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Alte Eiche stürzt auf Madeira um und erschlägt zwölf Gläubige



Bei einem religiösen Volksfest auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira hat ein umstürzender Baum zwölf Gläubige in den Tod gerissen. 50 weitere Menschen wurden verletzt.

Die Eiche fiel am Dienstag plötzlich samt ihres Wurzelwerks auf die Menschen, teilten die örtlichen Behörden am Nachmittag in der Hauptstadt Funchal mit. Unter den Verletzten seien auch Deutsche, Ungarn und Franzosen, hiess es. Die genaue Zahl der Opfer war lange unklar gewesen.

Bei dem Baum handelte es sich laut der Zeitung «Público» um eine 200 Jahre alte Eiche. Den Angaben zufolge war sie schon seit drei Jahren als gefährlich und umsturzgefährdet eingestuft worden.

Der Baum kippte offenbar plötzlich um und traf Dutzende Gläubige, die in der Nähe an einem Verkaufsstand Kerzen erwerben wollten. Auf einem im Internet verbreiteten Video ist der Moment zu sehen, in dem der Baum stürzt. Schockierte Augenzeugen liefen in Panik in alle Richtungen.

Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, darunter ein Einsatzteam von Ärzten, mehrere Krankenwagen und die Feuerwehr. Premierminister António Costa zeigte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer im Kurznachrichtendienst Twitter sein tiefes Beileid aus. Das Fest wurde nach dem tragischen Vorfall abgebrochen. Die Regierung von Madeira rief eine dreitägige Trauer aus.

Das Unglück ereignete sich während der beliebten «Festa da Senhora do Monte» (Fest der Herrin von Monte), dem grössten und berühmtesten religiösen Festival auf der Insel. Es wird zu Ehren der Jungfrau von Monte, der Schutzheiligen der Hauptstadt Funchal, immer am 14. und 15. August abgehalten und lockt traditionell viele Besucher aus aller Welt nach Madeira.

Die Strassen und die Wallfahrtskirche in den Bergen oberhalb von Funchal werden dabei aufwendig mit Blumen geschmückt, es gibt Musik und Stände sowie eine Prozession Tausender Pilger. (sda/dpa)

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