Wie aus der P320 eine treffsichere und zuverlässige Armeepistole werden soll
Wie Rückmeldungen zur bisherigen P320-Recherche zeigen, sorgen sich Armeeangehörige, ob sie eine wirklich zuverlässige und sichere Pistole erhalten.
Die von watson publik gemachten Details zum Auswahlverfahren bringen auch Beschaffungsfachleute und ausgewiesene Waffenexperten ins Grübeln.
In der nationalen Politik scheint das Problembewusstsein hingegen kaum vorhanden zu sein. Umso wichtiger ist es darum, grösstmögliche Transparenz zu schaffen.
watson hat bei SIG Sauer nachgehakt.
Für eilige User: Am Ende des Beitrags folgt eine Zusammenfassung in wenigen Punkten.
Apropos Transparenz: Wir stellen die bislang ausgewerteten, vom Bund freigegebenen Berichte nun zur freien Ansicht und als Download zur Verfügung.
Wo ist das Problem?
Der Schweizer Rüstungschef Urs Loher hat sich bei der neuen Armeepistole über die klare Empfehlung der eigenen Fachleute hinweggesetzt und sich für ein Modell entschieden, das es so gar nicht gab.
Armasuisse und Armee testeten das amerikanische Original – und die Waffe fiel technisch durch. Nun soll es ein Modell mit «Swiss Finish» richten.
Noch ist nicht bekannt, was die von SIG Sauer beim Pistolenmodell P320 durchzuführenden technischen «Nachbesserungen» tatsächlich bringen werden.
Zur Erinnerung: Die P320 erfüllte ein zentrales technisches «MUSS-Kriterium» nicht, die Störrate war zu hoch. Das heisst, die Pistole erwies sich in standardisierten Tests als unzuverlässig. Und in den militärischen Truppenversuchen zeigten sich weitere Probleme.
Laut Loher ist das alles lösbar.
Gemäss Mitteilung vom Dezember 2026 verlangt Armasuisse «nachqualifizierbare Anpassungen», die auf «konstruktiv lösbare Aspekte wie Ergonomie und Komponentenrobustheit» zurückzuführen seien.
In einem Hintergrundgespräch, das watson im Februar beim Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) führen konnte, verwiesen die Verantwortlichen bei Detailfragen zu den Nachbesserungen auf den Hersteller.
Doch SIG Sauer Schweiz schweigt.
Was Mitte März aufhorchen liess, war die Äusserung von Armasuisse, dass es sich bei der modifizierten P320 nicht um eine «Sonderanfertigung» handle.
Eine Pistole, die technische Anpassungen benötigt, um in der Evaluation festgestellte Mängel zu beheben, ist faktisch eine Sonderanfertigung. Oder nicht?
Nun gilt es im Interesse der Schweizer Soldatinnen und Soldaten zu klären, wie der Hersteller seine «eingeschweizerte» Pistole einsatzfähig macht.
Was sind die wichtigsten ungeklärten Fragen zur Armee-P320?
watson hat dem Chef der SIG Sauer AG, Pasquale Caputi, am 24. März die Möglichkeit zu einer Stellungnahme geboten und einen ausführlichen Fragenkatalog zur späteren Beantwortung geschickt. Der Fokus lag dabei auf den technischen Nachbesserungen bei der P320.
SIG Sauer gab bis heute keine Auskunft dazu. Wir fügen an dieser Stelle erneut das Statement an, das watson zuvor auf Nachfrage hin geschickt wurde.
Im Folgenden sind die Fragen zu den technischen Nachbesserungen (leicht redigiert) aufgeführt, die SIG Sauer bislang nicht beantworten wollte:
- Im Truppenversuchs-Bericht der Armee werden u.a. ein massiver Rückstoss und das Hochschlagen der Waffe kritisiert. Was sagt SIG Sauer dazu?
- Drei von fünf Armee-Schützinnen mussten aufgrund massiver Rückstoss- und Hochschlagprobleme der P320 ihre Handgelenke bandagieren lassen oder den Versuch [Schiesstests] abbrechen. Mit welchen konstruktiven Massnahmen wird SIG Sauer den Rückstoss und den Hochschlag reduzieren, um die Waffe für eine Milizarmee mit unterschiedlichen physischen Voraussetzungen tauglich zu machen?
