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Diese 18 Bilder zeigen, wieso Belarus als letzte Diktatur Europas bezeichnet wird



Nach der Präsidentenwahl in Belarus (Weissrussland) bleibt die politische Lage in der Ex-Sowjetrepublik ungewiss. Die Wahlkommission hat Staatschef Alexander Lukaschenko zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Der 65-Jährige habe 80,23 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang am Sonntag erzielt. Lukaschenkos Gegnerin, Swetlana Tichanowskaja, kündigte bereits an, eine Niederlage nicht anzuerkennen. Sie soll 9,9 Prozent der Stimmen erhalten haben.

Zuvor hatten in der Nacht zum Montag Menschen landesweit gegen Wahlfälschung protestiert. Es kam zu blutigen Zusammenstössen mit der Polizei. Obwohl das Internet phasenweise down war, gelangen viele Bilder der blutigen Nacht nach draussen. Wir haben eine kleine Auswahl getroffen.

Nach Angaben von Beobachtern sollen sich in der Hauptstadt bis zu 100'000 Menschen an den Demonstrationen beteiligt haben.

Die Polizei ging brutal gegen (mehrheitlich) friedliche Demonstranten vor. In der Hauptstadt Minsk setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer, Gummigeschosse und Blendgranaten ein.

Ein Polizei-Truck fährt einen Demonstranten an. Die Zusammenstösse forderten viele Verletzte.

epa08594401 A police truck hits an opposition activist during a protest after polling stations closed at the presidential elections in Minsk, Belarus, 09 August 2020. Five candidates are contesting for the presidential seat, including the incumbent president Lukashenko.  EPA/TATYANA ZENKOVICH

Bild: keystone

3000 Festnahmen und rund 100 Verletzte bei Gewalt-Nacht

Bei den Protesten hat es landesweit mehr als 3000 Festnahmen gegeben. Das teilte das Innenministerium Medien zufolge in der Hauptstadt Minsk am Montag mit. Es seien zudem fast 100 Verletzte auf beiden Seiten – bei den Sicherheitsorganen und den Bürgern – gezählt worden, hiess es. Das Ministerium betonte, dass es keinen Todesfall gegeben habe. Die Menschenrechtsorganisation Wesna hatte zuvor mitgeteilt, dass ein junger Mann durch die Gewalt der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen sei. Es war aber weiter unklar, ob die Behörden in dem autoritär geführten Land die Wahrheit sagten. In sozialen Netzwerken gab es Bilder von einem leblosen Körper. (sda)

Solche Proteste hat die Ex-Sowjetrepublik noch nie erlebt. Die Menschen zeigten sich wenig beeindruckt vom Machtapparat.

Polizeikräfte setzen Tränengas gegen Protestierende ein:

Ausserdem kam es zu Dutzenden Festnahmen.

Belarus' riot police detain a protester after the Belarusian presidential election in Minsk, Belarus, Sunday, Aug. 9, 2020. Police and protesters clashed in Belarus' capital and the major city of Brest on Sunday after the presidential election in which the authoritarian leader who has ruled for a quarter-century sought a sixth term in office. (AP Photo)

Bild: keystone

Dabei wurden Menschen schwer verletzt.

Paramedics treat a wounded person after clashes with police man in Minsk, Belarus, Sunday, Aug. 9, 2020. Police and protesters clashed in Belarus' capital and the major city of Brest on Sunday after the presidential election in which the authoritarian leader who has ruled for a quarter-century sought a sixth term in office. (AP Photo/Sergei Grits)

Bild: keystone

Wie viele Menschen festgenommen wurden, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die Menschenrechtsorganisation Wesna sprach in der Nacht von zunächst mehr als 50 Festnahmen allein in Minsk. Landesweit sollen es 120 gewesen sein. Diese Zahl dürfte weiter steigen.

epa08594451 A riot police officer hits a demonstrator during a protest after polling stations closed in the presidential elections, in Minsk, Belarus, 09 August 2020. Five candidates are contesting for the presidential seat, including the incumbent president Lukashenko.  EPA/TATYANA ZENKOVICH

Bild: keystone

Der bekannte Konflikt-Reporter Thomas van Linge fragt ironisch dazu: «Sieht es so normalerweise aus, wenn ein Präsident angeblich mit 80 Prozent gewinnt?»

