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Premierministerin May: Anschlag war Terrorangriff



Der Anschlag bei einem Popkonzert in Manchester war ein Terrorangriff. Das sagte Grossbritanniens Premierministerin Theresa May am Dienstag in London.

May sagte, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen. Zudem werde noch ermittelt, ob er ganz allein handelte oder als Teil eines Netzwerks.

May sagte, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen. Zudem werde noch ermittelt, ob er ganz allein handelte oder als Teil eines Netzwerks.

Der Attentäter habe «das grösstmögliche Blutbad» anrichten wollen, er habe mit «kaltem Kalkül» auf Kinder gezielt.

May sagte, dies sei die schlimmste Attacke, die Manchester je erlebt hat. Es sei eine besonders feige Attacke, weil es gerade junge Menschen traf.

Viele der 59 Verletzten in Manchester sind May zufolge schwer verletzt und schweben teils noch in Lebensgefahr, darunter Kinder und Jugendliche.

May kündigte für den Nachmittag eine weitere Krisensitzung ihres Kabinetts mit Sicherheitsberatern an.

Das Bedrohungsszenario bleibe nach dem Anschlag in Manchester gleich. Ein Anschlag sei weiterhin sehr wahrscheinlich, sagte May.

May sagte, vor Grossbritannien lägen nun schwierige Tage. Das ganze Land halte zu den Menschen in Manchester und gedenke der Toten und Verletzten. «Unsere Werte, unser Lebensstil werden immer gewinnen.»

Beim Anschlag auf das Popkonzert von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester wurden mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen, darunter auch Kinder.

Die Polizei behandelt den Fall als Terrorakt. Sie geht beim Angriff von einem Einzeltäter aus. Der Mann zündete demnach eine selbstgebaute Bombe und starb bei der Detonation. Die Ermittler gehen nun der Frage nach, ob er alleine handelte oder als Teil eines Netzwerks.

Keine Hinweise auf Schweizer Opfer

Zu allfälligen Schweizer Opfern liegen bislang keine Hinweise vor, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage mit. Die Schweizer Vertretung vor Ort stehe in Kontakt mit den britischen Behörden.

Am Regierungssitz in der Londoner Downing Street wurden die Flaggen im Gedenken an die Toten und Verletzen auf halbmast gesetzt. Der Wahlkampf vor den Parlamentswahlen am 8. Juni ist unterbrochen.

Der Angriff in Manchester war der folgenreichste Anschlag in Grossbritannien seit zwölf Jahren, als vier Muslime mit britischem Pass in der U-Bahn von London Sprengsätze zündeten. Dabei starben 56 Menschen, rund 700 wurden verletzt. Im Vereinigten Königreich gilt seit August 2014 die zweithöchste Terrorwarnstufe 4.

Konzerthalle für 21'000 Besucher

Augenzeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit. Rund um die Arena zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt.

In der Konzerthalle, die bis zu 21'000 Besuchern Platz bietet, spielten sich nach der Explosion dramatische Szenen ab. «Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen», berichtete ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester das Popkonzert besucht hatte.

«Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen», sagte der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News.

Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum ausserhalb der eigentlichen Konzerthalle. Die Spekulationen über die Ursachen reichten von einem Terroranschlag bis hin zu geplatzten Gasballons. Die Polizei forderte die Menschen via Twitter auf, sich aus der Gegend um die Manchester Arena fernzuhalten. (sda/dpa/afp/reu)

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