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Montenegro: Polizei in Montenegro setzt Tränengas gegen Demonstranten ein



Die Polizei im Balkanstaat Montenegro hat am Samstag Tränengas gegen regierungskritische Demonstranten in der Hauptstadt Podgorica eingesetzt. Hunderte Menschen versuchten, zum Parlament zu marschieren.

Sie wollten den Rücktritt von Ministerpräsident Milo Djukanovic und seiner linksgerichteten Regierung fordern, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Hunderte Polizisten riegelten jedoch das Parlament und Regierungsgebäude ab. Als die Demonstranten versuchten, Absperrungen zu durchbrechen, setzte die Polizei Tränengas ein. Die Demonstranten protestierten daraufhin andernorts friedlich.

Bereits zuvor hatte die Polizei am Samstag ein vor Wochen errichtetes Protestlager vor dem Parlament geräumt. Dutzende Menschen wurden von dort vertrieben. Nach Polizeiangaben wurden elf Menschen festgenommen. Sechs Beamte wurden demnach leicht verletzt.

Die Opposition in Montenegro fordert eine Übergangsregierung und Neuwahlen. Ende September hatten etwa 3000 Menschen in Podgorica gegen Djukanovic protestiert. Der 53-Jährige ist in der früheren jugoslawischen Teilrepublik mit ihren etwa 630'000 Einwohnern seit den frühen 90er Jahren an der Macht. (sda/afp)

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