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Einst war sie die Hoffnung der US-Demokraten – nun steigt Kamala Harris aus dem Rennen aus



Democratic presidential candidate Sen. Kamala Harris, D-Calif., speaks during a Democratic presidential primary debate, Wednesday, Nov. 20, 2019, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Senatorin Kamala Harris. Bild: AP

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris zieht sich aus dem Rennen um das mächtigste Amt der Welt zurück. Das gab die 55-Jährige am Dienstag bekannt und begründete ihren Schritt mit fehlenden Wahlkampfgeldern.

Die Afroamerikanerin hatte zwischenzeitlich als eine der aussichtsreichsten Präsidentschaftsbewerberinnen der Demokraten gegolten. In den vergangenen Monaten waren die Umfragewerte der früheren Staatsanwältin aber in den Keller gerutscht.

Jetzt zog Harris einen Schlussstrich: «Meine Präsidentschaftskampagne hat einfach nicht die finanziellen Mittel, die wir brauchen, um weiter zu machen», erklärte Harris. «Ich bin keine Milliardärin», fügte sie in einer Anspielung auf reiche Mitbewerber wie den Medienmogul Michael Bloomberg hinzu. «Ich kann meinen Wahlkampf nicht selbst finanzieren.» Im Verlauf des Vorwahlkampfes sei es immer schwieriger geworden, Spendengelder zu sammeln.

Harris sprach von «einer der schwierigsten Entscheidungen in meinem Leben» und versprach zugleich, den Kampf für ein gerechteres Amerika fortsetzen zu wollen. Ihr sei es immer um Gerechtigkeit für alle gegangen.

Die Senatorin hatte zwischenzeitlich der Spitzengruppe des demokratischen Bewerberfeldes angehört. Sie hatte in der Folge aber immer mehr Probleme, sich bei bestimmten innenpolitischen Themen klar zu positionieren. Ihre Umfragewerte sanken - im Schnitt lag sie laut der Internetseite RealClearPolitics zuletzt nur noch bei 3,4 Prozent.

15 Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen

In den vergangenen Monaten hatte bereits eine Reihe von demokratischen Präsidentschaftsbewerbern das Handtuch geworfen, zuletzt am Montag der Gouverneur von Montana, Steve Bullock.

Dagegen stieg mit dem früheren New Yorker Bürgermeister Bloomberg vor eineinhalb Wochen ein weiterer Kandidat in das Rennen ein. Mit Harris' Ausscheiden bewerben sich noch 15 Kandidatinnen und Kandidaten um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

In Umfragen liegt der frühere Vize-Präsident Joe Biden vorne, gefolgt von den Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie dem Bürgermeister Pete Buttigieg. Die Demokraten hoffen, den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 aus dem Weissen Haus drängen zu können. (jaw/sda/afp)

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PC Principal 04.12.2019 15:49
    Highlight Highlight Als nächstes wird Bernie Sanders aufgeben. Er ist chancenlos und nach seinem Herzinfarkt würde ihm etwas Ruhe gut tun.
  • Do not lie to mE 04.12.2019 07:55
    Highlight Highlight Andrew Yangs Reaktionen auf Kamala Harris Ausstieg
    Play Icon
  • Pana 04.12.2019 00:43
    Highlight Highlight Damn :D
    Benutzer Bild
  • En chliine Schuss Anarchie 03.12.2019 23:06
    Highlight Highlight Was hat sich Harris gedacht? Dass sie mit ihrer zweifelhaften Vergangenheit als Prosecutor und ihren dauernden Wechseln bei den politischen Ideen noch irgendwen überzeugen kann? War wohl nichts.
  • Gipfeligeist 03.12.2019 22:05
    Highlight Highlight "[Es verbleiben] 15 KandidatInnen im Rennen"

    Ich sehe nur eine Verteidigerin der skrupellosen Miliardäre, einen motivationslosen Corporate-Demokraten und einen älteren Herren auf dem Höhepunkt seiner Karriere 🔥
  • PC Principal 03.12.2019 21:37
    Highlight Highlight Hoffentlich wird's Pete Buttigieg. Er wäre der perfekte Gegner, um Trump zu schlagen.
    • Gipfeligeist 03.12.2019 22:01
      Highlight Highlight @PC
      Stimme ich nicht zu. Pete hat einen schwammigen Charakter, traut sich nicht die Reichsten zur Kasse zu beten und glaubt felsenfest an die kapitalistische Wirtschaft.

