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Edle Früchtchen

Vergessen Sie Kaviar und Co.: Wer richtig dekadent sein will, kauft Luxus-Obst

In Japan gibt es Auktionen, bei denen edle Früchtchen zu hohen Preisen verkauft werden. Wir präsentieren Ihnen fünf exquisite Obstsorten, für die man ein paar Scheine hinblättern muss. An sechster Stelle setzen wir noch einen drauf.



1. Densuke Wassermelone

Die beliebte Wassermelonen-Sorte «Densuke» wird auf Hokkaido – der zweitgrössten Insel Japans – angebaut und ist vor allem für ihre besondere Süsse bekannt. Im «Normalfall» kostet eine solche Wassermelone zwischen 150 und 230 Franken

Wie bei einigen exquisiten Früchten Japans kam es aber auch bei dieser Sorte schon so manches Mal zu einem deutlich höheren Kaufpreis: Im Jahr 2008 blätterte ein Käufer bei einer Auktion 650'000 Yen (umgerechnet circa 5700 Franken) für eine Densuke-Melone hin.

2. Yubari King Melone

Doch die «Densuke» ist nicht die einzige Melonenart, für die man etwas tiefer in die Tasche greifen muss: Für eine «Yubari King Melone» zahlt man im ganz normalen Handel ebenfalls gut und gerne mehr als 120 Franken. Und bei speziellen Auktionen übertrifft die Yubari King Melone ihre Schwester, die Densuke-Wassermelone, um Längen.

Der Grund: Die ersten Yubaris der neuen Ernte gelten in Japan als Statussymbol. Der Preis, den sie bei der traditionellen Obstauktion in Sapporo erzielen, steht am nächsten Tag auf den Titelseiten der Zeitungen. Im Jahr 2008 beispielsweise wurde eine Kiste mit zwei Yubaris für rund 27'000 Franken verlauft.

3. Ruby Roman Trauben

In Japan gibt es nicht nur besonders süsse und besonders teure Melonen – nein, auch für eine spezielle Art von Trauben kann man ein halbes Vermögen ausgeben. In einem staatlich unterstützten Projekt wurde die «Ruby Roman Traube» entwickelt. Bei ihrer Einführung kostete ein Bündel durchschnittlich rund 220 Franken.

Und auch für dieses Obst war schon so mancher Japaner bereit, noch mehr zu bezahlen: Im Jahr 2011 wurde ein Bündel dieser Traubensorte für umgerechnet 5730 Franken versteigert.

A handful of new Ruby Roman grapes is displayed at a fruit market in Ishikawa prefecture, as the 48 premium grapes made debut at a market auction in Kanazawa city, Ishikawa prefecture, Japan, Monday, Aug. 11, 2008. The Ruby Roman grapes averaged about US$245 (27,000 yen) per bunch while a 1.54-pound (700-gram) bunch grapes, not in photo,  were bought for 100,000 yen (US$910).  (AP Photo/Kyodo News) ** JAPAN OUT, NO SALES, MANDATORY CREDIT FOR COMMERCIAL USE ONLY IN NORTH AMERCIA **

Bild: AP Kyodo News

4. Sekai Ichi Äpfel

Nicht ganz so übertrieben teuer – aber für einen Apfel auch nicht von schlechten Eltern – ist der «Sekai Ichi». Diese Apfelsorte stammt aus dem Norden Japans und kostet rund 30 Franken pro Kilo.

5. Dekopon

Die «Dekopon» ähnelt einer grossen Mandarine und ist eine kernlose Zitrusfrucht. Während eine eher süsse Orangenart, die Navelorange, einen Süssegrad von circa 11 bis 13 Brix aufweist, erreicht die Dekopon bis zu 18 Brix. Kostenpunkt: Rund 8.50 Franken pro Stück.

Diese Leckerei hat ihren Ursprung – welch Überraschung – ebenfalls in Japan. Dort wurde sie im Jahr 1972 in einer Forschungsstation aus zwei anderen Obstsorten gezüchtet. Seit 2011 wird die Dekopon auch in Kalifornien angebaut.

6. Erdbeeren Arnaud

Zum Abschluss verlassen wir Japan – ein Land, in dem man sich delikate Früchte gerne etwas mehr kosten lässt – und begeben uns nach New Orleans, Louisiana. In «Arnaud's Restaurant» finden wir nämlich die wahrscheinlich teuersten Früchtchen der Welt: 1,2 Millionen Franken kostet dort ein ganz spezielles Erdbeer-Dessert. 

Aber – und das sollte man vielleicht dazu sagen – der hohe Preis kommt nicht durch besonders exquisites Obst zustande: Es ist viel mehr der darin versteckte 4,7-Karat-Diamantring, der für den Preis verantwortlich ist. Herzlich willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

Via First We Feast

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