Aber auch Demonstranten attackierten Polizisten, um Festnahmen zu verhindern. Einige bewarfen die Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen

Hier eilten Nachbarn zu Hilfe, als die Bereitschaftspolizei auf Protestierende einschlug:

Nicht überall wurde es gewalttätig. Hier in Kobrin beispielsweise senkte die Bereitschaftspolizei ihre Schilder:

Wer ist die Gegnerin Lukaschenkos?

Swetlana Tichanowskaja hat die grössten Chancen auf einen Sieg gegen Lukaschenko.

Sviatlana Tsikhanouskaya, candidate for the presidential elections, poses for photographers as she casts her ballot at a polling station during the presidential election in Minsk, Belarus, Sunday, Aug. 9, 2020. Belarusians are voting on whether to grant incumbent president Alexander Lukashenko a sixth term in office, extending his 26-years rule, following a campaign marked by unusually strong demonstrations by opposition supporters. (AP Photo)

Bild: keystone

Das sagt Tichanowskaja zu den Wahlen

Tichanowskaja wollte ihre Niederlage nicht einräumen: «Es kann keine Anerkennung eines solchen Wahlergebnisses geben», sagte Sprecherin Anna Krasulina der Deutschen Presse-Agentur. Es sei damit zu rechnen gewesen, dass die staatlichen Prognosen Lukaschenko rund 80 Prozent der Stimmen zuschreiben würden. «Das ist fern jeder Realität.»

Einzelne örtliche Wahlkommissionen traten am Abend vor die Menschenmengen und verkündeten Ergebnisse, nach denen Staatschef Lukaschenko eine schwere Niederlage erlitten habe. Teils kam Tichanowskaja demnach auf zwischen 80 bis 90 Prozent der Stimmen.

Weil Tichanowskaja zu viele Stimmen erhielt, wurden anscheinend in einigen Wahlbüros Stimmen rausgeschmuggelt

Belarus wählt mit gläsernen Urnen. Im Vorfeld einigten sich Wähler darauf, ihre Stimmzettel zu falten, damit man erkennt, wer alles für Tichanowskaja stimmte.

Die Wahlbeteiligung in der zwischen dem EU-Mitglied Polen und Russland gelegenen Ex-Sowjetrepublik lag nach Angaben der Wahlleitung bei 84 Prozent der rund 6,8 Millionen Stimmberechtigten.

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chosler 11.08.2020 12:03
    Highlight Highlight Warum wird nun überall Belarus statt Weissrussland verwendet? Mit überall meine ich in der Presse. Bis letzte Woche war es noch Weissrussland.
  • Dean002 10.08.2020 18:27
    Highlight Highlight Und ich habe noch bie was von Belarus gehört OMG. Weissrussland klar, aber Belarus nicht. Muss mal wikipedialen 🤓
  • Maschinist460 10.08.2020 18:21
    Highlight Highlight Ein Vorgeschmack auf das, was im November in den USA passieren wird? Ein Schelm, wer Böses denkt....
    Man nehme an, der Donny ruft sich selbst als Sieger aus und erklärt per Dekret die "Mail-in-Ballots" als ungültig...ist gar nich mal weit her geholt oder?
    • swisskiss 11.08.2020 05:19
      Highlight Highlight Maschinist460: Doch .Es sind die Bundestaaten, die die Wahlen organisieren und auszählen und die bundestaatlichen Wahlkommisionen den Gewinner verkünden. Trump kann sich weder zum Gewinner küren noch Wahlstimmen für ungültig erklären. Dazu muss er, wie jeder Kandidat, den Rechtsweg beschreiten und diese Entscheidung Gerichten überlassen.
  • ThePower 10.08.2020 14:09
    Highlight Highlight Donald Trump und den Reps gefällt das👍
  • Hans Jürg 10.08.2020 12:20
    Highlight Highlight Der Sieg Lukaschenko hat Peter Spuhler bestimmt sehr gefreut. Denn seine Stadler Rail macht ja dank und mit Lukaschenko in Weissrussland sehr lukrative Geschäfte.
    • GianniR 10.08.2020 14:16
      Highlight Highlight @HJ: Vielleicht würde Stadler ja lieber mit einem anderen Repräsentanten von Weissrussland Geschäfte machen ...
    • MartinZH 10.08.2020 14:54
      Highlight Highlight @Hans Jürg: Bei solchen Voten frage ich mich jeweils, was der genaue Zweck sein soll...