      Jeder Kandidat kann (zumindest intelektuell) Trump schlagen. Die Messlatte liegt nicht hoch
    • PC Principal 03.12.2019 22:14
      Highlight Highlight Er ist ruhig und unaufgeregt, rhetorisch brilliant und er wäre der linkste US-Präsident aller Zeiten. Aber er verspricht eben auch eine starke Wirtschaft, ohne dieses Versprechen kann man die entscheidenden Midwest-Staaten nicht gewinnen.
    • Do not lie to mE 03.12.2019 22:45
      Highlight Highlight Pete Buttigiegs Geschichte mit dem Police Chief von South Bend lässt ihn nicht los.


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    Weitere Antworten anzeigen
  • Goldjunge Krater 03.12.2019 21:34
    Highlight Highlight Eine unmögliche Person!
  • Sapere Aude 03.12.2019 21:32
    Highlight Highlight Trotz guten Momenten war sie wahrscheinlich zu zentristisch und hatte wohl nicht die Unterstützung von MSNBC und CNN. Schade eigentlich, sie wäre wohl die stärkste Kandidatin vom moderaten Flügel gewesen. Frage ist, ob Buttigieg das Momentum halten wird. Mit ihm oder Biden wird es aber schwierig für die Dems.
  • Bruno S.1988 03.12.2019 20:10
    Highlight Highlight Wenn man nach einem Tulsi Angriff gleich komplett untergeht, was wäre gegen Trump passiert?!
  • yoh 03.12.2019 20:01
    Highlight Highlight Who cares...Kamala konnte sich ja nicht einmal dazu überwinden, für Medicare for All einzustehen.

    Mal abgsehen von Ihrer doch eher schwierigen Vergangenheit als Staatsanwältin.

    Nicht mehr lange und all die anderen demokratischen Kandidaten die man von Anfang an nicht ernstnehmen konnte tun es Ihr gleich.
  • Max Dick 03.12.2019 19:41
    Highlight Highlight Ich hoffe mal, dass ihre noch wenigen Stimmen nun hauptsächlich zu Buttigieg gehen, und der endgültig zu den Favoriten aufgeschlossen haben wird.

    • landre 03.12.2019 19:56
      Highlight Highlight "Trollisch" betrachtet...Max (Maximum?) Dick (...?) optiert für Buttigieg?
    • PC Principal 03.12.2019 21:41
      Highlight Highlight @roger.schmid: Buttigieg politisiert deutlich links von Obama und wäre somit der linkste US-Präsident aller Zeiten. Aber im Gegensatz zu gewissen anderen will er die Wirtschaft nicht komplett an die Wand fahren. Deshalb punktet er bei der Mittelschicht im mittleren Westen, die so extrem wichtig ist um die Wahlen zu gewinnen und - oh wunder - er erhält sogar Spenden aus der Wirtschaft.
    • Max Dick 03.12.2019 21:47
      Highlight Highlight Nun, ausser Bloomberg ist so ziemlich jeder Kandidat auf Spenden angewiesen. Und so war es auch schon immer. Ändert nichts daran, dass er innen- und aussenpolitisch einigermassen gesunde Ansichten vertritt, fit ist und das Format hat, Trump zu schlagen. Von den anderen drei Top-Kandidaten erfüllt keiner all diese Punkte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 03.12.2019 19:38
    Highlight Highlight Fähig zu differenzieren, Eier (-Stöcke) am richtigem Ort und das Minimum des Minimum von Anstand...Oh Orakel, Nancy P oder werden es weitere vier Jahre mit DJ T?
  • Do not lie to mE 03.12.2019 19:26
    Highlight Highlight Yes "Yang2020"
    Thanks Tulsi
    • Juliet Bravo 03.12.2019 21:36
      Highlight Highlight Tulsi?
    • En chliine Schuss Anarchie 03.12.2019 23:00
      Highlight Highlight Tulsi Gabbard hat sie so ziemlich zerstört in einer Debatte, von dem hat sich Kamala Harris nicht mehr erholen können. Ich hoffe Gabbard wiederholt das mit Buttigieg und Biden.
    • Shabaqa 03.12.2019 23:45
      Highlight Highlight Ach, dafür hats Tulsi nun wirklich nicht gebraucht. Harris ist auch ohne sie blass geblieben und ihre Kandidatur hat nie richtig gezündet (wie die von Tulsi auch nicht). Jetzt wirft auch noch Deval Patrick, der mutmasslich die Unterstützung der Obamas hat, seine Angel in denselben Teich und Bloomberg buttert auch noch hunderte Millionen rein. Jede weitere Woche wäre pure Geldverschwendung.
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