15 Institute setzen sich für Therapie von Alzheimer und Demenz ein

15 Institute setzen sich für Therapie von Alzheimer und Demenz ein

07.04.2019, 00:0407.04.2019, 00:04

15 Schweizer Institute setzen sich gemeinsam für eine bessere Information, Aufklärung und Beratung von Alzheimer und Demenz ein. Sie wehren sich damit gegen Kritik aus Teilen der Gesellschaft, welche die Behandlung der Erkrankung als überflüssig bezeichnen.

Obwohl die Zahl der Demenzpatienten in der Schweiz weiterhin stark ansteige, gebe es Personen, welche die Existenz der Krankheit anzweifelten, heisst es in einem am Sonntag veröffentlichten Positionspapier verschiedener Interessenverbände.

Beispielsweise in Frankreich würden die Kosten offiziell zugelassener Antidementiva nicht mehr von der Krankenversicherung erstattet. «Diese Ansicht und die damit verbundenen Konsequenzen widersprechen allen verfügbaren Fakten und dem aktuellen Wissen über mit Demenz assoziierte Erkrankungen», heisst es im Positionspapier.

Die Experten fordern deshalb im Zuge der Nationalen Demenzstrategie 2014-2019 freien Zugang für alle Demenzbetroffenen zu einer genauen Diagnose und zu einer durch die obligatorische Krankenversicherung vergüteten Gesundheitsversorgung.

Frühzeitig handeln lohnt sich

Gemäss dem Positionspapier treten Demenzkrankheiten mit steigendem Alter häufiger auf. Zur Verbesserung beziehungsweise Stabilisierung der kognitiven Symptome sei eine Kombination von medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlungsansätzen nötig. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Demenz unterstütze die Autonomie der Betroffenen und erlaube diesen, länger zu Hause zu leben.

Nebst der Verschreibung von Medikamenten seien auch ein offenes Ohr und psychologische Begleitung nötig. Die Institutionen bestehen auf der Notwendigkeit von Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsfachleuten sowie Aufklärung der Bevölkerung. Derzeit werde ein grosser Teil der Demenzerkrankungen nicht oder zu spät diagnostiziert. (sda)

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