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Hochhaus-Bewohner widersetzen sich Räumung wegen Feuergefahr



Bei der Räumung mehrerer Hochhäuser in London wegen Brandgefahr sind mehr als 80 Menschen in ihren Wohnungen geblieben. Sie hätten sich geweigert, die Häuser im Stadtteil Camden zu verlassen, berichteten Behörden am Samstag.

Die Gebäude waren in der vergangenen Nacht evakuiert worden. Hunderte Menschen konnten nur das Nötigste packen und verbrachten die Nacht auf Matratzen in öffentlichen Gebäuden, in Hotels oder bei Freunden. Eine Inspektion hatte ergeben, dass «dringende Arbeiten zur Brandsicherheit» nötig seien. Nach neuesten Angaben sind etwa 650 Wohnungen betroffen.

Nach der Brandkatastrophe vor anderthalb Wochen im Londoner Grenfell Tower werden zahlreiche Hochhäuser in Grossbritannien überprüft. Bei den Gebäuden in Camden hatte sich gezeigt, dass sie eine leicht entflammbare Aussenfassade haben.

Es gibt darüber hinaus Mängel bei der Isolierung der Gasleitungen sowie bei Brandschutztüren. Die Arbeiten an den geräumten Gebäuden sollen drei bis vier Wochen dauern, wie Georgia Gould vom Bezirksrat sagte.

Bei der Brandkatastrophe im Grenfell Tower am 14. Juni waren mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen. Die tatsächliche Opferzahl könnte aber wesentlich höher liegen. Möglicherweise haben sich viele Menschen illegal in dem Sozialbau aufgehalten. (sda/dpa)

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