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Jemen: Rückschlag für Bemühungen um Frieden für Jemen



Die Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts im Jemen haben einen neuen Rückschlag erlitten: Eine ab Montag geplante Verhandlungsrunde der Bürgerkriegsparteien musste vertagt werden, weil die Rebellen zunächst nicht zu den Gesprächen erschienen.

Dies teilte UNO-Vermittler Ismail Ould Scheich Ahmed in Kuwait-Stadt mit, wo die Gespräche stattfinden sollten. Die Friedensgespräche sollten unter Vermittlung der Vereinten Nationen zwischen der international anerkannten Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen geführt werden. Allerdings entsandten die Rebellen zunächst keine Delegation nach Kuwait-Stadt, weshalb Scheich Ahmed die Gespräche schliesslich vertagte.

Der UNO-Vermittler rief die Huthi-Rebellen nachdrücklich auf, «die Möglichkeit nicht zunichte zu machen, den Verlust weiterer Menschenleben im Jemen zu vermeiden». Er nannte kein Datum, wann die neue Verhandlungsrunde beginnen könnte.

Die Gespräche sollen einen Ausweg aus dem Konflikt bringen, in dem seit März 2015 mehr als 6300 Menschen getötet worden sind. Beobachter erwarteten zwar keinen politischen Durchbruch in Kuwait-Stadt, hofften aber auf eine Stärkung der seit gut einer Woche geltenden, brüchigen Waffenruhe im Jemen. Die Regierung und ihre arabischen Unterstützer fordern die Entwaffnung und den Rückzug der Huthi-Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa und anderen Städten.

Die schiitische Huthi-Miliz hatte Anfang vergangenen Jahres Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Hadi zur Flucht gezwungen. Seit März 2015 griff eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens die vom Iran unterstützten Rebellen aus der Luft an, um Hadi die Rückkehr an die Macht zu ermöglichen. (sda/afp)

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