Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr als 30 Tote bei Anschlagsserie im Norden Nigerias



Im Norden Nigerias sind am Samstagabend mindestens 31 Menschen bei einer brutalen Anschlagsserie getötet worden. Die Behörden vermuteten am Sonntag die Islamistengruppe Boko Haram hinter den Taten.

Zunächst sprengten sich nach Behördenangaben zwei Selbstmordattentäter in der Stadt Damboa in die Luft, wobei mindestens sechs Menschen starben. Viele weitere Menschen starben, als Hintermänner kurz darauf aus Panzerfäusten Granaten auf die Anschlagsorte abfeuerten, an denen sich Helfer und Schaulustige versammelt hatten.

Die Strassen von Damboa waren zum Tatzeitpunkt besonders belebt, weil die Menschen gerade das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert hatten. Ein Behördenvertreter in der Provinzhauptstadt Maiduguri wies darauf hin, dass die Bluttat typische Merkmale zeige: «Man muss niemandem sagen, dass dies das Werk von Boko Haram war.» Wegen der vielen Verletzten könne die Zahl der Toten noch steigen.

Regelmässig schwere Anschläge verübt

Boko Haram ist in der Region sehr aktiv und verübt regelmässig schwere Anschläge. Die Miliz kämpft seit rund zehn Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias.

In dem Konflikt wurden bisher mindestens 20'000 Menschen getötet. Auch in den Nachbarländern verübt Boko Haram immer wieder Anschläge und Überfälle.

Der 2015 gewählte Präsident Muhammadu Buhari betont immer wieder sein striktes Vorgehen gegen die Boko Haram und untermauert dies durch angebliche Erfolge im Anti-Terror-Kampf. Experten nahmen den Anschlag vom Wochenende aber als Beleg dafür, dass die Gefahr keineswegs gebannt sei.

«Boko Haram hat immer noch die Absicht und die Fähigkeit, im Nordosten Nigerias Anschläge mit massenweise Opfern zu verüben», sagte der Sicherheitsexperte Ryan Cummings vom südafrikanischen Analyseunternehmen Signal Risk. Als «besonders auffällig» wertete er den Einsatz von Panzerfäusten in Damboa: Dies zeige, dass die Boko Haram «weiterhin Zugang zu Waffen auf militärischem Niveau» habe. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen