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USA: Ein Verletzter nach Schüssen an Demonstration in Ferguson



Bei Zusammenstössen in der US-Stadt Ferguson ist mindestens ein Demonstrant verletzt worden. Rund zwei dutzend Schüsse wurden am späten Sonntagabend (Ortszeit) in der Kleinstadt im Bundesstaat Missouri abgefeuert, ein Demonstrant lag verletzt am Boden.

Dies berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei im County St. Louis erklärte auf Twitter, es seien mehrere Schüsse abgegeben worden. Wer geschossen hatte, war zunächst unklar.

In Ferguson hatten am Sonntag hunderte Menschen bei einer Kundgebung an die tödlichen Polizeischüsse auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown vor genau einem Jahr erinnert. Unter anderem verharrten die Demonstranten am Sonntag viereinhalb Minuten lang in Schweigen - in Erinnerung an die viereinhalb Stunden, die die Leiche des 18-Jährigen auf der Strasse gelegen hatte, bevor sie weggebracht wurde.

Zudem wurden zwei weisse Tauben in die Luft gelassen. Viele Teilnehmer trugen T-Shirts mit dem Abbild Browns; andere hielten Schilder mit Aufschriften wie «Stoppt das Töten von schwarzen Kindern».

Am Abend wuchsen dann die Spannungen, als mindestens ein Geschäft geplündert wurde. Etwa 50 Menschen plünderten einen Schönheitssalon in Ferguson.

Brown war am 9. August 2014 nach einem Handgemenge vom weissen Polizisten Darren Wilson in Ferguson mit mehreren Schüssen getötet worden. Wilson wurde nicht angeklagt, obwohl der Jugendliche unbewaffnet war.

Browns Tötung und der spätere Verzicht auf einen Strafprozess hatten in Ferguson und zahlreichen anderen Städten der USA zu teils gewalttätigen Protesten geführt. An dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeigewalt.

19-Jähriger in Arlington erschossen

Kurz vor dem Jahrestag hatte ein weisser US-Polizist am Freitag erneut einen unbewaffneten Afroamerikaner erschossen. Der «Washington Post» zufolge gab es seit Browns Tod 24 solcher Fälle.

Der in Texas getötete Student war nach Polizeiangaben am frühen Freitagmorgen in der Stadt Arlington mit seinem Wagen durch die Scheibe eines Autohauses gefahren. Zwei Beamte seien wegen eines mutmasslichen Einbruchsdeliktes dorthin geschickt worden.

Der 19-Jährige habe Aufforderungen der Beamten, sich zu ergeben, nicht Folge geleistet, zitierte der Sender CNN den Polizeichef von Arlington, Will Johnson. Anschliessend sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, ein Beamter habe viermal geschossen.

Die Familie des getöteten Studenten, seine Universität und sein Footballteam reagierten betroffen und geschockt. Sein Vater sagte, was sein Sohn getan habe, sei nicht richtig gewesen. «Aber warum wurde ein unbewaffneter Mann erschossen? (...) Unbewaffnet, ein 19-Jähriger, und sie erschiessen ihn?» (sda/afp/dpa)

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