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Israel: Raketenangriff iranischer Brigaden auf Golanhöhen



Iranische Truppen haben von Syrien aus nach Angaben Israels in der Nacht zum Donnerstag israelische Armeestellungen auf den Golan-Höhen mit Raketen beschossen. Bei den Angriffen seien mehrere Armee-Stützpunkte entlang der Grenze zu Syrien angegriffen worden.

Insgesamt seien rund 20 Geschosse abgefeuert worden. Einige Raketen seien abgefangen worden, erklärte die israelische Armee.

Berichte über Opfer lägen nicht vor und der angerichtete Sachschaden sei «begrenzt», sagte ein Armeesprecher. Man untersuche noch das Ausmass des Schadens durch die Angriffe. Israel habe aber auf den Beschuss «geantwortet», teilte die Armee weiter mit - ohne Einzelheiten zu nennen. Zuvor war in Teilen Nordisraels Raketenalarm ausgelöst worden.

Iranisch-israelische Konfrontation

Beinahe zeitgleich berichteten syrische Staatsmedien in der Nacht zum Donnerstag von israelischen Angriffen auf Ziele in Syrien. Dabei sollen zahlreiche Raketen Ziele in der südwestsyrischen Provinz Quneitra getroffen haben. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete, die Raketen seien von den Golanhöhen abgefeuert worden und seien unter anderem in der Stadt Al-Baath in der Grenzprovinz Kuneitra eingeschlagen. Israel hatte die Golanhöhen 1967 erobert und später annektiert.

Auch die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach in der Nacht auf Donnerstag von israelischen Raketenangriffen, zudem seien israelische Kampfflugzeuge gesichtet worden. Über eventuelle Opfer der Angriffe lagen aber keine Angaben vor.

Die islamistische Führung in Teheran ist enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und hat tausende Kämpfer in das Land entsandt. Nach dem weitgehenden Sieg der syrischen Regierungstruppen und ihrer russischen und iranischen Verbündeten strebt der Iran nach israelischen Angaben nun danach, eine dauerhafte Militärpräsenz an der israelischen Grenze aufzubauen, um den jüdischen Staat von dort aus zu bekämpfen. Israel sieht sich durch eine neue Front aus iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah-Miliz an seiner Nordgrenze bedroht und hat angekündigt, eine dauerhafte Präsenz des Irans dort mit allen Mitteln zu verhindern.

Befürchtungen bewahrheitet

Israel rechnete bereits seit Tagen mit einem baldigen Angriff Irans auf seine Nordgrenze und hatte deshalb die Sicherheitsvorkehrungen in Teilen Nordisraels und besonders auf den Golan-Höhen verschärft. Die Armee hatte nach der Beobachtung «ungewöhnlicher Aktivitäten» iranischer Truppen in Syrien am Dienstag auch den Zivilschutz angewiesen, Schutzbunker für die Zivilbevölkerung zu öffnen. Zudem wurden zusätzliche Luftabwehr-Batterien in Nordisrael stationiert und einige Reservisteneinheiten mobilisiert. (sda/dpa/reu/afp)

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