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Schweizer Helikopter im Einsatz gegen Waldbrände in Norditalien



Im Nordwesten Italiens wüten derzeit mehr als 15 Waldbrände. Auf Anfrage Roms gab der Bundesrat am Montag grünes Licht, die italienischen Behörden in den Krisengebieten zu unterstützen - mit drei Armee-Helikoptern des Typs Super Puma und Experten.

Die Super Pumas haben die Basis in Magadino bei Locarno bereits verlassen, um die Feuerwehr in der Lombardei zu unterstützen, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag mitteilte. Die Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe begaben sich ihrerseits zum Flughafen Bergamo, wo der italienische Zivilschutz ein Krisenzentrum eingerichtet hat.

Das Schweizer Team umfasst zwei Waldbrandexperten der Armee, welche die Zusammenarbeit mit den lokalen Fachkräften und den drei Super Puma koordinieren.

Die Hilfeleistungen an Italien werden von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Schweizer Armee geleitet. Nach den Waldbränden in Montenegro und Portugal ist es bereits die dritte Operation dieser Art in diesem Jahr.

Innenminister Minniti in Krisengebiete

Im Laufe des Montags wollte auch Innenminister Marco Minniti nach Turin fahren, um über die Lage im Piemont und der Lombardei zu beraten, wie das Ministerium mitteilte.

Rund 200 Feuerwehrleute waren am Sonntagabend im Einsatz gegen die Feuer im Piemont und in der Lombardei, hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie die Rettungskräfte mitteilten.

Am meisten betroffen war das Susatal, ein Tal nördlich von Turin. Dort rückten die von starken Winden angefachten Flammen immer näher an Wohngebiete heran.

«Die Hölle steigt die Hügel hinab», schrieb die Tageszeitung «La Stampa». Die Feuerwehr veröffentlichte am Montag auf Twitter Videos von grossflächigen Flammenherden unweit von Wohngebieten. Löschflugzeuge waren im Einsatz.

Aus einem Altersheim wurden rund 200 Bewohner in Sicherheit gebracht. Rund tausend Menschen mussten inzwischen ihre Häuser verlassen, wie Ansa berichtete. Ein Teil der Autobahn zum Mont-Cenis-Tunnel wurde gesperrt.

Zu starke Winde für Löschflugzeuge

Griechenland und Kroatien schickten je zwei Löschflugzeuge. Wegen der Windböen und starker Rauchentwicklung konnten diese am Sonntag jedoch streckenweise nicht eingesetzt werden.

Die Waldbrände halten die Region schon seit mehreren Wochen in Atem. Nach Angaben des Bauernverbandes Coldiretti wurden in diesem Jahr bereits 140'000 Hektar Wald durch Brände vernichtet. Das ist mehr als das Dreifache vom vergangenen Jahr. Grund ist die anhaltende Trockenheit in Italien. Auch Brandstiftung wird vermutet.

Im Sommer waren wegen der ungewöhnlich langen Trockenheit und hoher Temperaturen vor allem die Mitte und der Süden des Landes von Feuern betroffen. (sda/afp)

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