Tennis
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07937173 Britain's Andy Murray (R) reacts after winning the final match against Stanislas Wawrinka (L) of Switzerland at the European Open tennis tournament, in Antwerp, Belgium, 20 October 2019.  EPA/JULIEN WARNAND

Geste der Freundschaft: Stan Wawrinka gratuliert Andy Murray nach dem Final von Antwerpen. Bild: EPA

Von Tränen des Schmerzes zu Tränen des Glücks – die wundersame Rückkehr des Andy Murray

Andy Murray ist zurück! In Antwerpen schlägt er im Final Stan Wawrinka und feiert seinen ersten Titel seit mehr als zwei Jahren. Dass der Schotte nach seiner Verletzungsgeschichte und dem theoretisch bereits verkündeten Rücktritt so stark spielt, überrascht ihn auch selbst.



Schock. Trauer. Mitgefühl.

So reagiert die Tenniswelt Anfang Jahr auf diese Meldung:

Andy Murray kann nicht mehr. Der dreifache Grand-Slam-Sieger verkündet im Januar 2019 vor dem Australian Open, dass die Schmerzen in der Hüfte zu gross sind. Dass er nicht mehr weitermachen kann. Noch einmal wolle er Wimbledon spielen, dann sei die Karriere vermutlich vorbei. Doch er war sich nicht mal sicher, ob er das überhaupt schaffen würde. Der Anfang vom Ende der «Big 4» mit Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Murray ...

Tränen des Schmerzes

Tränen prägen die letzten Monate des Schotten. Tränen des Schmerzes, als er 2018 nach seiner ersten Hüftoperation zwar wieder einzelne Siege feiert, aber immer noch unter starken Schmerzen leidet.

abspielen

Andy Murray kann die Emotionen nach einem Sieg am Citi Open im August 2018 nicht zurückhalten. Aber es sind immer noch Tränen des Schmerzes. Video: YouTube/Tennis TV

Tränen des Schmerzes auch vor Melbourne 2019. An der Pressekonferenz, als er sich eingestehen muss, dass es so eben doch nicht weitergehen kann. Die Tenniswelt verabschiedet sich schon von einem ihrer Grossen. Und auch wir würdigen den Champion, den wir trotz seiner manchmal grantigen Art auf dem Platz ins Herz geschlossen haben.

Wage Hoffnung

Doch Andy Murray gibt noch nicht auf. Der Kämpfer, der er ist, sucht eine letzte Option, seine Karriere doch noch zu retten. Doppelspezialist Bob Bryan, der ebenfalls unter Hüftproblemen litt, rät zu einer speziellen Operation, die ihm selbst eine schmerzfreie Rückkehr auf die Tour ermöglichte: dem «Birmingham Hip Resurfacing System».

Die Prozedur ist eine Alternative zur klassischen künstlichen Hüfte. Dabei werden Murray Teile des Hüftknochens abgeschliffen und mit einer Metalllegierung ummantelt. So kann vermieden werden, dass im Gelenk Metall auf Metall trifft.

Wenige Monate später steht der 32-Jährige bereits wieder auf dem Tennisplatz. Er bestreitet im Doppel erste Turniere und kehrt im Vorfeld der US Open auch auf die Einzel-Tour zurück. Murray war gelöst, konnte endlich wieder schmerzfrei spielen. Doch was gestern in Antwerpen passierte, damit haben auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet.

Tränen der Freude

Er kämpft sich in den Final, bezwingt auf dem Weg dorthin Pablo Cuevas, Marius Copil und Ugo Humbert und trifft im Endspiel dann auf Stan Wawrinka. Der Schweizer, der in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls von diversen Verletzungen geplagt wurde, fordert Murray alles ab. «Ich wollte Ende des zweiten Satzes einfach nur überleben», wird der Schotte nach dem Spiel sagen.

abspielen

Die Highlights des Finals. Video: YouTube/Tennis TV

Doch am Ende gibt es das unglaubliche Happy End. Andy Murray gewinnt in drei Sätzen. Neun Monate nach der schweren Operation stemmt er wieder einen Pokal in die Höhe – den ersten seit Dubai im März 2017. Und er weint wieder. Doch dieses Mal ist es anders. Es sind Tränen der Freude, der Erleichterung, die in Murrays Augen glitzern.

epa07937167 Britain's Andy Murray reacts after winning the final match against Stanislas Wawrinka of Switzerland at the European Open tennis tournament, in Antwerp, Belgium, 20 October 2019.  EPA/JULIEN WARNAND

Nach dem Sieg in Antwerpen wird Murray einmal mehr von seinen Gefühlen überwältigt. Doch dieses Mal sind es positive Tränen. Bild: EPA

«Es gibt heute viele Gründe für mich, emotional zu sein», erzählt der 32-Jährige nach seinem Triumph. Der Erfolg sei für ihn selbst auch überraschend: «Ich habe mich noch nicht bereit gefühlt, ein Turnier zu gewinnen. Doch es ist passiert.»

Auch der unterlegene Wawrinka weiss, was der Sieg bedeutet: «Ich bin zwar traurig, dass ich verloren habe. Aber ich bin froh, dass du, Andy, wieder zurück auf diesem Niveau bist. Du verdienst es. Du bist ein unglaublicher Spieler.» Der Romand ist mit Murray gut befreundet und unterstützte ihn auch während dessen Abwesenheit von der Tour

Derweil gehen Murrays Pläne schon weiter. Er wird im Januar ans Australian Open in Melbourne zurückkehren. Jenem Ort, an dem er vor einem Jahr die Tenniswelt geschockt hat, und dort sein Grand-Slam-Comeback im Einzel geben.

Er weiss nun wieder, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. Und – noch viel wichtiger – er sagt: «Meine Hüfte ist absolut schmerzfrei. Das ist das Gute an Metall – es hat keine Schmerzrezeptoren.»

Das könnte dich auch interessieren:

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

42
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

207
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

340
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

135
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

32
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

42
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

207
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

340
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

135
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

32
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Freilos 21.10.2019 19:12
    Highlight Highlight Ich mag Murray! Ein toller Sportsmann. Nur seine Mama fand ich nie so cool.
  • Adumdum 21.10.2019 13:34
    Highlight Highlight Hoffentlich hält's!!
  • meliert 21.10.2019 12:07
    Highlight Highlight um ganz ehrlich zu sein, ich hätte nie gedacht, dass Murray nach der Hüftoperation wieder so stark zurück kommt, grossen Respekt!

«Shut up!» Murray geigt Fognini wegen Unsportlichkeit die Meinung

Was für ein Drama! Andy Murray verlor beim Masters-1000 von Shanghai gegen Fabio Fognini nach 3:09 Stunden mit 6:7, 6:2 und 6:7, obwohl er im Entscheidungssatz zweimal zum Matchgewinn aufschlagen konnte.

Die Atmosphäre war in der Schlussphase aber nicht nur wegen der Spannung aufgeheizt, sondern auch weil Fognini bei einem Ballwechsel beim Stand von 5:5 gut hörbar dazwischen schrie, als Murray am Netz zum Volley ansetzte. Eine Unsportlichkeit, die sich die ehemalige Weltnummer 1 nicht bieten …

Artikel lesen
Link zum Artikel