International
Pakistan

Keine Beweise: Malala-Attentäter in Pakistan wieder frei

Keine Beweise: Malala-Attentäter in Pakistan wieder frei

05.06.2015, 15:2505.06.2015, 15:25

Friedensnobelpreis für Malala Yousafzai

1 / 17
Friedensnobelpreis Malala Yousafzai
Die Aktivistin Malala Yousafzai an einer Konferenz zu den UN-Entwicklungszielen am 18. August 2014 in New York.
quelle: getty images north america / andrew burton
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Die meisten Verdächtigen nach dem Taliban-Attentat auf die Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai in Pakistan sind wieder auf freiem Fuss. Dies bestätigte ein pakistanischer Polizeisprecher am Freitag.

Acht der zehn Beschuldigten seien in einem geheimen Gerichtsverfahren aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. «Ich kann bestätigen, dass zwei von ihnen im Gefängnis sind, die anderen sind frei», sagte der Polizeichef der Region Swat, Saleem Marwat.

Im April hatte es aus Kreisen der Staatsanwaltschaft geheissen, alle zehn Attentäter seien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht habe nur jene verurteilt, die bei dem Attentat im Oktober 2012 dem Mädchen in ihrem Schulbus in den Kopf geschossen hatten. Die Taliban-Attentäter hatten die damals 15-Jährige auf dem Weg zur Schule angegriffen.

Yousafzai hatte das Attentat schwer verletzt überlebt. Seit dem Anschlag lebt sie in Birmingham, die Taliban bedrohen sei weiter mit dem Tod. Der Anschlag löste weltweit Entsetzen aus. 2014 wurden sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, 2013 erhielt sie den Menschenrechtspreis des Europäischen Parlaments, den Sacharow-Preis. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Mit Maschinengewehr beschossen: Vier italienische Nato-Soldaten in Lettland verletzt
Bei einem Zwischenfall während einer Nato-Übung in Lettland sind vier italienische Soldaten verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom wurde ihr Fahrzeug in einem Stützpunkt nahe der Kleinstadt Adazi mit einem Maschinengewehr beschossen, das auf einem italienischen Schützenpanzer vom Typ Dardo befestigt war. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.
Zur Story