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Drogen: Lausanne nimmt zweiten Anlauf für ein «Fixerstübli»



Als einzige grössere Schweizer Stadt verfügt Lausanne über kein Lokal für eine kontrollierte Drogenabgabe. Nun nimmt die Stadt einen neuen Anlauf. 2007 sagte das Volk noch Nein zu einem «Fixerstübli».

Wegen den Spritzen in öffentlichen Parks oder Toiletten sei die Bevölkerung grossen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, teilte die Stadt Lausanne am Montag mit. Bislang gebe es zwölf «Fixerstübli» in acht Städten in der Schweiz.

Den Anfang machte Bern 1986, danach folgten Basel, Zürich, Solothurn, Schaffhausen, Biel, Genf und Luzern. Nun müsse auch in Lausanne diese Lücke geschlossen werden, hielt die Stadtregierung fest. Damit werde der Drogenkonsum in der Öffentlichkeit reduziert.

Drogenabhängigen sollen zugleich neue Perspektiven vermittelt werden. An der kontrollierten Drogenabgabestelle sollen ihnen auch Massnahmen zur beruflichen Eingliederung angeboten werden.

Volk sagte 2007 «non»

Lausanne hatte bereits 2007 ein Gassenzimmer mit Fixerraum sowie ein «Sozial-Bistro» für Randständige schaffen wollen. Die bürgerlichen Parteien fuhren dagegen eine grosse Kampagne, worauf das Projekt mit einer Mehrheit von 54.6 Prozent der Stimmen abgelehnt wurde.

Bislang blieb deshalb Genf die einzige Stadt mit einem «Fixerstübli» in der Romandie, vom zweisprachigen Biel abgesehen. Auch das Gassenzimmer in Genf wurde erst 2001 eröffnet, 15 Jahre nach der ersten derartigen Institution in der Deutschschweiz. (sda)

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