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Brasiliens Ex-Präsident Lula wird 75 – und vermisst den Wahlkampf

Brasiliens Ex-Präsident Lula wird 75 – und vermisst den Wahlkampf

26.10.2020, 09:5626.10.2020, 09:56
ARCHIV - Luiz Inácio «Lula» da Silva, ehemaliger brasilianischer Präsident, ist erneut wegen Geldwäsche angeklagt. Foto: Paulo Lopes/ZUMA Wire/dpa
Umstrittenes Geburtstagskind: Lula.Bild: sda

Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inácio «Lula» da Silva denkt nicht ans Aufhören. «Ich arbeite viel, mache weiter Politik», sagt Lula, der am Dienstag seinen 75. Geburtstag feiert, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings bereiten ihm die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wie Besprechungen am Computer Schwierigkeiten.

«Ich würde gerne Wahlkampf auf der Strasse machen, aber wegen des Coronavirus ist das nicht möglich», sagt Lula, der sich in seiner Amtszeit zwischen 2003 und 2010 als Präsident des Volkes gesehen hat. «Das Problem ist, dass für mich der persönliche Kontakt grundlegend ist, um den Menschen in die Augen zu sehen.»

Am 15. November wählen die Brasilianer unter anderem in den Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro neue Bürgermeister und Stadträte. Lula nimmt an den Kommunalwahlen in Brasilien mit seiner linken Arbeiterpartei PT teil, die er 1980 als Gewerkschaftsführer mitbegründet hatte. Am 27. Oktober 2002 wurde er nach mehreren vergeblichen Anläufen erstmals zum Präsidenten Brasiliens gewählt. Lula galt lange Zeit als Lichtgestalt der lateinamerikanischen Linken.

Als Präsident hat er, auch begünstigt durch hohe Rohstoffpreise, vielen Menschen mit Sozialprogrammen und Familienhilfe den Weg aus der bitteren Armut ermöglicht. Auch wirtschaftlich boomte Brasilien während seiner Amtszeit. Allerdings blühte auch die Korruption. Lula selbst wurde nach der Verurteilung zu einer langjährigen Freiheitsstrafe wegen Korruption im November 2019 vorläufig aus der Haft entlassen. (aeg/sda/dpa)

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Erst Präsident, dann im Knast
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Erst Präsident, dann im Knast
Park Geun Hye (*1952), Südkorea, Präsidentin von 2013 bis 2017. Park wurde am 6. April 2018 wegen Korruption und Machtmissbrauchs zu 24 Jahren Haft verurteilt. Sie war im Dezember 2016 vom Parlament abgesetzt worden. Das Verfassungsgericht bestätigte die Amtsenthebung im März 2017.
quelle: epa/kyodonews pool / song kyung-seok / pool
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Lula will trotz Verurteilung erneut Präsident werden
Video: srf
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