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Antrag Grossbritanniens für EU-Austritt in Brüssel eingegangen



Der offizielle Brexit-Antrag aus London ist bei der Europäischen Union eingegangen. EU-Ratspräsident Donald Tusk teilte am Mittwoch auf Twitter mit: «Nach neun Monaten hat Grossbritannien geliefert.»

Damit tickt die Uhr für die zweijährigen Verhandlungen über den EU-Austritt Grossbritanniens nach mehr als 40-jähriger Mitgliedschaft. Er wird also voraussichtlich Ende März 2019 vollzogen.

Premierministerin Theresa May hatte das offizielle Trennungsgesuch am Dienstagabend unterschrieben. Die Übergabe durch den britischen Botschafter Tim Barrow am Mittwoch löste das nun das auf zwei Jahre angesetzte Verfahren nach Artikel 50 des EU-Vertrags aus. Beide Seiten haben versichert, dass sie eine gütliche Trennung und auch künftig eine enge Partnerschaft wünschen.

Eine knappe Mehrheit der britischen Wähler hatte schon im Juni 2016 für den Brexit gestimmt - den ersten Ausstieg eines Mitgliedslands in der 60-jährigen Geschichte der Europäischen Gemeinschaften. Die britische Regierung benötigte jedoch Zeit, die komplizierten Gespräche vorzubereiten und eine Linie abzustecken.

Harter Ausstieg

Im Januar gab May die Richtung vor: Grossbritannien will auch aus dem gemeinsamen Binnenmarkt und aus der Zollunion heraus, weil London den ungehinderten Zuzug von EU-Bürgern nicht länger akzeptieren will.

Was aus den bereits nach Grossbritannien übergesiedelten EU-Bürgern wird, ist eines der wichtigsten Themen der Austrittsverhandlungen. Rund 3.2 Millionen Menschen aus anderen EU-Ländern lebten 2016 im Vereinigten Königreich, ein knappes Drittel davon allein aus Polen.

Weiterer Knackpunkt in den Verhandlungen wird die Trennung der Finanzen. Die EU will für gemeinsam eingegangene Verpflichtungen noch bis zu 60 Milliarden Euro von Grossbritannien. Ziel der Brexit-Befürworter war indes gerade, keine grossen Summen mehr nach Brüssel zu überweisen. (sda/dpa)

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