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Pharma: Santhera macht dank Medikamente-Zulassung zwei Drittel mehr Umsatz



Das Baselbieter Pharmaunternehmen Santhera profitiert von der Marktzulassung seines ersten Medikamentes in der EU. Im vergangenen Jahr stieg deswegen der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel.

4.3 Millionen Franken betrug der Umsatz von Santhera im letzten Jahr - 65 Prozent mehr als im Vorjahr. 44 Prozent dieses Jahresumsatzes wurden allein im vierten Quartal erwirtschaftet, wie Santhera am Mittwoch mitteilte.

Das liegt daran, dass das Unternehmen erst im September die Marktzulassung in der EU für sein erstes Medikament Raxone erhalten hatte. Thomas Meier, Chef von Santhera, bezeichnet dies in der Medienmitteilung als «wichtigen Meilenstein».

Bisher verfügte Santhera für Raxone erst über eine temporäre Zulassung in Frankreich. Zudem durfte das Medikament im Rahmen von Spezialprogrammen an Patienten abgegeben werden.

Augenkrankheit

Seit September darf das Medikament nun in allen EU-Mitgliedsländern sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein zur Behandlung der seltenen Augenkrankheit Lebersche Optikusatrophie (LHON) eingesetzt werden. LHON wird genetisch vererbt und führt beim Patienten zu rascher und meist dauerhafter Erblindung.

Auf dem Markt eingeführt hat Santhera das Medikament bis Ende Jahr in Deutschland, Österreich, Dänemark, Norwegen und Luxemburg. In Frankreich wird es vorerst weiterhin im Rahmen der temporären Zulassung verkauft. Das Unternehmen schätzt, dass bis Ende Jahr rund 120 Patienten mit der Augenkrankrankheit LHON mit Raxone behandelt wurden - primär in Deutschland und Frankreich.

Markteinführung

Santhera will das Medikament auch in den anderen europäischen Märkten einführen. Kürzlich hat das Unternehmen zu diesem Zweck eine Vertriebs- und Liefervereinbarung für Osteuropa und das Baltikum mit der Firma Ewopharma abgeschlossen.

Zudem will Santhera sein Medikament künftig auch als Therapie bei der muskulären Erbkrankheit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) verkaufen können. Die Markteinführung für diese zweite Anwendung solle in diesem Jahr vorbereitet werden, heisst es in der Mitteilung. (sda)

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