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Messerangriff Bahnhof Winterthur: Kantonspolizei warnte vor Islamisten

KEYPIX - Polizisten entfernen ein Absperrband nachdem ein 31-jaeriger Schweizer mehrere Personen mit einer Stichwaffe am Bahnhof Winterthur angegriffen hat am Donnerstag, 28. Mai 2026 in Winterthur. E ...
Ein Polizist entfernt ein Absperrband, nachdem ein 31-jähriger Islamist am Bahnhof Winterthur mit einem Messer auf Menschen losgegangen ist. Nun zeigt sich: Die Kapo hatte Kenntnis von seiner Gefährlichkeit.Bild: keystone

Spezialeinheit der Kapo Zürich warnte vor dem mutmasslichen Winterthur-Attentäter

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr griff letzte Woche die Psychiatrie Winterthur an, weil diese den mutmasslichen Messerstecher entlassen hatte. Nun zeigt sich: Auch die Fehr unterstellte Kantonspolizei war über den wahnhaften Zustand des Islamisten informiert.
31.05.2026, 08:2931.05.2026, 08:35

Zwei Tage bevor ein 31-jähriger Islamist in Winterthur auf Passanten mit einem Messer einstich, warnte die Sonderkommission Master der Kantonspolizei Zürich die Bundeskriminalpolizei. Darüber berichtet der Blick.

Demnach habe die Spezialeinheit, die nach dem islamistischen Anschlag auf die Satire-Zeitschrift «Charlie Hebdo» 2015 in Paris gegründet worden war, darüber informiert, dass der spätere mutmassliche Messerstecher in Winterthur bei der Polizei angerufen habe.

Dort habe er erklärt, er brauche Hilfe und sei sich in wirren Sätzen darüber ergangen, er werde in seiner Wohnung festgehalten. Eine Patrouille der Stadtpolizei Winterthur brachte den Islamisten daraufhin auf die Wache. Von dort aus wurde er später in die integrierte Psychiatrie Winterthur eingewiesen, wo er erst am Tag vor der Terrorattacke wieder entlassen wurde.

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) informierte an der Medienkonferenz am Donnerstag darüber, dass die Psychiatrie den Verdächtigen wieder entlassen hatte. Dass auch die ihm unterstellte Sonderkommission Master über den wahnhaften Zustand des Mannes im Bild war, sprach Fehr nicht an.

Klar ist: Der Mann war der Kantonspolizei seit spätestens 2015 als Extremist bekannt. Damals verbreitete er Propaganda für den sogenannten «Islamischen Staat» (IS). Später tauchte er in Ermittlungen rund um die Islamisten-Moschee An'Nur in Winterthur wieder auf.

Die Kantonspolizei macht keine Angaben dazu, ob sie den Verdächtigen seitdem kontinuierlich beobachtete oder ob er erst wieder auf ihrem Radar auftauchte, als er selbst im Wahn zum Hörer griff und die Polizei anrief. «Zwischenzeitlich läuft ein Verfahren der Bundesanwaltschaft», sagt Kapo-Sprecher Kenneth Jones gegenüber dem Blick.

Der mutmassliche Angreifer wuchs im Winterthurer Quartier Wülflingen auf und hatte neben der schweizerischen auch die türkische Staatsbürgerschaft. Er wurde 2009 eingebürgert.

(her)

KaPo-Zürich-Sprecher Roger Bonetti beantwortet Fragen zum Messerangriff in Winterthur

Video: watson/flavia kälin, hanna dedial
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40 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Omar
31.05.2026 09:43registriert Januar 2023
Moment mal, so wie ich das verstehe. Hat die KaPo genau das getan, wozu sie da ist. Die Mario unterstellte KaPo hat funktioniert. Der Mann wurde abgeholt und in die IPW Begleitet. Es ist nicht die Aufgabe der Polizei, psychisch verwirrte zu verwahren oder behandeln. Ergo: Marios Mannschaft:in hat voll funktioniert und richtig gehandelt. Ob die Vorgeschichte des Mannes den Weg in die IPW gefunden hat, wissen wir nicht.
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Voraus denken!
31.05.2026 10:31registriert März 2022
Kann man aolche Taten verhindern? Ja. Kann man sie zu 100% verhindern? Nein. Soll man es trotzdem versuchen zu verhindern? Ja, unbedingt.

Wie man solche Taten versucht zu verhindern:
1.) Genauere Prüfung vor der Passvergabe. Insbesondere wenn Verbindungen zu islamischer Kultur, Religion oder Ideologie besteht.

2.) Entziehen der Staatsbürgerschaft wenn die nationale Sicherheit gefährdet ist. Diese Sicherheit ist gefährdet wenn sich jemand islamischer Extremisten anschliesst oder sie sonst wie unterstützt.

3.) Lebenslange Landesverweise statt nur zeitlich begrenzte.
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