Jacqueline Badran bezeichnet Daniel Jositsch als «Möchtegern-Alphamännchen»
Zu Beginn war Jacqueline Badran noch diplomatisch. Jetzt, wo Daniel Jositsch kein weiteres Mal als Ständerat für die Zürcher SP antreten darf, sei für sie klar: Wenn die Partei sie frage, für den Ständerat zu kandidieren, dann müsse sie das machen.
Badran äusserte sich im Rahmen eines Auftritts am Schauspielhaus Zürich. Schauspieler Mike Müller hostet dort das Late-Night-Format «Pforte», in das er die SP-Nationalrätin eingeladen hatte. Darüber berichten die Zeitungen von Tamedia.
Drei Tage vor Badrans Auftritt war ihr Parteikollege Daniel Jositsch an einer ausserordentlichen Versammlung von den Delegierten der SP Kanton Zürich in aller Öffentlichkeit abgesägt worden. Badran hatte sich schon vor der Delegiertenversammlung als potenzielle Nachfolgerin in Stellung gebracht.
Im Schauspielhaus verglich Badran ihren Kontrahenten Jositsch nun mit einem «Möchtegern-Alphamännchen». Zuvor hatte sie Mike Müller gefragt, wie sie als studierte Verhaltensbiologin das Verhalten männlicher Schweizer Politiker taxieren würde. Zudem attestierte Badran Jositsch «inhaltliche und charakterliche Auffälligkeiten».
Ob Badran tatsächlich als Nachfolgerin Jositschs aufgestellt wird, ist noch unklar. Für Badran hingegen ist klar, dass Jositsch seinen Sitz nicht kampflos aufgeben wird: «Natürlich wird er wild antreten», sagte sie im Schauspielhaus.
Jositsch äusserte sich nicht zu Badrans verbalen Angriffen.
(her)