- Im Truppenversuch wurde festgestellt, dass der Verschluss bei der Persönlichen Sicherheitskontrolle (PSK) und Ladekontrolle oft nicht selbstständig schliesst und «nachgestossen» werden muss. Wie wird dieser mechanische Mangel konstruktiv behoben?
- Die P320 zeigte im Vergleich zur Konkurrenz eine inkonstante Trefferleistung und schnitt bei allen Schiesstests am schlechtesten ab. Welche spezifischen Änderungen an der Laufgeometrie oder dem Abzugssystem sollen garantieren, dass die Waffe die Präzisionsanforderungen der Schweizer Armee bis zur Nachverifikation 2026 stabil erfüllt?
- Bereits während der kurzen Versuchsphase zeigten sich bei der P320 Abnutzungen an der Picatinny-Schiene, der Fangschnuröse und auch ein Materialabtrag im Inneren des Griffschalengehäuses durch den FCU-Wechsel. Wie rechtfertigen Sie diese frühen Verschleisserscheinungen bei einer als «ausgereift» deklarierten Dienstpistole?
- Das Griffmodul in Grösse S wurde als zu gross für kleine Hände bewertet. Da SIG Sauer im Vergleichsfeld die schlechteste ergonomische Bewertung erhielt, stellt sich die Frage: Wird ein komplett neues, kleineres Griffmodul für die Schweizer Armee entwickelt?
- Für den Wechsel der Griffgrösse muss bei der P320 die Fire Control Unit (FCU) ausgebaut werden. Während der (Armee-)Instruktion wurde dies als machbar präsentiert, später revidierte SIG Sauer die Aussage und empfahl der Truppe den Ausbau ausdrücklich nicht. Wie soll die Truppe ohne FCU-Ausbau eine ergonomische Anpassung der Waffe vornehmen?
- Obwohl die P320 über einen umsetzbaren oder beidseitigen Magazinhalter verfügt, traten in der Evaluation gravierende Probleme bei der Bedienung auf. Mit welchen Massnahmen reagiert SIG Sauer?
- Im Test kam es bei falschem Einsetzen der Schliessfeder zu massiven Verklemmungen, die nur mit «Gewürge» lösbar waren. Wie wird das Design der Schliessfeder angepasst, um eine Fehlmontage unter Stressbedingungen unmöglich zu machen?
Wie erfüllt SIG Sauer Schweiz sein Versprechen?
Angesichts der in der Evaluationsphase festgestellten Mängel und Schwächen der P320 fragt watson:
- Die Testwaffen [für Armasuisse/Armee] stammten aus den USA, die Serienwaffen [der Armee-P320] sollen in der Schweiz produziert werden. Wie garantiert SIG Sauer, dass die neu aufgebauten Fertigungslinien eine höhere Qualität liefern als die US-Modelle, die im Truppenversuch technisch durchgefallen sind?
Die Armasuisse-Fachleute verlangen, dass bei der Schweizer P320 alles unter die Lupe genommen wird
Wie die Beschaffungsfachleute des Bundes betonen, ist vor Vertragsabschluss «eine Qualifikation der Fabrikationsprozesse mit entsprechenden Mass/und Beschussprüfungen» zwingend notwendig.
Was heisst das konkret?
Die Kurzfassung: SIG Sauer soll jedes P320-Detail und den ganzen Produktionsprozess in der Schweiz offenlegen, bevor die Waffe beschafft werden kann.
Die Begründung der Armasuisse-Fachleute leuchtet ein: Im Vergleich zu den im Auswahlverfahren getesteten (amerikanischen) P320-Modellen vollziehe SIG Sauer mit der Armee-P320 einen Lieferantenwechsel sowie auch einen Wechsel bezüglich Fertigungs- und Montageprozess bei allen wesentlichen Pistolen-Bauteilen.
Das grosse Versprechen
Bei LinkedIn hatte SIG Sauer Schweiz nach dem Zuschlag durch Armasuisse (im Dezember 2025) verlauten lassen:
Daraus ergeben sich weitere Fragen:
- Welche P320-Bestandteile sind gemeint mit «sämtliche wesentlichen Komponenten»?
