SRG-Halbierung auf der Kippe, bye Heiratsstrafe – das sagen die ersten Abstimmungsumfragen
Am 8. März 2026 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über vier Vorlagen ab: Die SRG-Halbierungsinitiative, die Bargeld-Initiative, die Klimafonds-Initiative sowie über das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung.
Hier sind die Resultate der ersten Abstimmungs-Umfragen.
SRG-Initiative
Das wird ganz eng: Die Halbierungsinitiative zur Reduzierung der Gebühren für die SRG steht auf Messers Schneide, wie die ersten Umfragen zeigen. 50 Prozent tendieren zu einem Ja derzeit, 48 zu einem Nein. Auffallend: Die Meinungen scheinen bei vielen bereits frühzeitig gemacht – nur gerade zwei Prozent der Befragten sind noch unschlüssig, nur 14 Prozent sind noch nicht überzeugt.
Individualbesteuerung
Die Einführung der Individualbesteuerung (oder auch: Abschaffung der Heiratsstrafe) hingegen startet mit viel Zuspruch in den Abstimmungskampf. 64 Prozent sehen sich derzeit im Ja-Lager, nur gerade deren 30 lehnen das Vorhaben ab. Das könnte sich allerdings noch ändern: Eine Allianz aus SVP, Mitte und EDU wird versuchen, zu mobilisieren und die Menschen von einer Ablehnung überzeugen.
Bargeld-Initiative
Viel Support geniesst in der ersten Umfrage auch die Bargeld-Initiative. Sie will den Bund dazu verpflichten, stets genügend physisches Geld bereitzustellen. 62 Prozent der Befragten können sich derzeit dafür begeistern, 31 Prozent eher nicht. Besonders viel Sympathie weckt das Begehren laut Tamedia bei SVP-nahen Personen, Wenigverdienern und in der Romandie.
Klimafonds-Initiative
Kaum Chancen werden laut ersten Umfragen der Klimafonds-Initiative eingeräumt. Satte 47 Prozent wissen bereits heute, dass sie das Anliegen ablehnen wollen. Weitere 12 Prozent tendieren ebenfalls dazu. Es zeigt sich ein sehr klarer Links-/Rechts-Graben. Die Klimafonds-Initiative will, dass jährlich 0,5 bis 1 Prozent des BIP via eines Fonds für den Umweltschutz investiert wird, um CO2-senkende Massnahmen zu finanzieren. (con)
