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Hegseth: Guantánamo-Häftlinge hätten längst hingerichtet werden sollen

U.S. Defense Secretary Pete Hegseth delivers a speech at the US cemetery to commemorate the 82nd anniversary of the D-Day landings, in Colleville-sur-Mer, Normandy, France, Saturday, June 6, 2026. (AP ...
US-Kriegsminister Pete Hegseth hätte die Häftlinge wohl bereits hinrichten lassen.Bild: keystone

Hegseth spricht sich für Hinrichtung von Guantánamo-Häftlingen aus

11.06.2026, 07:5711.06.2026, 07:57

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich nach einem Besuch des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf Kuba für eine Hinrichtung der dort in einem Gefangenenlager Inhaftierten ausgesprochen. «Meiner persönlichen Meinung nach hätten die Häftlinge in Guantánamo wegen ihrer Verbrechen gegen das amerikanische Volk schon längst hingerichtet werden sollen», sagte er vor Journalisten in Tampa im US-Bundesstaat Florida.

Hegseth reagierte damit auf die Frage einer Journalistin, die wissen wollte, warum die 15 noch verbliebenen Häftlinge in Guantánamo Bay nicht hingerichtet würden, um den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Nach Angaben des Pentagons von Anfang 2025 wurden von den 15 Häftlingen bislang nur zwei von Militärgerichten verurteilt, gegen sieben weitere laufen demnach noch Verfahren.

Umstrittener Militärstützpunkt Guantánamo

Der Militärstützpunkt von Guantánamo Bay liegt an der südöstlichen Küste Kubas. Das Territorium steht seit 1903 wegen eines umstrittenen Pachtvertrags unter US-Kontrolle. Seit dem Sieg der kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 betrachtet Kuba den unbefristeten Vertrag als ungültig.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichteten die Vereinigten Staaten in Guantánamo ein umstrittenes Gefangenenlager. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Mutmassliche islamistische Terroristen wurden dort lange ohne Prozess festgehalten, teils auch gefoltert.

Die Bemühungen mehrerer US-Regierungen, das Gefängnis ganz zu schliessen, scheiterten lange daran, dass es an Ländern mangelte, die die verbliebenen Häftlinge aufnehmen. Menschenrechtsgruppen kritisieren die andauernde Inhaftierung der verbliebenen Männer sowie den Einsatz von Militärgerichten gegen die Häftlinge. (nil/sda/dpa)

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chuchichäschtli
11.06.2026 08:44registriert März 2022
Guantánamo Bay wurde nicht unbefristet verpachtet, sondern war ursprünglich 1903 auf 99 Jahre befristet, wonach diese dann einseitig auf unbefristet verlängert wurde.
Die Amis befinden sich dort widerrechtlich auf fremdem und von ihnen besetzten Territorium auf dem nicht einmal amerikanisches Recht zählt und ist damit einfach ein rechtsfreier Raum.
Gringos go out of Cuba!
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rindi
11.06.2026 08:24registriert November 2023
Also muss er konsequent bleiben & auch seine eigene Exekution, von Trömp & seiner Regierung fordern. Denn diese hat ja auch alles gegen die USA getan.
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Enzasa
11.06.2026 08:39registriert August 2016
Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Verfahren größtenteils einfach nur eine Schande. Der jahrelange Aufenthalt schürt natürlich die Ängste, die Person könnte wirklich ein Terrorist sein. Wer will dieses Risiko eingehen? Warum gibt es keine Prozesse, die den Aufenthalt rechtfertigen oder die Freiheit gewährleisten. Weil Rache bedient werden soll? Weil man natürlich, keinen einzigen Fehler eingestehen darf?
Die Aussage mit der Hinrichtung verdeutlicht, wie wenig dein Leben wert ist, wenn sie dich auf die falsche Seite geschubst haben.
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