- Bestätigt SIG Sauer, dass die FCU [Fire Control Unit, das Herzstück der Pistole] komplett in der Schweiz produziert und gefertigt wird?
- Welche Waffen-Komponenten der Schweizer P320 sollen von SIG Sauer in den USA kommen?
- Aus welchen Ländern/Regionen werden die in der P320 verbauten MIM-Teile beschafft? (siehe Infobox)
Minderwertige MIM-Teile enthalten mikroskopisch kleine Blasen oder Poren. Solche Materialschwächen gilt es bei Schusswaffen unbedingt zu vermeiden. Im Gegensatz zu gefrästen Stahlteilen können sich Defekte über die Zeit und Nutzung verschlimmern.
Die Verwendung von MIM-Teilen bei der P320 ist kein Geheimnis, sondern industrieller Standard.
Warum werden keine Details verraten?
Das Schweigen von SIG Sauer Schweiz kann verschiedene Gründe haben.
Zur Erinnerung: Armasuisse-Chef Urs Loher hatte den «Swissness»-Faktor im Verlauf des Auswahlverfahrens auffallend stark gewichtet. Das war der Rettungsring für die technisch bereits durchgefallene P320.
Nicht nur die unterlegenen Bewerber beobachten nun den weiteren Verlauf der Beschaffung genau. Jedes Detail, das SIG Sauer über die hiesige Produktion preisgibt, ist potenzielles Material für schlechte «Publicity». Und vor allem: der politische Entscheid steht aus.
Vielsagende Äusserungen
Der Chef der SIG Sauer AG, Pasquale Caputi, zeigte sich schon in der Vergangenheit wählerisch, was mediale «Auftritte» betrifft. Die «Wochenzeitung» (WOZ) schrieb im Mai 2024 im Zuge eines kritischen Berichts, sie habe während Monaten und auf verschiedenen Wegen versucht, an die Firma und deren CEO zu gelangen. Doch alle Anfragen seien «abgewehrt worden».
Ein Jahr später folgte die Kehrtwende. Nun suchte Caputi die Medienöffentlichkeit. Im April 2025 öffnete er die Tore in Neuhausen für eine «Tages-Anzeiger»-Journalistin. Der naheliegende Grund: Das Auswahlverfahren für die neue Armeepistole ging in die entscheidende Phase.
In dem journalistischen Porträt durfte Caputi frühere, umstrittene Auslandsgeschäfte verteidigen. Und er kündigte die grossen Ambitionen von SIG Sauer bezüglich der Beschaffungspläne der Schweizer Armee an.
In dem vor knapp einem Jahr erschienenen Zeitungsbericht sagte Caputi, er wolle «die Produktion nach Neuhausen bringen und dann Verschluss, Lauf, Rahmen und Griffstück hier herstellen». Kleinteile wie Federn, Stifte und Schrauben kämen wie beim Sturmgewehr vom hiesigen Lieferantennetzwerk. «Innerhalb eines halben Jahres könnten wir die erste Pistole ausliefern»
Dann wurde es wieder ruhig.
Die US-Probleme kochen hoch
Im August 2025 wurde die US-Berichterstattung zu zahlreichen ungewollten Schussabgaben bei der P320 auch in der Schweiz thematisiert. Im Zentrum der US-Kritik stand (und steht) vor allem der bewusste Verzicht SIG Sauers auf eine externe Abzugssicherung, wie sie sonst alle wichtigen Konkurrenten verbauen. Es gibt aber auch Bedenken wegen der Konstruktionsweise.
Caputi sagte daraufhin der «SonntagsZeitung», es würden «im Umfeld einer militärischen Beschaffung» bewusst Gerüchte und Falschinformationen verbreitet, um die Entscheidungen zu beeinflussen.»
Er folgte damit der Kommunikationsstrategie des grossen US-Schwesterunternehmens. Die SIG Sauer Inc. bestreitet seit vielen Jahren alle Vorwürfe gegen die P320. Die Waffe habe ab Fabrik keine Schwachstellen und sei nicht schlecht designt. Bei ungewollten Schussabgaben liege der Fehler vielmehr beim Anwender.
Und damit zurück in die Gegenwart und dem neuerlichen Schweigen des hiesigen Geschäftsführers.
