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EU-Länder exportieren rund 30 Prozent weniger in die USA

epa12456525 Trucks wait by stacks of shipping containers at the Port of Los Angeles in Los Angeles, California, USA, 15 October 2025. The US and China began charging additional port fees on 15 October ...
Im Hafen von Los Angeles warten Lastwagen neben Stapeln von Schiffscontainern.Bild: keystone

EU-Länder exportieren rund 30 Prozent weniger in die USA

28.05.2026, 15:3228.05.2026, 15:32

EU-Länder haben im ersten Quartal 30,4 Prozent weniger Waren in die USA exportiert als im Vorjahreszeitraum. Dennoch blieben die USA mit einem Anteil von 18,6 Prozent an allen Exporten das wichtigste Exportziel der EU – dem Zoll-Streit zum Trotz, wie aus Zahlen des Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Den Angaben zufolge exportierte die EU im Zeitraum zwischen Januar und März dieses Jahres Waren im Wert von 119,4 Milliarden Euro in die USA.

Auch die Exporte in andere Länder sanken. So wurden 8,2 Prozent weniger in die Türkei und 7,9 Prozent weniger nach China exportiert. Insgesamt exportierte die EU Waren im Wert von 640,5 Milliarden Euro an Nicht-EU-Länder. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gingen die Exporte demnach um 8,8 Prozent zurück.

Mit einem Anteil von 13,8 Prozent und exportierten Waren im Wert von 88,7 Milliarden Euro war Grossbritannien nach den USA der zweitwichtigste Exportpartner der EU. Darauf folgten die Schweiz, China und die Türkei.

Auch Importe nahmen ab

Nicht nur die Exporte, auch die Importe nahmen im ersten Jahresquartal ab. Waren im Wert von 627,8 Milliarden Euro wurden eingeführt (minus 3,3 Prozent). Aus der Türkei nahmen die Einfuhren um 7,5 Prozent, aus den USA um 5,7 Prozent und aus Grossbritannien um 3,4 Prozent ab.

Mit einem Anteil von 23,1 Prozent aller Importe war China mit 145,3 Milliarden der wichtigste Lieferant der EU. Darauf folgten die USA, Grossbritannien, die Schweiz und die Türkei.

Zoll-Streit zwischen der EU und USA

Zwischen den USA und der Europäischen Union schwelt seit mehr als einem Jahr ein Zoll-Streit. US-Präsident Donald Trump drohte der EU mit Strafzöllen. Um einen Handelskrieg abzuwenden, liess sich die EU im vergangenen Sommer auf ein umstrittenes Zoll-Abkommen ein. Erst vergangene Woche machten EU-Vertreter den Weg für dessen vollständige Umsetzung frei. (sda/awp/dpa)

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41 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chluisi
28.05.2026 18:04registriert August 2024
Die US schulden Europa Billionen Euros von den Technofirmen, die keine Steuern zahlen. Europa muss sich diversifizieren und sich abwenden von neofaschistischen Mafiastaaten, von denen man systematisch betrogen wird.
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Swen Goldpreis
28.05.2026 17:17registriert April 2019
Eigentlich sind die Zahlen immer noch recht gut, wenn man bedenkt, welchen Vollpfosten die USA an die Spitze gewählt haben. Ich hätte da eigentlich einen stärkeren Rückgang erwartet.

Aber generell finde ichs eh keine schlechte Sache, wenn der Welthandel etwas zurückgeht. Es gibt wirklich keinen Grund, US-Produkte zu kaufen, wenn man auch europäische haben kann. Gleiches für China.

Wichtig wäre nur, dass die EU eine kluge Industriepolitik betreibt, damit auch wirklich wieder mehr hier produziert wird. Gerade in Ländern wie Rumänien wären die Arbeitskosten ja auch nicht höher als in China.
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Macca_the_Alpacca
28.05.2026 19:32registriert Oktober 2021
Mit den USA sollte man gar keinen Handel treiben. Kein Handel = Kein Zoll.
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