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ZUR VIMENTIS-UMFRAGE  ZU ZUWANDERUNG, BILATERALE VERTRAEGE UND ASYLPOLITIK STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 16. FEBRUAR 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  - A flag of the European Union is being waved on the Bundesplatz in front of the federal parliament building in Berne, Switzerland, on March 1, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine Fahne der Europaeischen Union wird auf dem Bundesplatz, vor dem Bundeshaus, geweht, aufgenommen am 1. Maerz 2014 in Bern.

Die Schweiz und die EU. Das Verhältnis sorgt weiter für Gesprächsstoff. Bild: KEYSTONE

Umfrage: Westschweiz erstmals Europa-kritischer als Deutschschweiz



Die Schweizer Bevölkerung sieht mehrheitlich Vorteile in den bilateralen Verträge der Schweiz mit der EURomands und Tessiner schätzen sie aber weniger vorteilhaft ein als Deutschschweizer. Das sind die Resultate einer Umfrage zum Vertragswerk.

Eine Mehrheit von 55 Prozent aller Befragten sieht nur oder eher Vorteile in den bilateralen Verträgen. Negativ bewerten 23 Prozent der Befragten die Bilaterale (eher Nachteile oder nur Nachteile). 16 Prozent sehen Vor- und Nachteile. Die restlichen 6 Prozent sehen weder Vor- noch Nachteile oder gaben keine Antwort.

Durchgeführt hat die Umfrage, über die die «NZZ am Sonntag» berichtete, das Institut gfs.bern von Claude Longchamp. Auftraggeber ist der Pharmalobbyverband Interpharma. Befragt wurden im vergangenen Februar rund 2500 Stimmberechtigte, wobei auch Handy-Nummern angerufen wurden. Die Fragestellung und den Stichprobenfehler gibt die «NZZ am Sonntag» nicht an.

Claude Longchamp, Institutsleiter des Forschungsinstitut gfs.bern., verfolgt am Samstag, 1. April 2006 im Nationalratssaal im Bundeshaus in Bern, die Fruehjahrssitzung des Auslandschweizerrates zum Thema

Claude Longchamp. Bild: KEYSTONE

Ältere Generationen sehen mehr Vorteile

Neben der eher positiven Einschätzung der Bilateralen fallen laut der Zeitung die Unterschiede zwischen den Sprachregionen auf. Die Tessiner sind am negativsten eingestellt gegenüber dem Vertragswerk: Nur für 24 Prozent überwiegen die Vorteile; bei 39 Prozent überwiegen dagegen die Nachteile.

Die als eher europafreundlich geltenden Westschweizer bewerten die Bilateralen ebenfalls negativer als die Deutschschweizer. In der Romandie sehen 48 Prozent überwiegend Vorteile, in der Deutschschweiz dagegen 59 Prozent. Eher Nachteile sehen 19 respektive 23 Prozent der Befragten in den beiden Regionen.

Zudem bewerten die unter 50-Jährigen die Bilateralen etwas weniger positiv als die ältere Generation. In beiden Gruppen sind jene aber deutlich in der Überzahl, welche eher Vorteile sehen.

Für eine flexible Umsetzung mit Zuwanderungsstopp

Nach dem Ja zur SVP-Zuwanderungsinitiative im Februar 2014 haben bereits mehrere Umfragen versucht herauszufinden, wie das Stimmvolk zur Umsetzung des Volksbegehrens eingestellt ist. Meinungsforscher Longchamp kommt aufgrund seiner Umfrage zum Schluss, dass eine Lösung mit einer sogenannten Schutzklausel gute Chancen vor dem Volk hätte, wie er im Interview sagt.

67 Prozent der Befragten sprachen sich für eine «flexible Umsetzung mit Zuwanderungsstopp» aus, mit der laut Longchamp die Schutzklausel gemeint ist. «Im Moment ist sie der solideste, konkreteste und akzepierteste Vorschlag», sagte er. Eine solche Lösung mit Schutzklausel, bei der die Zuwanderung mit einer komplizierten Formel gedeckelt würde, favorisiert vorab die Wirtschaft.

Laut Umfrage sind 32 Prozent der Befragten einverstanden mit einer wortgetreuen Umsetzung, während 59 Prozent dies ablehnen. Mit einer erneuten Abstimmung wären 43 Prozent einverstanden – 52 Prozent nicht. Käme es zu einer neuerlichen Abstimmung, wäre laut Longchamp wiederum ein knappes Ja oder aber ein knappes Nein zu erwarten. (feb/sda)

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