      Sollen sich die Menschen in Belarus einfach mit dem ausrangierten Rollmaterial aus dem Westen begnügen? Wäre das dann besser für Dich in der CH?

      Ausserdem würde ich P. Spuhler nicht unterstellen, dass er sich "gefreut" hat. Und Stadler Rail macht nicht "dank" Lukaschenko lukrative Geschäfte, sondern trotz ihm! – aber sicher v.a. dank den motivierten Mitarbeitern in Belarus. Belkommunmasch wäre längst pleite und inexistent ohne den Investitionen aus der CH.

      Ohne Wohlstand ist Demokratie immer schwierig...
    • Siru 10.08.2020 18:14
      Highlight Highlight Der Entscheid der Stadler Rail hat nichts mit der augenblicklichen Regierung und Politik zu tun, es ist rein geschäftlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basti Spiesser 10.08.2020 12:09
    Highlight Highlight 100T von 6.8Mio sind wieviel genau?
    • Cash 10.08.2020 13:31
      Highlight Highlight ungefähr wie 1.2 millionen in Berlin
    • So oder so 11.08.2020 21:26
      Highlight Highlight Hat Herr Dr. Ganser Bereits erklärt das wahrscheinlich die CIA dahintersteckt ?
  • Corto Maltese 10.08.2020 11:55
    Highlight Highlight Dass die Polizei auf Demonstranten einbrügelt ist nicht ein typisches Merkmal einer Diktatur. Das passiert in allen Regierungsformen und auch hierzulande. Die im Artikel gezeigten Bilder sind geografisch frei austauschbar.
    • MartinZH 10.08.2020 15:16
      Highlight Highlight Das stimmt absolut nicht!

      In der Schweiz beruht die Einsatz-Doktrin der Polizei bei Demonstrationen immer auf Distanz..! Aus diesem Grund kommen Gummi-Geschosse und Reizgas zur Anwendung.

      Es besteht in der CH der absolute Konsens, dass es bei Demonstrationen nie zu einer direkten Konfrontation (Prügel, etc.) zwischen der Polizei und Demonstranten kommen soll, dies im gegenseitigen Interesse, und weil das Demonstrationsrecht als demokratisches Grundrecht respektiert wird.

      Ein prügelnder Polizist wird i.d.R. aus dem Verkehr gezogen, ausser er muss sich selbstverteidigen.

      Achte einmal darauf!
  • Fabio Haller 10.08.2020 11:51
    Highlight Highlight Dass es eine Diktatur ist, stimmt absolut. Die letzte und einzige in Europa ist es aber sicherlich nicht.
    • CogitoErgoSum 10.08.2020 12:17
      Highlight Highlight Welche andere denn?
    • MartinZH 10.08.2020 12:51
      Highlight Highlight Hast Du Beispiele?

      Man sollte mit dem Wort "Diktatur" nicht so leichtfertig umgehen, denn wenn man andere Länder in Europa als Diktatur bezeichnet, entkräftet man die Bedeutung einer "richtigen" Diktatur wie in Belarus.

      Das ist so ähnlich, wie mit Nazi-Vergleichen: Sie sind angesichts der totalitären Grausamkeit nie angebracht, denn mit einem solchen Vergleich wird immer gleich das "absolut Schlimmste, das es je gegeben hat" relativiert. Visto?
    • MartinZH 10.08.2020 17:10
      Highlight Highlight @Fabio Haller & alle Blitzer:

      Ist doch billig, nicht? 🤔

      Da schreibt jemand in der Öffentlichkeit:
      "Die letzte und einzige [Diktatur] in Europa ist es aber sicherlich nicht."

      Man fragt nach einem Beispiel und es kommt nichts zurück...

      Logisch! Das ist vergleichbar mit dem populistischen Müll von der AfD, den "Reichsbürgern" oder sogar noch von "ganz rechten" SVP-lern..!

