Über 100 verletzte nach Erdbeben im Westen Irans
Im Westen des Iran sind am Sonntag bei einem schweren Erdbeben mehr als hundert Menschen verletzt worden. Die Region wird immer wieder von Erdbeben erschüttert.
In den benachbarten Städten Sarpol-e Sahab und Gilan-e Gharb gebe es mindestens 115 Verletzte, sagte der Gouverneur der Provinz Kermanschah, Huschang Baswand der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Das Geophysikalische Institut des Iran erklärte, nach dem Beben der Stärke 6.4 habe es mehrere Nachbeben gegeben.
Das Beben ereignete sich 17 Kilometer südwestlich von Sarpol-e Sahab in einer Tiefe von sieben Kilometern ereignet, führte das Geophysikalische Institut aus. Es folgten demnach mindestens sieben Nachbeben, von denen das heftigste eine Stärke von 5.2 hatte. Berichten zufolge waren die Erschütterungen auch im benachbarten Irak zu spüren.
Die betroffene Region, die an den Irak grenzt, war in den vergangenen Jahren wiederholt von Erdbeben erschüttert worden. Im August waren bei einem Beben der Stärke 6.0 in der Provinz Kermanschah zwei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 250 weitere verletzt worden.
Im November vergangenen Jahres starben bei einem Beben der Stärke 7.3 etwa 620 Menschen, mehr als 12'000 weitere wurden verletzt. Rund 30'000 Gebäude wurden damals beschädigt. Das Beben vom Sonntag habe nun die gerade erst wieder aufgebauten Gebiete getroffen, sagte Mortesa Salimi vom iranischen Roten Halbmond der Nachrichtenagentur Isna.
Erdbeben ereignen sich im Iran häufig. Das tödlichste Erdbeben in der Geschichte der Islamischen Republik hatte sich 1990 ereignet. Damals waren bei einem Beben der Stärke 7.4 im Norden des Landes 40'000 Menschen getötet und 300'000 weitere verletzt worden.
Dutzende Städte und fast 2000 Dörfer wurden zerstört, 500'000 Menschen verloren ihr Zuhause. 2003 zerstörte ein Beben in der südöstlichen Provinz Kerman die historische Stadt Bam und tötete 31'000 Menschen. (sda/afp)
