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Solche Skizzen fertigten Geflüchtete zum Alltag in den Straflagern an.
Solche Skizzen fertigten Geflüchtete zum Alltag in den Straflagern an.Bild: u.n.
Gegen die Lügen des Westens

Nordkorea veröffentlicht eigenen Menschenrechtsbericht: Die Lage ist «glänzend» und «rosig» 

11.08.2014, 11:1811.08.2014, 11:24

Nordkorea hat genug von den Anschuldigungen des Westens. Die Führung des Landes will nun einen eigenen Menschenrechtsbericht vorlegen, der dem Land eine «glänzende und rosige Zukunft» bescheinigt.

Der Report solle «in naher Zukunft» erscheinen und die «Lügen und Erfindungen» der «feindlichen Kräfte» kontern, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Menschenrechtsverbands laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Mithilfe der eigenen Bilanz wolle Pjöngjang mit den «Vorurteilen und Missverständnissen» aufräumen, sagte er in dem am Montag veröffentlichten Interview.

Kommissionsbericht deckte den Gefangenen-Horror auf

Eine UNO-Expertenkommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea hatte Pjöngjang im Februar vorgeworfen, bis zu 120'000 politische Gefangene in vier grossen Lagern zu internieren.

Im Kommissionsbericht aufgelistet wurden «Ausrottung, Mord, Versklavung, Folter, Haft, Vergewaltigung, erzwungene Abtreibungen» sowie zahlreiche weitere Verbrechen, darunter Zwangsumsiedlungen und das Aushungern von Bevölkerungsgruppen. Pjöngjang wies diese Beschuldigungen als «schiere Erfindung» der USA und ihrer Verbündeten zurück.

Unsägliche Verbrechen der Staatsführung

Der Bericht stützt sich auf Aussagen von mehr als 80 Nordkoreanern, denen die Flucht gelang. Pjöngjang kooperierte nicht mit der UNO, weshalb Untersuchungen vor Ort nicht möglich waren. Ein ehemaliger Häftling berichtete, wie er die Leichen von Verhungerten verbrennen und ihre Asche als Dünger verteilen musste.

Andere waren demnach gezwungen, ihre unterernährten Babys mit Mäusen und Schlangen zu füttern. Für die Verbrechen könnten nach Einschätzung der Kommission «mehrere hundert» Menschen verantwortlich sein. «Ein Grossteil der Verantwortung» wurde der Staatsführung zugewiesen. (sda/afp)

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