Tatsache ist, dass die SIG Sauer AG in der jüngeren Zeit aktiv verhindert hat, dass gewisse Informationen via Öffentlichkeitsgesetz bekannt werden. So verlangte das Unternehmen, dass Armasuisse vor der Herausgabe des Evaluationsberichts einiges schwärzt.
Auszug aus dem Evaluationsbericht, der watson auf einen BGÖ-Antrag hin ausgehändigt wurde:
Auch die aus Sicht des Wettbewerbsgewinners positive «Gesamtwürdigung» durch den Schweizer Rüstungschef Urs Loher musste Armasuisse auf Verlangen von SIG Sauer Schweiz in Teilen schwärzen.
Für die Schweizer Armeeführung unter Benedikt Roos ist das Schweigen von SIG Sauer bequem: Solange die «Black Box» im Schaffhausischen nicht geöffnet wird, kann man die P320 weiterhin als Sieg der Schweizer Industrie über die ausländische Konkurrenz verkaufen – und dies ungeachtet der Mängel, die Armasuisse-Fachleute und Militärs zuvor festgestellt hatten.
Diese Strategie scheint in der Politik zu wirken.
Die SIG Sauer AG in Neuhausen war in den letzten Jahren hauptsächlich auf die Wartung der Armee-Sturmgewehre («Stgw 90») und die Produktion von Spezialgewehren in kleineren Stückzahlen ausgerichtet.
Im «SonntagsZeitungs»-Porträt 2025 hatte sich Caputi überraschend offen gezeigt, was die wirtschaftlich schwierige Situation der Firma betraf. Für SIG Sauer Schweiz gehe es [beim Auswahlverfahren für die Armeepistole] um alles. «Bekommen wir den Auftrag nicht, wird es für uns ganz schwierig», so der CEO.
Seit 1999 sei die Zahl der Angestellten in Neuhausen beim Rheinfall von 400 auf 45 gesunken. Und der Bericht rief in Erinnerung, dass die Schweizer Waffenfirma längst nicht mehr der Schweizerischen Industrie-Gesellschaft (SIG) gehört. Sie war im Jahr 2000 an eine private deutsche Holding verkauft worden.
Oder doch auch Pistolenteile von SIG Sauer in den USA?
Gegenüber einem Journalisten der «Schaffhauser Nachrichten» zeigte sich der Chef von SIG Sauer Schweiz Ende November 2025 wieder auskunftsfreudig.
Im Zeitungsbericht blickte Pasquale Caputi – kurz bevor der Armasuisse-Entscheid für die P320 öffentlich kommuniziert wurde, in die Zukunft. Er erwähnte, dass geplant sei, «die USA für bestimmte Komponenten als Zweit- oder Drittquelle für die Schweizer Produktion zu nutzen». Seine Begründung: Die Produktion der Pistolen in den USA laufe «seit Jahren erfolgreich».
Das folgende Zitat lässt aufhorchen:
Er rechne mit etwa sechs Monaten, die sein Unternehmen benötige, «um die Produktion sämtlicher Teile in der Schweiz zum Laufen zu bringen», so Caputi und wiederholte damit die früher gemachte Aussage.
Sechs Monate? Das wäre also bis Juli 2026.
Jedenfalls gab sich der Manager kurz vor Bekanntwerden des Armasuisse-Zuschlags nostalgisch:
Auch mit anderen Schweizer Produzenten sei man bereits im Gespräch, verriet Caputi. Es seien schon «erste Prototypen der P320» zusammengebaut worden, «die vollständig in der Schweiz produziert wurden».
An dieser Stelle ist in Erinnerung zu rufen, dass die P320 als allererste SIG-Sauer-Schlagbolzenpistole in den USA konzipiert und entwickelt wurde. Und die Schweiz wartet auf den «eingeschweizerten» Prototyp, der sich erst noch in neuerlichen Praxistests bewähren muss.
Sollte SIG Sauer durchfallen, könnte Konkurrent Glock zum Zug kommen. Der österreichische Hersteller rüstet Schweizer Elitesoldaten seit Jahren mit Pistolen aus – und die Glock 45 ist der klare Favorit der Armee-Fachleute, wie auch der Spezialisten bei Armasuisse.