      Einfach nur Blödsinn: Diese Kreise behaupten ja, dass die EU insgesamt eine Diktatur sei.

      Leute, die meinen, dass es innerhalb von Europa weitere Diktaturen gibt, haben offensichtlich keine Ahnung von "wahren" Diktaturen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Emil Eugster 10.08.2020 11:30
    Highlight Highlight Sind diese Aufnahmen nun aus Minsk oder aus Pittsburg? Man sieht keinen Unterschied. Weshalb wird also das eine als Diktatur und das andere als Demokratie bezeichnet? Grund für die Proteste sind ja bei beiden die Unterdrückung von Teilen der Bevölkerung und im Besondern der schreiende Wahlbetrug der im Gang ist.
    • ostpol76 10.08.2020 12:09
      Highlight Highlight Hä? 🤔
    • GianniR 10.08.2020 14:21
      Highlight Highlight @Eugster: So einfach ist Die Welt nun auch wieder nicht, es darf schon ein bisschen differenziert werden.
      Schon Einstein soll gesagt haben: "Mach es so einfach wie möglich, aber nicht einfacher!"
    • Emil Eugster 10.08.2020 15:54
      Highlight Highlight ostpohl76 Portland natürlich (habe ich gleich nach meinem Kommentar gepostet, wurde aber nicht veröffentlicht)
      Aber ehrlich; Die Bilder von den Protesten aus Minsk, Weissrussland, das als Diktatur beschrieben wird unterscheiden sich nicht von denen aus Portland, USA, das als Demokratie gilt. Das ist erschreckend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 10.08.2020 11:20
    Highlight Highlight Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki fordert den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, auf, einen ausserordentlichen Gipfel des Europäischen Rates über die Ereignisse in Belarus einzuberufen.

    Das polnische Aussenministerium gab eine Erklärung ab, in der es die Aktionen der belarussischen Behörden gegen die Demonstranten verurteilt und Minsk auffordert, die Eskalation der Situation zu stoppen und die grundlegenden Menschenrechte zu respektieren.

    Polen äussert sich klar. – Warum nicht auch die CH?
    • Heidi Weston 10.08.2020 11:58
      Highlight Highlight Polen fordert die grundlegenden Menschenrechte zu respektieren?

      Polen?
      Benutzer Bild
    • Varanasi 10.08.2020 12:00
      Highlight Highlight Polen fordert die grundlegenden Menschenrechte zu respektieren.
      Auch Polen: LGBT freie Zonen im Land, gewünschter Austritt aus EU Abkommen für Frauenrechte, Einschränkungen für Schwangerschaftsabbrüche etc. etc.

      Löblich, dass sie sich für Weissrussland engagieren, aber eigentlich sollten sie erst mal vor der eigenen Haustür kehren. Doppelmoral lässt grüssen.
    • pacman8 10.08.2020 12:38
      Highlight Highlight Joah - wenn da mehr als Opportunismus und Trittbrettfahrerei dahinter ist, warum nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ast1 10.08.2020 11:18
    Highlight Highlight Bei der aktuellen geopolitischen Entwicklung scheint es leider so, dass es weder die einzige noch die letzte Diktatur in Europa sein wird. (Siehe z.B. was in Ungarn abläuft)
    • MartinZH 10.08.2020 12:15
      Highlight Highlight Ziemlich schiefer Vergleich!

      In Ungarn sind demokratische Wahlen zu 100% gewährleistet. Alle, die sich ernsthaft mit diesem Land befassen, würden dem nie widersprechen. Weder die EU noch die OECD. Ungarn hat lediglich ein rechtstaatliches Problem, wie die Judikative bestellt wird.

      Diesbezüglich hat Ungarn mehr gemein mit den USA als mit Belarus.

      Belarus ist demokratiepolitisch und in Bezug auf korrekte und unverfälschte Wahlen mehr mit Russland zu vergleichen, als mit europäischen Ländern innerhalb der EU.

      Man sollte Kraut und Rüben sowie Äpfel und Birnen nie einfach so zusammenmischen. 😉
    • MartinZH 10.08.2020 12:33
      Highlight Highlight Als kleiner Einblick zur aktuellen Situation in Ungarn eine Empfehlung:

      Das SRF-"Tagesgespräch" vom 5. August 2020.

