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Architektur: Irakisch-britische Architektin Zaha Hadid ist gestorben



Die irakisch-britische Stararchitektin Zaha Hadid ist tot. Sie erlag überraschend am Donnerstag in Miami (USA) im Alter von 65 Jahren einem Herzinfarkt, wie ihr Architekturbüro in London mitteilte.

Sie sei zuvor in Miami wegen einer Bronchitis behandelt worden. Zaha Hadid zählt zu den weltweit erfolgreichsten Architekten. Unter anderem entwarf sie das Olympische Schwimmstadion in London, das Nationalmuseum für moderne Kunst in Rom sowie das Rosenthal Center für Gegenwartskunst in Cincinnati (USA).

2004 wurde sie als erste Frau mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet, der weltweit wichtigsten Auszeichnung für Architektur. 2009 erhielt sie das japanische Praemium Imperiale.

Die 1950 in Bagdad geborene Architektin gewann mit ihren kühnen Entwürfen zahlreiche Wettbewerbe. Allerdings wurden die Bauten nur selten realisiert und galten gar lange Zeit als unrealisierbar.

Für die Schweiz entwarf sie unter anderem 2008 eine spektakuläre Zweifamilien-Villa in Küsnacht, ihr erstes Privathaus überhaupt. Gebaut worden ist das 30 bis 40 Millionen Franken teure Prestigeobjekt mangels Käufer bis heute nicht.

Auch ein Entwurf Hadids für ein neues Basler Stadtcasino wurde nicht realisiert. Das Stimmvolk lehnte ihn 2007 ab. Und im Projektwettbewerb für den «Circle» am Flughafen Zürich wurde sie nur zweite hinter Riken Yamamoto. Dem Bauherrn Unique war Hadids Entwurf zu gewagt. (sda/dpa)

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