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Ukraine: Moskau verklagt die Ukraine wegen nicht zurückgezahlter Schulden



Wegen nicht zurückgezahlter Schulden in Höhe von drei Milliarden Dollar verklagt Russland die Ukraine. Das russische Finanzministerium sprach am Freitag in Moskau von einem «Zahlungsausfall» der Ukraine und kündigte ein «sofortiges» Verfahren gegen Kiew an.

Der Fall soll vor einem Gericht in Grossbritannien verhandelt werden. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte persönlich angeordnet, die Ukraine vor ein Gericht zu bringen.

Russland hatte den Kredit von drei Milliarden Dollar im Jahr 2013 der damaligen Regierung des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch gewährt. Die derzeitige prowestliche Regierung in Kiew kündigte im Dezember aber an, dass sie die Schulden nicht fristgerecht bis zum 20. Dezember zurückzahlen werde.

Die Ukraine verlangt von Russland einen Abschlag von 20 Prozent von der Schuld, wie es auch andere private Gläubiger dem Land zugestanden hatten. Moskau besteht jedoch darauf, dass die Schulden in vollem Umfang getilgt werden und bietet höchstens eine Streckung bei der Rückzahlung an.

Wegen des Schuldenstreits hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Dezember eine Änderung seiner Kreditregeln beschlossen, um Kiew weiter finanziell unterstützen zu können.

Seit der Annexion der Krim-Halbinsel durch Russland im Frühjahr 2014 ist der Konflikt zwischen Moskau und Kiew eskaliert. Auslöser war der Streit um das Freihandelsabkommen zwischen der Ukraine und der EU, das am Freitag mit Verzögerung in Kraft trat. (sda/afp)

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