Schweiz
SP

Jacqueline Badran: SP-Nationalrätin greift Ständerat Daniel Jositsch an

Republik-Podium zur 10-Millionen-Initiative mit Jacqueline Badran und Thomas Aeschi.
Jacqueline Badran, hier auf einem Podium der «Republik», pöbelt gegen Daniel Jositsch. Bild: watson

Jacqueline Badran bezeichnet Daniel Jositsch als «Möchtegern-Alphamännchen»

Die Zürcher SP-Delegierten haben ihrem Ständerat Daniel Jositsch eine vierte Amtszeit verwehrt. Jacqueline Badran hatte sich schon davor in Stellung um seine Nachfolge gebracht. Nun schiesst sie scharf gegen Jositsch.
31.05.2026, 09:0531.05.2026, 09:05

Zu Beginn war Jacqueline Badran noch diplomatisch. Jetzt, wo Daniel Jositsch kein weiteres Mal als Ständerat für die Zürcher SP antreten darf, sei für sie klar: Wenn die Partei sie frage, für den Ständerat zu kandidieren, dann müsse sie das machen.

Badran äusserte sich im Rahmen eines Auftritts am Schauspielhaus Zürich. Schauspieler Mike Müller hostet dort das Late-Night-Format «Pforte», in das er die SP-Nationalrätin eingeladen hatte. Darüber berichten die Zeitungen von Tamedia.

Drei Tage vor Badrans Auftritt war ihr Parteikollege Daniel Jositsch an einer ausserordentlichen Versammlung von den Delegierten der SP Kanton Zürich in aller Öffentlichkeit abgesägt worden. Badran hatte sich schon vor der Delegiertenversammlung als potenzielle Nachfolgerin in Stellung gebracht.

Im Schauspielhaus verglich Badran ihren Kontrahenten Jositsch nun mit einem «Möchtegern-Alphamännchen». Zuvor hatte sie Mike Müller gefragt, wie sie als studierte Verhaltensbiologin das Verhalten männlicher Schweizer Politiker taxieren würde. Zudem attestierte Badran Jositsch «inhaltliche und charakterliche Auffälligkeiten».

Ob Badran tatsächlich als Nachfolgerin Jositschs aufgestellt wird, ist noch unklar. Für Badran hingegen ist klar, dass Jositsch seinen Sitz nicht kampflos aufgeben wird: «Natürlich wird er wild antreten», sagte sie im Schauspielhaus.

Jositsch äusserte sich nicht zu Badrans verbalen Angriffen.

(her)

SP-Nationalrätin Mattea Meyer über ihre Erschöpfung

Video: watson/nina bürge
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
153 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Amateurschreiber
31.05.2026 09:23registriert August 2018
Dass Jositsch ein Alphatierchen ist, das an die Macht will, stört sie nur, weil sie selber auch ein Alphatierchen ist, das an die Macht wil!
25429
Melden
Zum Kommentar
avatar
Helvetiavia Philipp
31.05.2026 09:16registriert Februar 2018
Ich finde ja diese Angriffe gegen verdiente Parteikollegen einer Möchtegernständerätin unwürdig - so lustig ich Badran auch finde. Ins Stöckli gehört sie nicht. Mehr so ans Arosa Humor-Festival. Dort könnte sie ihrem Feindbild, den alten weissen Männern auch den Marsch blasen.
21153
Melden
Zum Kommentar
avatar
maruhu
31.05.2026 09:21registriert Januar 2021
Da spielt Frau Badran aber eine schlechte Partie, unter Kollegen heisst dies Kollegensch....Meine Stimme wird Sie nicht mehr bekommen, für mich ist Sie ein Teil der extremen Jusogruppe.
17946
Melden
Zum Kommentar
153
Mit Kameras die Patienten überwachen? Expertin pfeift Schweizer Spital zurück
Immer mehr medizinische Einrichtungen testen digitale Überwachungssysteme. Die Ethikkommission warnt vor den Gefahren – und bringt das Luzerner Kantonsspital als Vorreiter in die Bredouille.
Wer im Spitalbett liegt, will von Menschen gepflegt werden – und nicht von Kameras oder Sensoren überwacht. Gleichzeitig setzen immer mehr Spitäler auf digitale Systeme, um die Sicherheit der Patienten zu verbessern und effizienter zu werden.
Zur Story