Schweiz
Terrorismus

Nach Bahnhof-Angriff: Psychiatrie Winterthur lässt Abläufe untersuchen

«Offensichtliche Fehleinschätzung»: Psychiatrie Winterthur leitet Untersuchung ein

Die Psychiatrie Winterthur hat eine externe Untersuchung in die Wege geleitet. Auslöser ist der Messerangriff am Winterthurer Bahnhof vom Donnerstag.
29.05.2026, 07:4529.05.2026, 08:00

Der Täter war in der Klinik als «nicht selbst- und fremdgefährdend» eingestuft worden. Durch die externe Administrativuntersuchung sollen die Abläufe und Zuständigkeiten überprüft werden, die zur Entlassung des Mannes geführt hätten, teilte die Integrierte Psychiatrie Winterthur (ipw) mit. Die ipw sei schockiert und tief betroffen von den Ereignissen. Der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, Mario Fehr (parteilos), bezeichnete die Einschätzung durch die ipw als «offensichtliche Fehleinschätzung».

Der 31-Jährige hatte sich erst am Montag selber bei der Stadtpolizei Winterthur gemeldet. Diese wies ihn über eine fürsorgerische Unterbringung in die Psychiatrie ein. Am Mittwoch stufte ein Arzt ihn jedoch als «nicht selbst- und fremdgefährdend» ein, so dass der Täter die Klinik verlassen konnte. Am Tag darauf stach er zu. (sda)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Triple A
29.05.2026 08:15registriert November 2018
Zuerst spart man schweizweit in der Psychiatrie Geld, will möglichst keine stationären Betten mehr und wundert sich dann, dass Delikte geschehen? In Deutschland haben wir seit über 10 Jahren die gleiche Entwicklung und die Schweiz wurde in Fachgremien darauf aufmerksam gemacht. Und wie ist die Situation heute? Man hat nicht zugehört und nun, wo die Konsequenzen eintreten erkennt man nicht das Systemversagen, sondern sucht einzelne Schuldige. Das ist unfair und peinlich. Zumal jene, die solche Untersuchungen in Auftrag geben, oft jene sind, die den Schlanassel zu verantworten haben.
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H.P. Liebling
29.05.2026 09:50registriert September 2018
Einfach, dass wir die Fakten nicht aus den Augen verlieren: Wer politisiert ständig GEGEN mehr Therapieplätze und GEGEN mehr therapeutische Massnahmen? Wäreli wär? Genau, nämlich die Partei, dank der wir uns nun mit diesem 10-Millionen-Schwachsinn rumschlagen müssen (und deren nächste Gugus-Initiative bereits in den Startlöchern steht).
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öpfeli
29.05.2026 08:29registriert April 2014
Um als selbst- und fremdgefährdet eingestuft zu werden, muss entsprechendes Verhalten gezeigt werden. Die Chance besteht, dass er das nicht gemacht hat. In ihn hinein schauen, geht ja nicht. Er ist ein erwachsener Mann und kann nicht einfach festgehalten werden.
Damit will ich sagen, dass keine voreilige Schlüsse gegen den Arzt gezogen werden sollten. Vielleicht hat er falsch gehandelt. Vielleicht deutete aber wirklich nichts auf eine Tat hin.
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