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Kanzleramt und Bundestag lahmgelegt

Hacker-Attacke auf Kanzleramt



Die Internetseiten von Kanzleramt und Bundestag in Berlin sind am Mittwoch durch einen schweren Hackerangriff stundenlang lahmgelegt worden. Zu der Attacke bekannte sich eine prorussische Hacker-Gruppe aus der Ukraine namens CyberBerkut.

Sie begründete ihr Vorgehen mit der deutschen Unterstützung für den ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk, der nach einem Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck an diesem Donnerstag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen will.

BERLIN, GERMANY - DECEMBER 18:  Sebastian Edathy (C), German Social Democrat (SPD) and former member of the Bundestag, arrives to testify at the Bundestag commission investigating allegations that Edathy harbored child pornography on his computer on December 18, 2014 in Berlin, Germany. Edathy resigned from his Bundestag post in February of this year, shortly before allegations became public that he had purchased digital photographs of young boys through a Canadian service. Investigators are pursuing not only the allegations against Edathy, but are also trying to verify who tipped Edathy and the SPD leadership off about the investigation. Edathy fled Germany shortly after his resignation and this is his first public appearance in Germany since then.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Der Bundestag in Berlin. Bild: Getty Images Europe

Die deutsche Regierung will unter anderem Kreditgarantien für Wiederaufbauprojekte in der umkämpften Ostukraine in Höhe von 500 Millionen Euro übernehmen. Im Wirtschaftsministerium wurde am Mittwochnachmittag eine entsprechende politische Vereinbarung unterzeichnet.

CyberBerkut erklärte, Jazenjuk wolle in Berlin neue Gelder erbitten, um damit den bewaffneten Konflikt in der Ostukraine fortzusetzen. Deutschland dürfe aber keine politische und finanzielle Unterstützung leisten für das «kriminelle Regime in Kiew», das einen blutigen Bürgerkrieg entfesselt habe. 

Ein Cyber-Angriff in dieser Grössenordnung und über so viele Stunden ist eine neue Dimension. CyberBerkut war wiederholt mit politisch motivierten Netz-Attacken in Erscheinung getreten. Auch Internet-Seiten der NATO waren schon Ziel ihrer Angriffe. 

Auf ihrer Website veröffentlichte die Gruppe zuletzt im November allem Anschein nach geheime Dokumente über eine militärische Unterstützung der Ukraine durch die USA. Nach eigenen Angaben war es der Gruppe gelungen, sie während eines Besuches von US-Vizepräsident Joe Biden in Kiew zu hacken.

Der Name erinnert an die aufgelöste ukrainische Sonderpolizei Berkut (Steinadler). Gegründet vor allem zur Verbrechensbekämpfung, traten die Einheiten auch bei den blutigen Zwischenfällen auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in Kiew in Erscheinung. Über die Struktur von CyberBerkut ist nicht viel bekannt, die Mitglieder agieren weitgehend anonym. (feb/sda/dpa)

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