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epa04466809 A general view of new Turkish Presidential Palace prior to a official reception for Republic day in Ankara, Turkey 28 October 2014. Turkish President Recep Tayyip Erdogan will move to new palace after the Republic day reception, local media said.

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Selbst einem Raketenangriff soll das Gebäude standhalten können.  Bild: EPA/ANADOLU AGENCY

Staatlich verordneter Schwarzbau

Erdogans neuer Palast hat 1000 Zimmer und eine atombombensichere Befehlszentrale

Pünktlich zum türkischen Nationalfeiertag weiht Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch seinen neuen Amtssitz in Ankara ein. Kritiker sprechen von Prunksucht und einem staatlichen Schwarzbau.



In der Öffentlichkeit wird Erdogans neuer Arbeitsplatz «Ak Saray» genannt, eine Anspielung auf die von ihm gegründete Regierungspartei «Ak Parti» - «Ak» bedeutet soviel wie weiss oder sauber. Doch genau das ist der Prachtbau nach Ansicht von Regierungskritikern nicht.

epa04466811 An interior view of new Turkish Presidential Palace prior to a official reception for Republic day in Ankara, Turkey 28 October 2014. Turkish President Recep Tayyip Erdogan will move to new palace after the Republic day reception, local media said.

TURKEY OUT, USA OUT, UK OUT, CANADA OUT, FRANCE OUT, SWEDEN OUT, IRAQ OUT, JORDAN OUT, KUWAIT OUT, LEBANON OUT, OMAN OUT, QATAR OUT, SAUDI ARABIA OUT, SYRIA OUT, UAE OUT, YEMEN OUT, BAHRAIN OUT, EGYPT OUT, LIBYA OUT, ALGERIA OUT, MOROCCO OUT, TUNUSIA OUT, AZERBAIJAN OUT, ALBENIA OUT, BOSNIA HERZERGOVINA OUT, BULGARIA OUT, KOSOVA OUT, CROATIA OUT, REPUBLIC OF MACEDONIA OUT, MONTENEGRO OUT, SERBIA OUT  EPA/OZGE ELIF KIZIL / ANADOLU AGENCY

Der «Ak Saray» hat eine Gesamtfläche von mehreren hunderttausend Quadratmetern. Bild: EPA/ANADOLU AGENCY

Erdogan setzte sich mit dem Bau über Gerichtsurteile hinweg, die einen Stopp des Projektes in einem eigentlich per Bauverbot geschützten Forstgelände aus der Zeit von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk forderten. Noch immer laufen juristische Einsprüche gegen den Palast.

epa04466802 A view of the new Turkish Presidential Palace behind the gates to an official reception for Republic day in Ankara, Turkey 28 October 2014. Turkish President Recep Tayyip Erdogan will move to new palace after the Republic day reception, local media said. The palace is located at the Cankaya district in Ankara, at an area measuring 1,77 square kilometers or 438 acres.  EPA/STRINGER

Das Gebäude bietet abhörsichere Besprechungszimmer, atombombensichere Befehlzentralen, einen Helikopter-Landeplatz sowie fünf Meter hohe Zimmer. Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Erdogan lässt sich davon ebenso wenig beeindrucken wie von Vorwürfen, dass er mit Traditionen der Republik bricht. Seit Atatürks Zeiten war der «Rosa Palast» im Ankaraner Stadtteil Cankaya der Amtssitz des Präsidenten. Doch Erdogan ist der Palast zu mickrig. Die bisherigen Repräsentativbauten des Staates seien «der türkischen Republik nicht angemessen», sagte er vor seiner Wahl zum Staatspräsidenten. 

Opposition boykottiert Einweihung

Der «Ak Saray» mit tausend Zimmern und einer Gesamtfläche von mehreren hunderttausend Quadratmetern symbolisiert die von Erdogan propagierte Regionalmacht der «Neuen Türkei». Osmanische und seldschukische Motive bilden das Grundmuster der Verzierungen am Prachtbau.

Das Gebäude bietet zudem abhörsichere Besprechungszimmer, atombombensichere Befehlzentralen, einen Helikopter-Landeplatz sowie fünf Meter hohe Zimmer. Selbst einem Raketenangriff soll das Gebäude standhalten können. Solartechnik und Regenwasseraufbereitung machen aus dem «Ak Saray» ein hochmodernes Gebäude.

Nicht alle finden einen Besuch jedoch erstrebenswert. Die grösste Oppositionspartei, die säkulare CHP, will Erdogans Empfang zum Nationalfeiertag im «Ak Saray» am Mittwoch boykottieren. Mehrere regierungskritische Verbände haben zu einer alternativen Republiksfeier eingeladen. (whr/sda/afp) 

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