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Dutch cyclist Dylan Groenewegen crashes to the ground as a bicycle is flying overhead in a major collision on the final stretch of the opening stage of the Tour de Pologne race in Katowice, Poland, Wednesday, Aug. 5, 2020. The crash began with Groenewegen colliding with another Dutchman sprinting for the win, Fabio Jakobsen, who was hospitalized in serious condition and put into an induced coma. Jakobsen was declared the winner of the opening stage and Groenewegen was disqualified. (AP Photo/Tomasz Markowski)
Dylan Groenewegen

Groenewegen (links) löste den Massensturz nach einem Ellbogen-Check gegen Konkurrent Jakobsen aus. Bild: keystone

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Horror-Crash an der Polen-Rundfahrt



Nach dem schweren Sturz des niederländischen Radprofis Fabio Jakobsen an der Polen-Rundfahrt leitete die Staatsanwaltschaft in Polen Ermittlungen ein. Die Behörde will herausfinden, ob jemand Schuld an der Verletzung Jakobsens und eines Funktionärs trägt, oder ob alles die Folge eines Unglücks war.

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Der folgenschwere Sturz in Kattowitz. Video: streamable

«Wir haben bislang drei Zeugen angehört, darunter auch einen Vertreter der Organisatoren des Rennens», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Katowice laut der Nachrichtenagentur PAP.

Die Staatsanwaltschaft wolle auch das Beweismaterial analysieren. Zuvor habe die Polizei unter anderem die Rennvelos und Videoaufnahmen vom Unfallhergang sichergestellt.

Jakobsen war am Mittwoch im Zielsprint der 1. Etappe bei hoher Geschwindigkeit direkt in die Absperrgitter gekracht und regungslos liegengeblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. Jakobsen überstand eine fünfstündige Operation und wurde in ein künstliches Koma versetzt. (ram/sda/dpa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum 07.08.2020 13:06
    Highlight Highlight In meinen Augen teilt sich die Schuld paritätisch auf die folgenden drei Akteure:
    1. die Organisatoren der Polen-Rundfahrt, die den letzten, abfallenden Kilometer der Etappe mit dermassen unsicheren Gittern "gesichert" haben.
    2. der Rennkommissär der UCI, der diese Zielankunft inspiziert und für sicher befunden hat.
    3. Dylan Groenewegen als Auslöser der Massensturzes.

    Die Streckenbegrenzung ist zwingend so zu gestalten, dass sie Rennfahrer und Publikum auch bei Stürzen sicher separiert und dass zu Fall kommende Fahrer nicht abrupt abgebremst werden. Beides war hier nicht der Fall.
    • N. Y. P. 07.08.2020 13:41
      Highlight Highlight Absolut einverstanden.

      Nur würde ich 1. und 2. je 15%
      Und Groenewegen 70% Schuld geben. Er hat erst nach rechts gezogen, als Jakobsen zum Überholen ansetzte.
    • Magnum 07.08.2020 14:14
      Highlight Highlight Wenn 1. und 2. nicht wären, wäre Jakobsen mit Prellungen und Schürfungen davon gekommen. 3. passiert leider immer wieder in Massensprints. Darum ist es (wäre es...) umso wichtiger, dass bei 1. und 2. keine Schlamperei Einzug hält.
    • N. Y. P. 07.08.2020 14:39
      Highlight Highlight @Magnum

      und bei 3. endlich mal eine drakonische Strafe für das Abdrängen gefällt wird. Nur weil es immer wieder vorkommt, heisst das nicht, dass man es als gottgegeben hinnehmen muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nurmalso 07.08.2020 12:26
    Highlight Highlight Abgesehen davon das die Beine der Metallgitter immer wieder für unfälle sorgten, wurde er so hart abgedrängt, dass man durchaus von Mutwilligkeit sprechen muss.
  • insert_brain_here 07.08.2020 11:03
    Highlight Highlight Sind solche Metallgitter normal als Streckenbegrenzung eines Radrennens? Sieht für mich nach einer Todesfalle aus.
    • SeboZh 07.08.2020 12:36
      Highlight Highlight Ja die sind relativ weit verbreitet
    • Magnum 07.08.2020 13:13
      Highlight Highlight NEIN.
      Diese Gitter waren und sind für ein Radrennen komplett ungeeignet. Und sie sind nicht weit verbreitet. Was weit verbreitet ist, sind die klassischen Vaubans aka Mannheimer Gitter. Idealerweise leicht von der Strassenmitte abgewinkelt und ohne hervorstehende Füsschen.

      Es darf auf keinen Fall passieren, dass
      1. sich die Gitter voneinander lösen und auf die Rennstrecke geschleudert werden, wo sie weitere Stürze verursachen.
      2. die Gitter einen stürzenden Fahrer abrupt abbremsen.
      3. ein Fahrer so einfach über die Gitter geschleudert werden kann.
    • insert_brain_here 07.08.2020 14:57
      Highlight Highlight @Magnum: Also mir machen auch in dieser Variante die senkrechtem Gitterstäbe sorgen. Da passt das Vorderrad genau rein und ab geht das Katapult. Ist mir schon klar dass es nicht schmerzfrei abgehen kann wenn man auf einem Fahrrad mit 80km/h und dem Äquivalent eines feuchten Taschentuchs am Hintern irgendwo reinrauscht, aber kann man da keine Matten oder so rüberlegen? 🤔

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