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Fünf Armee-Kader wegen Veruntreuung vor Militärgericht



Fünf Infanterie-Kader der Schweizer Armee müssen sich am Montag in Yverdon-les-Bains VD vor dem Militärgericht verantworten. Sie sollen über Jahre Ausrüstungsgegenstände und Infrastruktur der Armee für nichtdienstliche Zwecke verwendet und sich damit bereichert haben.

Bei den fünf Angeklagten handelt es sich um Kaderangehörige des «Lehrverbandes Infanterie», wie die Militärjustiz am Mittwoch mitteilte. Konkret wird ihnen Veruntreuung, Missbrauch von Material sowie Nichtbefolgung von Dienstvorschriften vorgeworfen. In einem Fall lautet die Anklage zudem «gewerbsmässiger Betrug».

Am Montag beginnt vor dem Militärgericht 2 in Yverdon-les-Bains die Hauptverhandlung. Sie dauert die ganze Woche. Die Verhandlung ist öffentlich und findet in französischer Sprache statt. Die Urteilsverkündung wird für anfangs 2017 erwartet.

Negativschlagzeilen

Die Schweizer Armee hatte erst am vergangenen Freitag für Negativschlagzeilen gesorgt, als bekannt wurde, dass das Verteidigungsdepartement bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen den Oberfeldarzt der Schweizer Armee eingereicht hat.

Auslöser ist ein Verdacht auf «strafbare Handlungen gegen das Vermögen sowie strafbare Handlungen gegen die Amts- und Berufspflichten». Der betroffene Divisionär Andreas Stettbacher wurde freigestellt. Es gilt die Unschuldsvermutung. (sda)

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