Das – vorläufig – letzte Wort hat das Parlament. National- und Ständerat entscheiden im Rahmen des neuen Armee-Budgets (Armeebotschaft 2026), ob tatsächlich die P320 die neue Dienstwaffe werden soll.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Schweizer Rüstungschef Urs Loher hat sich für ein Pistolenmodell von SIG Sauer entschieden, das in der geplanten Schweizer Konfiguration zum Zeitpunkt der Wahl noch gar nicht existierte.
- Was die von Armasuisse verlangten technischen Nachbesserungen bei der P320 bringen, ist unklar.
- Der Hersteller schweigt zu detaillierten technischen Fragen und hat beim Bundesamt für Rüstung weitreichende Schwärzungen im abschliessenden Evaluationsbericht durchgesetzt.
- SIG Sauer verspricht, durch ein Netzwerk lokaler Lieferanten «sämtliche wesentlichen Komponenten» der P320 vollständig in der Schweiz zu produzieren.
- Da sich durch die geplante Schweizer Produktion die Lieferanten und Fertigungsprozesse ändern, ist vor einer Beschaffung durch Armasuisse zwingend eine Überprüfung der Abläufe erforderlich.
- Die modifizierte und in der Schweiz zusammengebaute P320 wird von Armasuisse erneut geprüft und muss von der Armee für «truppentauglich» erklärt werden, um beschafft werden zu können.
- Die endgültige Entscheidung über die Beschaffung der P320 als neue Dienstwaffe liegt beim Parlament, im Rahmen der Armeebotschaft 2026.
Die freigegebenen internen Dokumente
Die folgenden, in Teilen geschwärzten Berichte der Armee und des Bundesamtes für Rüstung (Armasuisse) konnte watson bislang journalistisch auswerten und stellt sie nun in digitaler Form zur Verfügung.
Die PDF-Dokumente werden über den Cloud-Speicherdienst Google Drive zugänglich gemacht.
- Armee-Bericht zu den technischen Anforderungen an die neue Dienstpistole (2022, PDF)
- Anhang zum Armee-Bericht zu den technischen Anforderungen mit Detailangaben (2023, PDF).
- Vorevaluationsbericht von Armasuisse mit dem Shortlist-Antrag des Rüstungschefs (Mai 2024, PDF).
- Bericht zum militärischen Truppenversuch mit den drei Shortlist-Kandidaten (Juni 2025, PDF).
- Der abschliessende Armasuisse-Evaluationsbericht mit der offiziellen Begründung, warum sich der Schweizer Rüstungschef Urs Loher für SIG Sauer und die P320 entschied (Dezember 2025, PDF).
Dass solche internen Berichte von Behörden und Verwaltungen einsehbar sind, ist dem Schweizer Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ) zu verdanken. Alle Interessierten können bei der zuständigen Institution einen entsprechenden BGÖ-Antrag stellen.
Quellen
- Mehrere Medienanfragen bei SIG Sauer
- Freigegebene interne Armee- und Armasuisse-Dokumente (siehe oben)
- ar.admin.ch: SIG Sauer P320: Neue Pistole für die Schweizer Armee aus inländischer Produktion (Medienmitteilung von Armasuisse, 4. Dez. 2025)
- shn.ch: SIG Sauer kämpft um den Ruf ihrer Armeepistole (25. November 2025)
- «SonntagsZeitung»: Bund erwägt, amerikanische Pistole zu kaufen, die unbeabsichtigt schiessen soll (10. August 2025)
- «SonntagsZeitung»: «Wir stellen hier kein Spielzeug her» (Bericht vom 13. April 2025)
- woz.ch: Waffenkonzern SIG Sauer – Mit Schweizer Präzision (Mai 2024)
Die P320-Recherche – bisherige Artikel
- Darum könnte die neue Schweizer Armeepistole zum Rohrkrepierer werden
- Die Pistole, die auf ihre Besitzer schiesst – die unfassbar lange Liste der P320-Vorfälle
- Recherche zur neuen Armeepistole P320 zeigt: Eigentlich sollte Glock zum Zug kommen
- watson-Recherche zeigt: So schlecht schnitt die neue Armeepistole in den Tests ab
- Armeepistole erfüllte die Muss-Kriterien nicht – dann schritt der Rüstungschef ein