      Die zwei starken Männer: Viktor Orban und Vladimir Putin

      https://m.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/die-zwei-starken-maenner-viktor-orban-und-vladimir-putin

      Putin und Orban – dieses Herrscherpaar wird von vielen oft im gleichen Atemzug genannt. Doch vergleichbar sind Vladimir Putin in Russland und Viktor Orban in Ungarn nicht. Weswegen, das erzählen David Nauer und Roman Fillinger.
    • Flexon 10.08.2020 15:13
      Highlight Highlight @MartinZH
      Und was ist mit dem kürzlich eingeführten fristlosen Notrecht?

      Und dem Zustand der freien Medien? Dieser ist zweifelsohne demokratierelevant.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Dörfu 10.08.2020 11:07
    Highlight Highlight Das sieht ja aus... wie in den U.S.A.!
  • geissenpetrov 10.08.2020 10:52
    Highlight Highlight Ein Freund, der als Tourist in Weissrussland war erzählte mir mal diese Geschichte:
    Im Jahre 2011 wurde als Zeichen des Protests heftig geklatscht auf Minsks Strassen.
    Darauf verbot Lukaschenko das Klatschen in der Öffentlichkeit.
    Das Gesetz wurde rückgängig gemacht, als der Präsident verdutzt feststellte, dass er bei seinen Ansprachen keinen Applaus mehr bekam.
  • murrayB 10.08.2020 10:39
    Highlight Highlight Bei diesen Bildern frage ich mich, wie sich eine Ex-SP-Nationalrätin Margareta Kiener Nellen für ein diktatorisch regiertes Land einsetzen kann - (Anmerkung - Sie ist Präsidentin des Freundschaftsvereins Schweiz-Belarus).

    • dan2016 10.08.2020 11:56
      Highlight Highlight habe ich mir auch gedacht. Normalerweise äussern sich Österreichische rechtsaussen Ex-FPÖ-Minister so, wie es die Kiener Nellen macht. Für mich ist sie als Vertreterin unserer Werte gestorben.
    • Emil Eugster 10.08.2020 12:04
      Highlight Highlight "Sie ist Präsidentin des Freundschaftsvereins Schweiz-Belarus"
      Sie schreiben es ja selber.
      Sie ist mit dem Land und der Bevölkerung befreundet.
      Wohl eher nicht mit Lukaschenko.
      Die Ems-Group hat aber laut ihrer Webpräsenz Geschäftspartner in Minsk und wie laufen Geschäftspartnerschaften in den Hauptstätten von Diktaturen? Niemals ohne den gnädigen Herrn Diktator finanziell zu beteiligen. Sollen wir da genauer hinschauen, wie die Ems in Belarus partnert oder lassen wir es dabei, dass sich Kiener Nellen für eine Demokratisierung des Landes einsetzt?
    • Mijasma 10.08.2020 12:12
      Highlight Highlight Da frage ich mich jetzt ist Freundschaft was böses? Warum sollte man der Bevölkerung keine Freundschaft entgegenbringen? Sollte man also die Bevölkerung auch noch Strafen weil sie von einem Diktator regiert wird? Ich verstehe nicht was sie damit sagen wollen?
      Oder haben sie Hinweise dafür, dass der am 18 Januar 2020 gegründete Verein in seiner Existenz von 7Monaten für den Diktator gearbeitet hat

      Ich glaube eher es ist ein kläglicher Versuch jemand zu diskreditieren ohne die geringste Aussagekraft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pede971 10.08.2020 10:38
    Highlight Highlight Die Bilder könnten genau so auch aus den USA stammen - ich würde keinen Unterschied erkennen ;)
  • Flexon 10.08.2020 10:33
    Highlight Highlight Wenn 80% noch nicht ganz alles sagt dann 80% + Hunderttausende auf den Strassen.

    Ich wünsche der Opposition alle Kraft der Welt um ihr Land zu befreien. So etwas darf es mitten in der EU nicht geben.
    • derEchteElch 10.08.2020 10:52
      Highlight Highlight Weissrussland ist nicht „mitten in der EU“. Die sind gar nicht in „der EU“.

