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Neue Drohnen für die Schweizer Armee: das können sie

Soldaten posieren mit einer First Person View (FPV) Angriffsdrohne an einem Medienanlass der Schweizer Armee zur Einbindung von Drohnen in Kampfverbaende, am Montag, 18. Mai 2026, auf dem Schiessplatz ...
Soldaten lassen auf dem Schiessplatz Wichlen eine Drohne steigen.Bild: keystone

Neue Drohne für die Armee: Teuer wie ein Auto, lautlos und passt in jede Hosentasche

Neben Aufklärungsdrohnen hat die Armee neu auch Angriffsdrohnen. Auf dem Schiessplatz Wichlen im Kanton Glarus wurden sie mit dem Panzerbataillon 13 getestet.
18.05.2026, 17:0518.05.2026, 17:05
Othmar von Matt / ch media

Da sind zuallererst die Aufklärungsdrohnen. Die Armee stellt den Journalisten an einem Fachgespräch drei Typen vor, die sie mit der Rüstungsbotschaft 2025 nachbeschafft hat. Anders als noch vor kurzem will sie die Namen der Systeme nicht mehr preisgeben – nach voller Transparenz in Friedenszeiten ist wieder Verschwiegenheit gefragt. Ein Feind soll möglichst wenig erfahren.

Trotzdem ist der Name der extravagantesten Schweizer Aufklärungsdrohne bekannt. Es handelt sich um die Mikrodrohne Black Hornet der US-Firma Teledyne FLIR Defense. Mit dem Rüstungsprogramm 2025 dürfte die Schweiz wohl auch die neuste Version, Black Hornet 4, beschafft haben.

Ein Soldat zeigt eine Black Hornet 3 Drohne, anlaesslich eines Truppenbesuchs von Bundesrat Martin Pfister nach einer Medienkonferenz ueber die Sicherheitspolitik, am Montag, 26. Mai 2025, auf dem Waf ...
Wie ein Kleinsthelikopter: die Black Hornet 3 Drohne.Bild: KEYSTONE

Die Mikrodrohnen sehen aus wie Miniaturhelikopter. Sie wiegen 70 Gramm, fliegen 30 Minuten und erreichen Geschwindigkeiten von 36 Stundenkilometern. Ihr Markenzeichen: Sie sind nur schwer zu entdecken und so leise, dass man sie selbst dann nicht hört, wenn man sich nur drei Meter entfernt befindet. Black Hornet wird in Häusern eingesetzt. Wieviel sie kostet, gibt die Armee nicht bekannt. Klar ist: Es geht um einen Betrag, für den man einen Kleinwagen kriegt.

Die neuen Angriffsdrohnen der Armee

Am Fachgespräch zeigt die Armee auch drei Systeme von Angriffsdrohnen. Sie wurden neu beschafft. Das einfachste System ermöglicht den Milizangehörigen einen schnellen Know-how-Aufbau. Die komplexeste Angriffsdrohne fliegt 150 bis 200 Stundenkilometer. Gesteuert wird sie über «First-person View» (FPV): mit Brille. Armeeangehörige benötigen fünf Wochen Schulung für sie. Dazu kommt eine Taktik-Schulung von fünf Tagen.

Am Montag testete die Armee die Angriffsdrohnen in einem Feldversuch mit dem Panzerbataillon 13 auf dem Schiessplatz Wichlen im Kanton Glarus. Geklärt werden sollen viele Fragen: Wie integriert man Angriffsdrohnen in Kampfverbände? Wo stellt man Drohnenpiloten hin? Wie funktioniert die Kommunikation?

Soldaten posieren mit einer First Person View (FPV) Angriffsdrohne an einem Medienanlass der Schweizer Armee zur Einbindung von Drohnen in Kampfverbaende, am Montag, 18. Mai 2026, auf dem Schiessplatz ...
Der Pilot steuert die Drohne über eine FPV-Brille.Bild: keystone

«Drohnen sind nicht mehr wegzudenken aus dem militärischen Gefechtsfeld», sagt Divisionär Yves Gächter, der Nachfolger von Benedikt Roos als Kommandant Heer. «Sie tragen wesentlich dazu bei, dass das Gefechtsfeld transparent wird. Dazu kommt, dass sie auf immer grössere Distanz sehr präzise Wirkung erzielen.» Das zeige sich in allen aktuellen Konflikten – von der Ukraine über den Südlibanon bis nach Mali.

Wo steht die Schweiz im internationalen Vergleich? «Es gibt Armeen, die weiter sind als wir», sagt Divisionär Gächter. Mit der Armeebotschaft 2026 mache die Schweiz aber einen grossen Schritt: Die Armee will für 70 Millionen Franken Abwehrsysteme beschaffen gegen Mini-Drohnen. Damit sollen militärische Verbände, Zivilbevölkerung und kritische Infrastrukturen geschützt werden. «Dieser Schritt ist überfällig», sagt Divisionär Gächter, «das gebe ich schon zu.»

Ein Soldat zeigt eine Angriffsdrohne an einem Medienanlass der Schweizer Armee zur Einbindung von Drohnen in Kampfverbaende, am Montag, 18. Mai 2026, auf dem Schiessplatz Wichlen in Elm. (KEYSTONE/Gia ...
Auch Material – wie ein Hohlladungskörper – kann an der Drohne befestigt werden.Bild: keystone

Im Juli 2023 hatte die Armee das «Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik» gegründet. Ein Jahr später kam eine Task Force Drohnen von Verteidigungsdepartement und Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) hinzu. Ziel ist es, ein Drohnen-Ökosystem für die Schweiz zu entwickeln.

Noch braucht es aber ausländische Systeme, um den Kompetenzaufbau zu sichern. Ein Beispiel ist die spektakuläre Mikro-Aufklärungsdrohne Black Hornet 4. (aargauerzeitung.ch)

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107 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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HappyUster
18.05.2026 18:26registriert August 2020
Und natürlich... Trommelwirbel ...hat man sich für ein US-Amerikanisches System entschieden🫩
Kostet soviel wie ein Auto🤯
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salamikoenig
18.05.2026 17:53registriert Juli 2017
Das zeigt dann wohl, dass die schweizer Armee aus dem Ukrainekrieg exakt nichts gelernt hat...
Die dinger müssen günstig und in maximaler Stückzahl vorhanden sein...
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Durchschnittsbürger
18.05.2026 17:59registriert Juni 2022
Hatte die „Black Hornet“ Drohne bereits in mehreren Dienstleistungen in meinem Kampfzug integriert. Die Piloten werden in den WKs für 2-3 Tage ausgebildet und „dürfen“ dann hauptsächlich im Freien rumfliegen. Die Drohne wäre aber vor allem für das Gebäudeinnere gedacht.

Blöd nur, dass die Sicherheitsvorschriften ein Fliegen verbieten, sobald der Niederschlag Nieselregen übersteigt. Zudem kann man sich vorstellen wie tauglich eine 33g-Drohne bei Windböen im offenen Gelände ist.

Riesige Kosten für sehr wenig gefechtstechnischen Vorteil.
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