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Mutmasslicher Attentäter von Edmonton lebte bis 2012 in den USA



Nach dem Fahrzeug-Attentat in der kanadischen Stadt Edmonton sind weitere Einzelheiten zu dem Attentäter bekannt geworden.

Wie die kanadische Regierung am Mittwoch mitteilte, hatte der Flüchtling aus Somalia zunächst in den USA gelebt, nach einer Abschiebungsanordnung aber Asyl in Kanada beantragt.

Der 30-jährige Abdulahi Hasan Scharif habe 2012 seinen Asylantrag gestellt, erklärte Einwanderungsminister Ahmed Hussen. Noch im selben Jahr sei ihm der Flüchtlingsstatus zuerkannt worden.

Der Täter hatte am Samstagabend vor einem Stadion in der 800'000-Einwohner-Stadt Edmonton einen Polizisten angefahren und dann mit einem Messer auf den Beamten eingestochen. Später verletzte er mit einem Miet-Lastwagen vier weitere Menschen im Stadtzentrum. Er wurde unmittelbar danach festgenommen. In seinem Auto wurde eine Fahne der Dschihadistenmiliz Islamischer Stat (IS) gefunden.

Prozesse nicht korrekt gelaufen

Nach Angaben der US-Einwanderungsbehörde hatte Sharif 2011 vier Monate in Kalifornien in Haft gesessen. Ein Richter ordnete seine Abschiebung an. Sharif habe die Entscheidung nicht angefochten und sei im November 2011 freigelassen worden, weil die Abschiebung in «absehbarer Zeit» nicht durchführbar erschienen sei. Im Januar 2012 habe er sich dann seiner Abschiebung widersetzt und sei nicht mehr auffindbar gewesen.

Premierminister Justin Trudeau kündigte eine «genaue» Überprüfung von Sharifs Asylverfahren in Kanada an. Wie in Europa gibt es auch zwischen den USA und Kanada eine sogenannte Drittstaatenregelung, wonach Flüchtlinge ihren Asylantrag in dem Land stellen müssen, in das sie als erstes eingereist sind. Die kanadischen Behörden hätten Sharif also in die USA zurückschicken müssen. (sda/afp)

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