Konservativer Kandidat Duque gewinnt Präsidentenwahl in Kolumbien
Der konservative Kandidat Iván Duque hat die Präsidentenwahl in Kolumbien gewonnen. Er kam in der Stichwahl am Sonntag auf rund 55.6 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt nach der Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen mitteilte.
Sein Konkurrent Gustavo Petro von der linken Bewegung Colombia Humana erhielt 40.4 Prozent der Stimmen.
Bei der Wahl ging es nicht nur um einen neuen Präsidenten für das südamerikanische Land, sondern auch um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung Farc. Duque will das Abkommen in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben.
Der international bejubelte Friedensprozess ist in dem südamerikanischen Land äusserst umstritten. Nach Einschätzung der Rechten hat der Staat den Rebellen zu viele Zugeständnisse gemacht. Beispielsweise müssen sie nur relativ milde Strafen fürchten und erhalten zehn garantierte Sitze im Parlament. (sda/dpa/afp)
