschinen mit gemahlenem Kaffee.
  • Ihre Dudeigkeit 22.02.2020 19:42
    Highlight Highlight I vereck... Ob Nespresso, nicht schon 'edel' genug wäre. 😉 Aber Nespresso bringt wenigstens halbwegs gute Kafeequalität in unsere Stuben... Was man von Starbucks ja nicht sagen kann. Aber mit gutem Marketing wird Nestlé den bei uns uns noch unbekannten 'Apple' Kaffee schon auf Kurs bringen und uns pro Kafi + 5.- anknüpfen.
    • Heinzbond 23.02.2020 06:28
      Highlight Highlight Edel? Ethisch? Ne der N Schrott kommt mir nicht auf Teller oder in die Tasse...
  • Cpt. Jeppesen 22.02.2020 19:36
    Highlight Highlight Beim Lesen der Überschrift dachte ich schon Nestlé hätte Starbucks aufgekauft (OMG!) ...

    Apropos Nestlé, wer so richtig auf Geld pfeifen kann und wem die Umwelt egal ist, der kann ja weiterhin Nespressi shopen. Eyh, da halten sie einem die Tür auf, man wird mit Handschlag und Lächeln begrüsst, der Laden sieht "trendy" aus, so mit dem dunklen Holz und die kunstvoll arrangierten Formationen aus bunten Käpseli, professionell beleuchtet.

    Aber immer wenn ich dran vorbei laufe erinnert mich das an was, hmm..
    warte ..
    habs gleich..

    Drogenhändler! ...
    genau das war's.

    Nüd für unguet ;-)
    • Hey001 22.02.2020 20:58
      Highlight Highlight Nestlé hat bereits das Kaffee-Geschäft von Starbucks gekauft.
    • Antinatalist 22.02.2020 21:11
      Highlight Highlight Naja, immerhin hat sich Nestlé schon mal die alleinigen Vertriebsrechte für den Starbuckskaffee, den man bei Coop bekommt, gesichert.

      Irgendwann kommt man als ein Kind der Massen (99%) gar nicht mehr an Wasser und Kaffee, die nicht von Nestlé et al. kommen. Und ja, so lange die Kinder der Massen weiter Kinder der Massen nachschieben, werden sich Nestlé et al. die Hände reiben und eine goldene Nase verdienen. Ja, stimmt: Letztere haben sie schon längst.
    • Cpt. Jeppesen 22.02.2020 21:39
      Highlight Highlight Das wusste ich jetzt echt noch nicht, sollte mich aber eigentlich gar nicht überraschen...
      Starbucks war eh nie mein Ding und Nestlé Brandings versuche ich weitestgehend zu vermeiden.

      Erinnere mich als ich das erste mal irgendwo in der Pampa von Namibia in einen riesigen Supermarkt ging und es waren ausschliesslich Nestlé Produkte dort.
      Ja, ja, Nestlé "feeds the world"....
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  • Kruk 22.02.2020 19:29
    Highlight Highlight Apple der Kaffeeindustrie heisst das dass sie gerade überholt werden?
  • Couleur 22.02.2020 19:28
    Highlight Highlight Ich kann dieses Nestle Marketing Geschwurbel nicht mehr hören...Kauft Euch eine traditionelle Marke aus Napoli, am besten gleich Bohnen und testet das blind gegen Nespresso. Dann werdet ihr merken, dass eines von beidem überteuerter Fusel ist.
    • Antinatalist 22.02.2020 22:42
      Highlight Highlight Klar ist Nestlé billiger Fusel.
      Benutzer Bild
  • Füürtüfäli 22.02.2020 19:28
    Highlight Highlight Genauso eine überteuerte Plörre wie Nespresso und Starbucks.
    • Calvin Whatison 22.02.2020 19:41
      Highlight Highlight Überteuerte Plörre !!! 🤣🤣🤣 Sie müssen aber einen sehr esquisiten Geschmack haben. Was empfehlen Sie denn?🤔
    • Kruk 22.02.2020 19:52
      Highlight Highlight Ach deshalb der Apple vergleich...

