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Mehr als 12'000 Flüge von und nach Florida abgesagt



Hurrikan «Irma» hat den US-Staat Florida mit voller Wucht erfasst. Mit extrem starken Windböen und Regenfällen zieht er Richtung Norden. Millionen Haushalte sind ohne Strom, Sturmfluten drohen. Mehr als 12'000 Flüge von und nach Florida wurden abgesagt.

Der Wirbelsturm traf an der Westküste Floridas auf Land und zog dann etwas östlicher als erwartet weiter, wie der US-Wetterdienst mitteilte. Schwerste Schäden drohten fast im gesamten Bundesstaat, das genaue Ausmass ist unklar. Inzwischen wurde der Hurrikan auf Kategorie 2 herabgestuft, an Gefährlichkeit büsste er aber nichts ein.

Mehr als 3.3 Millionen Haushalte waren nach Angaben der Strombetreiber in der Nacht zum Montag ohne Strom. US-Präsident Donald Trump kündigte an, möglichst bald nach Florida reisen zu wollen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen.

Der Sturm brachte an beiden Küsten Floridas weitreichende Überflutungen, so zeigten Fernsehbilder beispielsweise Überschwemmungen in der Innenstadt von Miami. Dort brachen mindestens zwei grosse Baukräne im Sturm zusammen. Wie der Sender ABC in Florida berichtete, starben am Sonntagmorgen (Ortszeit) drei Menschen bei vom Wetter mitverursachten Verkehrsunfällen.

Rascher Meeresanstieg

Das Auge des Sturms traf am Sonntagnachmittag (Ortszeit) südlich der Stadt Naples aufs Festland. Am Flughafen der Stadt sei eine Böe mit 229 Stundenkilometern gemessen worden, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Zudem stieg der Spiegel des Ozeans vor Naples innerhalb von nur 90 Minuten um mehr als zwei Meter an.

In Florida waren zuvor mehr als 6.5 Millionen Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Das entspricht rund 30 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates - es war eine der grössten Evakuierungsaktionen in der Geschichte der USA. Weit über 100'000 Menschen harrten in Notunterkünften aus.

Frankreichs Präsident fliegt nach Saint-Martin

«Irma» hält die Region bereits seit Tagen in Atem. Bei seinem Zug durch die Karibik hatte der Sturm nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, einige Gebiete gelten als unbewohnbar. Schwere Schäden gab es unter anderem auf den Inseln Barbuda, Saint-Martin, Saint-Bartélémy sowie den Jungferninseln.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird Saint-Martin besuchen. Er werde in seiner Präsidentenmaschine am Dienstag auch dringend benötigte Hilfsgüter auf die Insel bringen, schrieb Innenminister Gerard Collomb am Sonntag auf Twitter. (sda/dpa/afp)

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