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Nordkorea hat Wasserstoffbombe für Langstreckenraketen entwickelt



Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe entwickelt, die von einer Interkontinentalrakete ins Ziel gebracht werden könnte. Machthaber Kim Jong Un inspizierte offenbar im Institut für Atomwaffen eine entsprechende Wasserstoffbombe.

Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag mitteilte, soll es sich um eine «thermonukleare Waffe mit einer ausserordentlichen Explosionskraft» handeln. Beim Fabrik-Besuch lobte Staatschef Kin Jong Un den technologischen Durchbruch. Er sei «stolz auf die unbezwingbare Stärkung» der Streitkräfte.

Nach offizieller Darstellung lässt sich die Sprengkraft der neuen Waffe «von zehn Kilotonnen bis mehrere hundert Kilotonnen» variieren. Die Angaben liessen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

Zu hundert Prozent «Made in Nordkorea»

Wasserstoffbomben, auch thermonukleare Waffen genannt, sind potenziell besonders verheerende Nuklearwaffen. Mit ihnen lassen sich weit stärkere atomare Explosionen erzeugen als mit einstufigen Atombomben.

Alle Komponenten der neuen Bombe seien «zu 100 Prozent im eigenen Land hergestellt», meldete die Agentur weiter. Damit könne das Land beliebig viele dieser Bomben bauen.

Im Januar 2016 hatte Pjöngjang erklärt, erstmals eine Wasserstoffbombe erfolgreich getestet zu haben. Damals bezweifelten Experten, dass es sich bei dem Atomtest tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handelte.

Mehrere Raketentests

Anfang Juli dieses Jahres hatte das nordkoreanische Staatsfernsehen erstmals den Test einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14 vermeldet. Experten schätzen, dass die Rakete eine potenzielle Reichweite von 6700 Kilometern hat und damit theoretisch den US-Bundesstaat Alaska erreichen könnte.

Nach einem zweiten Test einer Langstreckenrakete am 28. Juli verkündete Pjöngjang, die dabei verwendete Rakete könne das «gesamte US-Festland» erreichen. Bei dem Geschoss mit einer theoretischen Reichweite von 10'000 Kilometern soll es sich um eine verbesserte Version des Typs Hwasong-14 gehandelt haben. Am Dienstag dieser Woche schoss Nordkorea eine Mittelstreckenrakete ab, die über Japan hinweg flog und im Pazifik landete. (sda/afp/reu/dpa)

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