      Weil Leute bereit sind viel Geld dafür zu zahlen nur wegen dem Namen.

    • Statler 22.02.2020 21:37
      Highlight Highlight Blue Bottle macht tatsächlich guten Kaffee. Für amerikanische Verhältnisse teuer, aber da kommen Kolbenmaschinen zum Einsatz, also richtiger Kaffee.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alphabetagammaomega 22.02.2020 19:25
    Highlight Highlight Die Kaffee Bauern interessierts nicht.. Schlussendlich kriegen sie nicht mehr Geld für ihren Kaffee
  • Trommelnicht 22.02.2020 19:03
    Highlight Highlight Ist nicht Starbucks das Apple der Kaffee-Industrie?
    • Alphabetagammaomega 22.02.2020 19:29
      Highlight Highlight Starbucks ist eigentlich der Netto Discount der Kaffee Industrie. Ziemlich verpönt in diesen Kreisen
    • sweeneytodd 22.02.2020 20:43
      Highlight Highlight @Alpha, deshalb ist ja eigentlich wie von Trommelnicht gesagt, Starbucks das Apple des Kaffee. Apple ist unter Technikfreaks auch nichts anderes als ein überteuerter verpönnter durchschnittsmist ;)
    • Alphabetagammaomega 22.02.2020 21:03
      Highlight Highlight Stimmt. Und die beiden sind in Korrelation zueinander. Denn ein*e gemeine*r, unter Kaffee-Liebhabern verpönt, Starbucks-Konsument trägt in der Regel sein, unter Technikfreaks verpönt, Macbook in seine*r, unter den Modefans verpönt, Supreme Turntasche . Oder in seinem Fjällräven Rucksack. Kicher
  • plataoplomo 22.02.2020 19:03
    Highlight Highlight Kauft euch eine ordentliche Siebträgermaschine, eine gute Mühle und hochwertige Bohnen... und ihr werdet den völlig überteuerten Nespresso-Kapseln keinen Moment nachtrauern!
    • Drunken Master 22.02.2020 19:32
      Highlight Highlight Genau so ist das. Jeder der hier blitzt hat wohl noch nie guten Kaffee genossen 😉
    • Suchlicht 22.02.2020 19:47
      Highlight Highlight Einverstanden, braucht aber, insbesondere beim Wechsel von Kaffeesorten mehr Zuneigung, bis Mahlgrad, Menge und Brühtemperatur auf die neue Sorte abgestimmt sind, wohingegen man bei Nespresso einfach eine andere Kapsel nimmt.

      Ist also nicht für jeden, aber wenn man das auf sich nimmt, kann man schon bessere Ergebnisse erzielen - mit mehr als nur 6g Kaffee.
    • dmark 22.02.2020 19:48
      Highlight Highlight Meine Rede... ich konnte den Nespresso-Hype nie verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 22.02.2020 18:57
    Highlight Highlight Ich bleib bei meinem Filterkaffee 😁 . Und ab und an nach dem Essen ein Espresso aus dem guten alten italienschen Kännchen, das man auf den Herd stellt.
    • Marco Kleiner 22.02.2020 19:39
      Highlight Highlight Kaffee aus dem (Bialetti)-Kännchen! ❤️😋
    • Antinatalist 22.02.2020 21:05
      Highlight Highlight Der Kaffee aus dem Kännchen (Bialetti Moka Express) ist alles, nur kein Espresso. Das macht aber nichts, denn damit lässt sich einfach guter Kaffee machen. Aber eben kein Espresso. Für den braucht's etwas mehr Bar aus dem Kessel.
    • Garp 22.02.2020 22:07
      Highlight Highlight Das ist schon richtig Anti. Ich trink meinen Kaffee halt meist zu Hause und den kleinen Kaffee, mit der Bialetti zubereitet, anders gemahlen und andere Sorte als für den Filter, nenn ich trotzdem Espresso 🙂 .
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