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Cyber-Kriminalität: Verdächtiger nach Nacktfoto-Skandal um US-Promis festgenommen



Im Skandal um illegal verbreitete Nacktfotos von Prominenten ist in den USA ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Er soll sich illegal Zugang zu mehr als 100 E-Mail-Konten verschafft haben, teilte das FBI in Los Angeles am Dienstag (Ortszeit) mit.

Die meisten Konten gehörten demnach weiblichen Prominenten. Von der Veröffentlichung intimer Fotos und Videos waren 2014 unter anderem Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence, Schauspielerin Kirsten Dunst und Sängerin Ariana Grande betroffen.

Der 36-jährige Mann aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania gab der Behörde zufolge zu, sich mit sogenannten «Phishing-Mails» Zugang zu Computerdaten verschafft zu haben. Dabei handelte es sich um gefälschte E-Mails, die angeblich von Apple oder Google stammten. In den Mails fragte der Mann nach Usernamen und Passwörtern.

Antworteten die Opfer, hatte er Zugriff auf ihre Email-Konten und somit auf Daten wie Fotos und Videos. In einigen Fällen habe er durch eine bestimmte Software auf den gesamten Inhalt der iCloud zugreifen können - ein Apple-Dienst, mit dem Daten online gespeichert werden können.

«Wir sehen immer noch, dass Prominente und andere Opfer unter den Konsequenzen dieser Tat leiden. Wir können allen Internetnutzern nur raten, starke Passwörter zu nutzen und skeptisch zu sein, wenn sie auf E-Mails antworten, in denen sie nach persönlichen Informationen gefragt werden», sagte David Bowdich vom FBI.

Dem festgenommenen Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft. Ihm konnte den Angaben zufolge bisher allerdings nicht nachgewiesen werden, dass er die Nacktaufnahmen auch veröffentlicht hat. (sda/dpa)

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