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Deutschland - Polen: Gauck ruft Deutsche und Polen zu Dialog über künftiges Europa auf



25 Jahre nach Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags hat der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck beide Länder zu weiterer Annäherung aufgerufen. Gauck empfing seinen polnischen Kollegen Andrzej Dunda in Berlin.

«Einander näher rücken. Einander zuhören. Einander ernst nehmen», sagte Gauck am Donnerstag beim Empfang. «Dialog, auch kontroverse Debatten, bleiben für mich unverzichtbar», fügte er hinzu.

Der Bundespräsident hatte Duda zuvor mit militärischen Ehren auf Schloss Bellevue begrüsst. Der Besuch findet aus Anlass des 25. Jahrestags des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages statt.

Das Vertragswerk, das den Grundstein für die deutsch-polnische Aussöhnung und Zusammenarbeit legte, wurde im Juni 1991 unterzeichnet. Am Freitag reist Gauck zu einem unmittelbaren Gegenbesuch nach Warschau. Zuvor trifft Duda trifft noch in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen,

Die deutsch-polnischen Beziehungen sind derzeit unter anderem wegen unterschiedlicher Positionen in der Flüchtlingskrise und der EU-Kritik am Umgang der polnischen Regierung mit dem Verfassungsgericht des Landes belastet. Auch die Medienpolitik der nationalkonservativen polnischen Regierung ist umstritten. EU-Menschenrechtsexperten sehen eine Erosion des Rechtsstaats in Polen.

Entfeindung

Mit Blick auf die früher von Krieg, Gewalt und Hass geprägten Beziehungen zwischen Polen und Deutschland sprach Gauck von einem «Prozess der Entfeindung». Er würdigte die Rolle Polens beim Umbruch in Europa und auch bei der deutschen Wiedervereinigung.

Die deutsch-polnische Annäherung im vergangenen Vierteljahrhundert nannte Gauck eine «Zeitenwende». Mit Verweis auf die guten Wirtschaftsbeziehungen, den Jugendaustausch und die Partnerschaft in EU und NATO fügte er hinzu: «Wir sind uns zweifellos näher gekommen.» Das Fussballspiel zwischen Deutschland und Polen bei der EM in Frankreich am Donnerstagabend wollten Gauck und Duda aber trotzdem getrennt verfolgen. (sda/afp/dpa)

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