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SRG-Initiative und Co: Das sagen die Umfragen zu Abstimmungen im März

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Eine erste Umfrage zeigt: Bei der SRG-Halbierungsinitiative wird es eng. Bild: KEYSTONE
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50:50 bei SRG-Cut, viel Sympathie für Bargeld – das sagen die jüngsten Umfragen

Bei der SRG-Halbierungsinitiative zeichnet sich ein enges Rennen ab, die Vorlagen zur Individualbesteuerung und dem Bargeld finden viele gut. Hier findest du alle aktuellen Umfragewerte zu den vier Abstimmungen im März 2026.
28.01.2026, 06:2028.01.2026, 07:10

Am 8. März 2026 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über vier Vorlagen ab: Die SRG-Halbierungsinitiative, die Bargeld-Initiative, die Klimafonds-Initiative sowie über das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung.

Hier findest du laufend alle Resultate der Abstimmungs-Umfragen im Vorfeld.

SRG-Initiative

Das wird ganz eng: Die Halbierungsinitiative zur Reduzierung der Gebühren für die SRG steht auf Messers Schneide, wie die ersten Umfragen von Tamedia/Leewas zeigten. 50 Prozent tendieren zu einem Ja, 48 zu einem Nein. Auffallend: Die Meinungen scheinen bei vielen bereits frühzeitig gemacht – nur gerade zwei Prozent der Befragten sind noch unschlüssig, nur 14 Prozent sind noch nicht überzeugt.

Eine wenige Tage später von YouGov veröffentlichte Umfrage zeichnet ein ähnliches Bild. 45 Prozent sind derzeit im Ja-Lager, ebenfalls 45 lehnen das Anliegen ab. Zehn Prozent sind noch unschlüssig. Der Abstimmungskampf dürfte bis zum Termin im März intensiv werden. Spannendes Detail: Während die grosse Mehrheit der Kantone leicht zu einem Nein tendiert oder ein knappes Ergebnis erwartet, gibt es nur einen einzigen, der nach heutigem Stand klar Ja sagt: Obwalden.

Hinweis: Bei den YouGov-Umfragen umfassen die Balken im Diagramm Personen, die eine klare Meinung haben, und solche, die zu einem Ja oder Nein tendieren, zusammen.

Individualbesteuerung

Die Einführung der Individualbesteuerung (oder auch: Abschaffung der Heiratsstrafe) hingegen startete mit viel Zuspruch in den Abstimmungskampf. 64 Prozent sehen sich derzeit im Ja-Lager, nur gerade deren 30 lehnen das Vorhaben ab. Das könnte sich allerdings noch ändern: Eine Allianz aus SVP, Mitte und EDU wird versuchen, zu mobilisieren und die Menschen von einer Ablehnung überzeugen.

Auch die YouGov-Umfrage von Ende Januar ergibt eine klare Pro-Tendenz bezüglich Individualbesteuerung. Sämtliche Kantone, auch jene die das Referendum gegen die Gesetzesvorlage ergriffen hatten, würden sie Stand Ende Januar durchwinken. Am deutlichsten ist die Ja-Tendenz im Kanton Waadt, kritischer sind Obwalden, Uri, Appenzell Innerrhoden und das Tessin.

Bargeld-Initiative

Viel Support genoss in der ersten Tamedia-Umfrage auch die Bargeld-Initiative. Sie will den Bund dazu verpflichten, stets genügend physisches Geld bereitzustellen. 62 Prozent der Befragten können sich dafür begeistern, 31 Prozent eher nicht. Besonders viel Sympathie weckt das Begehren laut Tamedia bei SVP-nahen Personen, Wenigverdienern und in der Romandie.

Die zweite Umfrage von YouGov zeigt ebenfalls viel Sympathie für Cash in der Schweizer Bevölkerung. Die Erhebung erfasst sowohl die Initiative, wo derzeit 57 Prozent Ja sagen würden, als auch den Gegenentwurf. Dieser stösst mit 54 Prozent ebenfalls auf Zustimmung. Sollten beide angenommen werden, würde am Abstimmungstag die Stichfrage entscheiden. Dort herrscht laut Umfrage aktuell Gleichstand.

Klimafonds-Initiative

Kaum Chancen werden der Klimafonds-Initiative eingeräumt. Satte 47 Prozent der Tamedia-Befragte wissen im Januar bereits, dass sie das Anliegen ablehnen wollen. Weitere 12 Prozent tendieren ebenfalls dazu. Es zeigt sich ein sehr klarer Links-/Rechts-Graben. Die Klimafonds-Initiative will, dass jährlich 0,5 bis 1 Prozent des BIP via eines Fonds für den Umweltschutz investiert wird, um CO2-senkende Massnahmen zu finanzieren.

Die YouGov-Umfrage von Ende Januar kommt zum gleichen Ergebnis: Der Klimafonds hat wohl kaum eine Chance. Mit 36 Prozent potenziellen Ja-Stimmenden sieht die Perspektive für die Initianten nur unwesentlich positiver aus. Bezeichnend: Am höchsten ist die Zustimmung im Kanton Basel-Stadt – doch selbst dort liegt sie unter 50 Prozent (aktuell 44).

(con)

Mehr zu den Abstimmungen im März 2026:

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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
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Camille Fédérale - Der Röstigraben bei Abstimmungen
Video: watson
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