      Aber ich weiss was Sie meinen (Europa). Achten Sie bitte auf Ihr Wording.
    • NullAchtFünfzehn 10.08.2020 10:57
      Highlight Highlight @Flexon: Mitten in der EU?
      Weissrussland ist, als ehemalige Republik innerhalb der UDSSR, Mitglied der GUS, aber nicht Mitglied der EU!
    • Flexon 10.08.2020 11:22
      Highlight Highlight @derEchteElch
      "Mitten in der EU" ist ungenau, Ok. Es grenzt aber immerhin an drei EU-Länder.

      @NullAchtFünfzehn
      Ich habe auch nichts von Mitgliedschaft geschrieben. Die Schweiz befindet sich z.B. mitten in der EU.
  • Ravel 10.08.2020 10:27
    Highlight Highlight Es macht mich einfach immer wieder so wütend zu sehen, wie viele Länder und Menschen über Jahrzehnte darin behindert werden, für sich und ihre Mitmenschen eine bessere Welt zu schaffen, weil ein paar wenige es schaffen, zu lügen und zu betrügen. Einfach nur zum Kotzen, es wird sich NICHTS ändern, obwohl so viele diesen Typen längstens weg von der Macht sehen wollen! Dem Land werden unzählige Möglichkeiten genommen, sich weiterzuentwickeln. Ekelhaft!
  • Der Buchstabe I 10.08.2020 10:24
    Highlight Highlight In solchen Diktaturen frage ich moch immer wieder, wie Polizei und Armee Nachwuchs anwerben? Wie kann es sein, dass die immer so grosse Polizeitruppen haben, die hirnlos aus Demondtranten losgehen?
    • Garp 10.08.2020 11:29
      Highlight Highlight Es gibt in allen Diktaturen genug Leute, die eine Diktatur wollen und sich einen Vorteil davon versprechen, sonst gäbe es keine Diktaturen.
    • Jozo 10.08.2020 11:36
      Highlight Highlight Job/Lohn Sicherheit und eine Chance aufzusteigen bei Loyalität.
    • MartinZH 10.08.2020 12:03
      Highlight Highlight In der DDR gab es für Leute, die bei der Stasi unterschrieben haben, z.B. eine Wohnung, einen überdurchschnittlichen Lohn, eine gute Ausbildung (Studium), früher ein Auto, eine bessere Stelle für die Ehefrau, eher einmal eine Auslandreise (z.B. nach Ungarn oder sogar in den Westen), etc. Diese Diktatur hat es immer geschafft, genügend Leute "für den Staat" anzuwerben, denn es gab eine Menge Privilegien.

      In Belarus ist die Situation zwar nicht 1:1 vergleichbar. Aber für Leute "beim Staat" gibt es nach wie vor viele Privilegien.

      Viele wollen ihre Heimat nicht verlassen. Eine Art "Arrangement".
    Weitere Antworten anzeigen
  • The hard Blob 10.08.2020 10:03
    Highlight Highlight Na ja, ich glaube gerne dass es dort eine Diktatur ist, aber in Frankreich (z.B) sieht man die selben und noch brutalere Bilder und da spricht niemand von Diktatur...
    • Basti Spiesser 10.08.2020 12:17
      Highlight Highlight Wir sind die Guten.
  • endell 10.08.2020 10:03
    Highlight Highlight Es ist längst überfällig, dass dieser Diktator wegkommt! Offensichtlich gefälschte Wahlen und Repression seit Jahrzehnten, unterdessen macht sich das Regime ja nicht einmal mehr die Mühe, zumindest dem Schein nach Gerechtigkeit zu wahren.
    Die Tatsache, dass die Bevölkerung zu weiten Teilen trotz sehr realen Repressalien protestiert zeigt, wie verzweifelt sie unterdessen ist.
    Ich würde mir hier auch ein (noch) klareres Handel der EU und Russlands wünschen.
    Und Sicherheitskräfte, die es wagen, sich mit den Protestierenden zu solidarisieren.
    • MartinZH 10.08.2020 11:38
      Highlight Highlight Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, hat gesagt, dass Gewalt gegen Demonstranten in Belarus die Situation mit den Protesten nach den Präsidentschaftswahlen nicht löst.

