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Junger Berner Internet-Betrüger muss ins Erziehungsheim



Gegen 25'000 Franken knöpfte ein junger Berner via Internet Leuten aus der ganzen Schweiz ab, die von ihm ein iPhone, ein iPad oder eine Spielkonsole kaufen wollten. Denn er besass die angebotenen Artikel gar nicht. Deshalb muss er nun in ein Erziehungsheim.

Eine Einzelrichterin in Burgdorf BE verurteilte den 23-Jährigen aus der Region Bern am Mittwoch zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von dreizehn Monaten wegen mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs. Doch diese Strafe wird zugunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben, wie es im Juristenjargon heisst.

Konkret muss der junge Mann in ein auf junge Straftäter spezialisiertes Massnahmenzentrum in der Ostschweiz. Dort soll er eine geregelte Tagesstruktur erhalten, sich weiterentwickeln und sich mit seinen Taten auseinandersetzen.

Die inexistenten Elektronikartikel bot der nunmehr Verurteilte auf Auktionsplattformen wie OLX und eBay an. Er tat dies nach eigenen Aussagen, um seine Spielsucht zu finanzieren.

Wenn die «Käufer» der inexistenten Geräte bei ihm reklamierten, schrieb er Vertröstungs- oder Hinhalte-Mails oder reagierte nicht. 64 Mal täuschte er so von 2014 bis 2016 nach Auffassung der Richterin arglistig Interessenten.

Die Richterin verweigerte ihm eine bedingte Freiheitsstrafe, weil der arbeitslose und motivationslose Mann Druck brauche, um sich zu bessern. Es bestehe laut einem psychiatrischen Gutachten hohe Rückfallgefahr. (sda)

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