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Mindestens eine Schweizerin bei Beben in der Ägäis verletzt



Beim Seebeben vom Freitagmorgen in der Ägäis mit zwei Toten auf der griechischen Insel Kos und mehr als hundert Verletzten ist auch mindestens eine Schweizerin verletzt worden. Das bestätigte am Freitag das Aussendepartement (EDA) in Bern.

Abklärungen über mögliche weitere Schweizer Staatsangehörige seien im Gange, teilte das Departement mit. Der Reiseanbieter Hotelplan Suisse hatte schon zuvor mitgeteilt, man habe Kenntnis von einer leicht verletzten Kundin. Es befänden sich 379 Reisegäste auf Kos und sechs Kunden im rund 15 Kilometer entfernten türkischen Bodrum.

TUI Schweiz sprach von 671 Kunden in der Region, die alle wohlauf seien, Kuoni von einer dreistelligen Zahl an Reisegästen, niemand von ihnen sei schwer verletzt.

Die zwei auf Kos getöteten Touristen stammen nach Angaben des Gouverneurs der Region Süd-Ägäis, Giorgos Chatzimarkos, aus der Türkei und aus Schweden. Allein auf Kos seien rund 100 Menschen zumeist leicht verletzt worden. Im türkischen Bodrum wurden ausserdem rund 70 Verletzte im Spital behandelt.

Hotels einsturzgefährdet

Bei dem Beben wurden auch Hotels beschädigt. Sie werden als nicht mehr sicher eingestuft. Verschiedene Reiseveranstalter bringen davon betroffene Kunden bei Bedarf in anderen Hotels unter.

Die Sachschäden auf Kos durch das Beben, das sich um 01.31 Uhr Ortszeit ereignete, seien enorm, zitierte die Nachrichtenagentur Ana den Bürgermeister von Kos, Giorgios Kyritsis. Der Hafen und der Flughafen von Kos wurden vorläufig geschlossen. Auch der Fährverkehr nach Kos war vorübergehend eingestellt.

Auf der griechischen Insel Rhodos war das Erdbeben ebenfalls zu spüren. Laut der dortigen Polizei gab es aber keine Opfer oder grössere Schäden.

Epizentrum nahe Bodrum

Laut der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Seebebens der Stärke 6.7 nahe der türkischen Stadt Bodrum in etwa zwölf Kilometern Tiefe. Die Erdbebenwarte in Athen gab die Stärke des Bebens mit 6 an. Nach der ersten Erschütterung seien mehrere schwächere Nachbeben erfolgt.

Die Türkei und Griechenland liegen am Rande der Eurasischen Platte und sind deswegen für Erdbeben besonders anfällig. So kamen 1999 in Griechenland 143 Menschen durch Erdstösse ums Leben. Im selben Jahr waren bei zwei Beben in der Nordwesttürkei etwa 20'000 Todesopfer zu beklagen. (sda/afp/dpa/reu)

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