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Trotz Umweltrisiken Schifftransporte für Gefahrgüter am sichersten



Der Transport von Gefahrgut mit dem Schiff auf dem Rhein durch Basel birgt für die Umwelt Risiken, die im «nicht akzeptablen Bereich» liegen. Zu diesem Fazit kommt eine neue Studie der Behörden beider Basel.

Gefahrguttransporte deshalb auf Schiene oder Strasse zu verlagern, ist aber keine Alternative: Für solcherlei Fracht sei das Schiff weiterhin am sichersten, halten das Bau- und Verkehrsdepartement und das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt sowie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion in einer Mitteilung vom Dienstag fest.

Das «nicht akzeptable» Risiko mag auf den ersten Blick erschreckend erscheinen. Alarmismus ist jedoch nach Auskunft des Basler Kantonschemikers Philipp Hübner deshalb nicht angezeigt. Bei der Beurteilung des Risikos handle es sich um eine technische Einstufung. Das Risiko für die Bevölkerung wird dagegen als «tragbar» beurteilt.

Kentern als grösste Gefahr

Hauptgrund für die in der «Risikoermittlung Rhein 2016» errechneten Umweltgefahren ist das Kentern und Auslaufen eines mit Erdöl oder Benzin beladenen Schiffes. Dieser Fall wird in der Mitteilung aber als «sehr unwahrscheinlich» bezeichnet. Noch nie sei in Basel ein Tankschiff gekentert.

Um das Risiko zu vermindern, wurden in den letzten Jahren diverse Massnahmen getroffen, und weitere stehen noch an. Dazu gehören die Abtiefung der Fahrrinne, ein stärkeres Schlepp- und Schubboot, ein besserer Lotsendienst oder das Verbot nur einwandiger Tankschiffe ab 2019.

Laut dem Basler Kantonschemiker wird das Umweltrisiko dank dieser Massnahmen in den kommenden Jahre weiter sinken, aber dennoch in der Kategorie «nicht akzeptabel» verbleiben. Ändern liesse sich dies nur durch eine Einschränkung oder gar ein Verbot des Transports von Gefahrengut auf dem Rhein durch die Stadt Basel.

Schiene und Strasse nicht sicherer

Die Folge wäre ein Verlagerung auf Schiene und Strasse, die als «unerwünscht» taxiert wird. Denn diese Verkehrsträger weisen nach Ansicht der Fachbehörden ein ebenso grosses Risiko auf wie der Transport auf dem Wasserweg. Allenfalls wäre der Schaden pro Ereignis kleiner, jedoch gäbe es deutlich mehr Zwischenfälle.

Eine erste Risikoermittlung für den Rhein in Basel war schon 2002 vorgenommen worden. Schon damals lautete das Fazit, dass sich Risiken durch die Gefahrguttransporte per Schiff für die Umwelt im Gegensatz zu jenen für die Bevölkerung im untragbaren Bereich befinden. (sda)

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