      Und der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki forderte den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, auf, einen ausserordentlichen Gipfel des Europäischen Rates über die Ereignisse in Belarus einzuberufen.

      Nun: Die EU schläft nicht, so wie die (neutrale) Schweiz. Es würde der Schweiz gut anstehen, sich auch klar zu äussern.
  • trichie 10.08.2020 09:43
    Highlight Highlight Ich seh hier eine beängstigende Tendenz... wenn immer mehr solche Bilder über Polizeigewalt und -Willkür aus allen möglichen Ländern verbreitet werden (ich sag nur Portland) wird das dazu führen dass auch in Ländern wie der Schweiz die Polizei nicht mehr als der Freund und Helfer wahrgenommen wird der sie eigentlich ist bzw sein sollte, sondern als Institution mit der man auch als unbescholtener Bürger bestenfalls nichts zu tun haben will und die man dann auch als Bürger nicht mehr zur Hilfe holen will wenn es irgendwo Probleme gibt.
    • endell 10.08.2020 10:34
      Highlight Highlight Leider ist das in einigen anderen Ländern die Realität. Und somit müssen diese Bilder auch gezeigt werden.

      Ich hoffe natürlich auch, dass sich dies nicht negativ auf das Verhältnis zwischen Polizei und Bevölkerung in der Schweiz auswirkt. Aber ich zähle da auch auf differenziert denkende Leute, die nicht von einer brutalen Polizeiaktion in Minsk oder Santiago auf die hilfsbereite Dorfwache in der Schweiz schliessen. Und auf die lokale Polizei, die sich die Mühe gibt, sich entsprechend zu verhalten.
    • Gipfeligeist 10.08.2020 10:44
      Highlight Highlight @trichie

      Da würde ich Ihnen nicht zustimmen. Wenn diese Bilder nämlich nicht an die öffentlichkeit kämen, könnten diese Verbrechen nie aufgezeigt werden. Jetzt (durch Internet und Globalisierung) ist der Zeitpunkt, um sich gegen diese Ungerechtheit zu wehren.

      Ich finde eher, dass dies zu einer besseren Einschätzung der Staatsgewalt auch bei uns führt: natürlich haben wir diese Probleme nicht im gleichen Masse (und zB darüber auch keine Videos). Aber auch bei racial profiling ist die CH-Polizei nicht fair und darüber dürfen wir nun ausgewogener diskutieren!
    • derEchteElch 10.08.2020 10:54
      Highlight Highlight Wenn Sie die Polizri in der Schweiz nicht als Freund und Helfer wahrnehmen wollen (!), dann werden Sir dies früher auch nicht tun.

      Die Polizei hier macht einen guten Job, man muss einfach aufhören, sie überall kontrollieren und reinreden zu wollen. Das können Sie nämlich auf anderen Wegen tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 10.08.2020 09:39
    Highlight Highlight Und darum lobe ich unsere direkte Demokratie mit einer grossen Parteienvielfalt.
  • Menel 10.08.2020 09:38
    Highlight Highlight So sieht eine Diktatur aus! Das sollten sich mal die Herren und Frauen Demonstranten, die das Gefühl haben, wir leben wegen Covid nun in einer Diktatur, genauer anschauen.
    • Carry62 10.08.2020 11:59
      Highlight Highlight @Menel: Dies ist der erste Kommentar von Dir, mit welchem ich mich zu 100% identifizieren kann 😉👍
    • Dirk Leinher 10.08.2020 14:38
      Highlight Highlight @menel
      Und wenn diese doofen Demonstranten die Demo nicht friedlich beendet hätten?
      Sie spielen das Spiel "Gute Demonstraanten, schlechte Demonstranten", was ich recht heuchlerisch finde.
    • Swen Goldpreis 10.08.2020 23:53
      Highlight Highlight Glauben die Demonstranten denn das wirklich? Ich habe - zugegeben aus der Ferne und durch Fernsehinterviews - eher das Gefühl, dass es es den Leuten darum geht, solche Verhältnisse zu verhindern.

