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Felssturz: Calancatal nach Felssturz nur über Satellitentelefon erreichbar



Das am Montagabend von einem Felssturz von der Aussenwelt abgeschnittene Calancatal ist auch telefonisch kaum erreichbar. Die einzige Telefonverbindung «nach draussen» stellen für die eingeschlossenen Einwohner vier Satellitentelefone dar.

Der Steinschlag, der am Montagabend die Talstrasse auf einer Länge von 200 Metern verschüttete, zerstörte auch die Telefonleitungen, wie Swisscom-Sprecherin Annina Merk am Mittwoch dem Regionaljournal Graubünden von Radio SRF sagte. In den abgeschnittenen zwei Dritteln des Tales gibt es zurzeit weder Mobil- noch Festnetztelefonie.

Damit die mehreren hundert betroffenen Einwohner und fünf Gemeinden nicht komplett isoliert bleiben, hat die Swisscom die Satellitentelefone vor Ort gebracht. Das Telekomunternehmen arbeitet an einer provisorischen Lösung. Wenn alles gut läuft, soll diese bis Donnerstagabend funktionsfähig sein.

Notstrasse am Donnerstagabend bereit

Ebenfalls am Donnerstagabend soll das Tal auch mit Fahrzeugen wieder erreichbar sein. Wie geplant wird dann eine provisorische, einspurige Umfahrungsstrasse fertig sein, wie Elia Lardi, Mediensprecher des Tiefbauamtes Graubünden, zur Nachrichtenagentur sda sagte.

Dass die Notstrasse schon nach wenigen Tagen bereitsteht, verdanken die Taleinwohner einem glücklichen Zufall. Das Tiefbauamt kann die Umfahrung des Felssturzes auf einem Strässchen realisieren, dass unterhalb der Talstrasse zu einer Siedlung führt.

Das Strässchen wurde zwar ebenfalls von den Felsmassen getroffen, wurde aber nicht so stark verschüttet wie die Hauptstrasse. Müsste die Notstrasse komplett neu erstellt werden, bliebe das Calancatal für mehrere Wochen abgeschnitten.

Beim Felssturz zwischen Molina di Buseno und Arvigo waren am Montagabend rund 5000 Kubikmeter Gestein niedergegangen, was einem Volumen von 50 Einfamilienhäusern entspricht. Auf der Calancastrasse blieben 2000 Kubikmeter liegen und türmten sich bis zu vier Meter hoch. Bis die schwer beschädigte Strasse freigeräumt und repariert ist, werden nach Schätzungen des Tiefbauamtes mindestens zwei Monate vergehen. (sda)

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