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Dutzende Tote bei Angriff auf Polizeischule in Pakistan



Bei der Attacke auf eine Polizeischule in der Provinz Belutschistan im Westen Pakistans sind dutzende Menschen getötet worden. Laut einem Arzt wurden in der Nacht auf Dienstag alleine in das örtliche Spital der Stadt Quetta 48 Leichen gebracht.

Der Sender Geo TV berichtete unter Berufung auf Ärzte, es seien 51 Leichen in Spitäler gebracht und 116 Menschen verletzt worden. Auch das Nachrichtenportal «Dawn» schrieb unter Berufung auf Behördenvertreter von 51 Toten. Der Innenminister von Belutschistan, Sarfraz Bugti, erklärte den stundenlangen Einsatz der Sicherheitskräfte in Quetta am Dienstagmorgen für beendet.

Die bewaffneten Angreifer hatten den Polizeikomplex am Rande der Grossstadt am Montagabend überfallen und dort wahllos um sich geschossen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich den Angaben zufolge rund 700 Kadetten in der Akademie auf. Medien berichteten von heftigen Feuerwechseln und schweren Explosionen auf dem Gelände. Etliche Kadetten wurden demnach als Geiseln genommen, die Täter verschanzten sich mit ihnen im Hauptgebäude.

Befreiungsaktion beendet

Sicherheitskräfte umstellten das Gelände in einem Aussenbezirk Quettas und starteten schliesslich die Aktion zur Befreiung der Geiseln. Am Morgen vermeldete Innenminister Bugdi, das Areal sei vollständig gesichert worden.

Unklar blieb zunächst, wie viele Angreifer an dem Überfall beteiligt waren und ob alle von ihnen getötet wurden. Das Militär teilte laut Medienberichten mit, die Täter hätten Anweisungen aus Afghanistan erhalten und stünden mit der sunnitischen Extremistengruppe Lashkar-e Jangvi in Verbindung.

Separatisten und Islamisten

Das rohstoffreichen Belutschistan ist zugleich die grösste, ärmste und unruhigste Provinz Pakistans. Dort sind mehr extremistische Gruppen präsent und aktiv als in den anderen Landesteilen. Separatisten kämpfen zum Beispiel für die Abspaltung von Pakistan oder für mehr politische und finanzielle Autonomie der Provinz. Auch einige pakistanische Taliban-Gruppen sowie die afghanischen Taliban haben hier ihre Basis.

Im August waren bei einem Bombenattentat auf ein Spital in Quetta 73 Menschen getötet worden. In der Klinik hatten sich zum Zeitpunkt des Anschlags etwa 200 Menschen versammelt, viele davon Anwälte und Journalisten. Sie trauerten dort um den ermordeten Präsidenten des örtlichen Anwaltsvereins. Zu der Tat bekannten sich sowohl die pakistanische Taliban-Gruppierung Jamaat-ul-Ahrar als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). (sda/afp/dpa/reu)

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