      Ich finde, das ist ein ziemlich grosser Unterschied, ob man unter totalem Realitätsverlust leidet oder sich Sorgen macht um die Zukunft des Landes - jetzt einmal unabhängig davon, ob die berechtigt sind oder nicht.
  • John Henry Eden 10.08.2020 09:34
    Highlight Highlight Weiss nicht, was schlimmer ist. Ein Diktator, der nie ehrlich war oder eine demokratische Regierung, die es nicht mehr ist.
    • Mr. Malik 10.08.2020 11:53
      Highlight Highlight Diktator
    • ostpol76 10.08.2020 12:13
      Highlight Highlight Eine demokratische Regierung kann aber abgewählt werden ansonsten ist es keine demokratische Regierung.
  • chnobli1896 10.08.2020 09:32
    Highlight Highlight Wäre die Polizei nicht eigentlich zum Schutz der Bevölkerung da?
    • Firefly 10.08.2020 10:12
      Highlight Highlight Dies ist einer der Unterschiede zwischen einer Demokratie und einer Diktatur. In einer Demokratie ist die Polizei nicht eigentlich zum Schutz der Bevölkerung da. In einer Diktatur zum Schutz des Diktators.
    • Fretless Guy 10.08.2020 10:21
      Highlight Highlight Nicht in BY
      Aber das Problem ist viel tiefgreifender, denn viele Ältere mögen den Typen tatsächlich und die haben mit Blick nach Russland Angst davor, dass ihre Renten auch nichts mehr wert sind. AL steht da für eine gewisse "Stabilität"
    • [Nickname] 10.08.2020 10:40
      Highlight Highlight Sorry aber das ist sehr naiv...
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  • Coffeetime ☕ 10.08.2020 09:31
    Highlight Highlight Ich bin einfach sprachlos. Aber es war absehbar, dass dieser "feine Herr" seinen Posten nie freiwillig räumen würde. Und noch weniger für eine junge Frau. Das passt gar nicht in sein Weltbild.

    Die früheren Sanktionen waren wohl nicht erfolgreich. Und die Gefolgschaft hat viel zu verlieren. Ich hoffe, das Volk hat viel durchhaltewillen, diesen Diktator zu stürzen, da Veränderungen von Innen kommen müssen. Wir sollten jedoch bei Hilfefragen bereit sein, Unterstützung zu leisten.
  • MeineMeinung 10.08.2020 09:31
    Highlight Highlight 80.23%? Ja natürlich..........da ist sicher alles mit rechten Dingen zu und her gegangen
  • Firefly 10.08.2020 09:23
    Highlight Highlight Die Unzufriedenheit wächst (fast) überall in der Welt.
    • du_bist_du 10.08.2020 09:30
      Highlight Highlight Ich mag Diktaturen nicht sonderlich. Ob allerdings Demokratie nach unserem Verständnis für jedes Land so toll funktionieren wird. So auf die Schnelle... Nun ja.
    • De-Saint-Ex 10.08.2020 09:46
      Highlight Highlight Was soll das? Siehst Du Belarus überall auf der Welt?!
    • Firefly 10.08.2020 09:58
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex nein I see (big big) problems down the line
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  • swisskiss 10.08.2020 09:23
    Highlight Highlight Nein! Bilder beweisen gar nichts. Solche Bilder könnten überall entstanden sein, wo Mensch auf Staatsgewalt trifft. Egal ob Honkong, BLM, gilets jaunes oder unsere Freunde der "Freiheit ohne Maske." Bilder sind beliebig. Fakten nicht.
    Es sind Dinge, wie Pressefreiheit, Korruption oder Gewaltentrennung, die aufzeigen, wie demokratisch ein Land ist und nicht protestierende Menschen.
  • So en Ueli 10.08.2020 09:14
    Highlight Highlight Pssst, jemand soll dem Donnie sagen, dass es dort Öl gibt. Eventuell sendet er dann friedliche Demokratie Vollstrecker dorthin. Einfach dem Putin nichts davon erzählen.
  • Vinzenth 10.08.2020 09:13
    Highlight Highlight Die selben Bilder könnten auch aus Macrons Frankreich sein.
  • B. Bakker 10.08.2020 09:10
    Highlight Highlight Krasse Bilder. Episode 8 von 2020 enttäuscht nicht bis jetzt.

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